Die Sensoren fürs autonome Fahren sitzen bei Cruise auf dem Dach.

Es wird eines der Hauptprobleme auf den Straßen in den nächsten zehn Jahren sein: Smarte Fahrzeuge treffen mit jeder Menge Sensoren ausgestattet auf „dumme“ Gebrauchtwagen, die über keinerlei Fahr- und Kommunikationshilfen verfügen. Da kann der eigene Neuwagen noch so viel Software haben, die Reaktion der anderen Fahrzeuge und deren Lenker kann er nicht vorhersagen. Bisher war es schwer, Wagen umzurüsten, die nicht über die nötigen Sensoren verfügen. Die US-Firma Cruise will das nun ändern.

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 Hinter dem Unternehmen steckt der Mitgründer der Gaming-TV Plattform Twitch, Kyle Vogt. Er verließ das Unternehmen 2013, um sich der Herstellung eines Sensorenpaketes zu widmen, mit der man Gebrauchtwagen autonomes Fahren beibringen kann. Vogt hat sich für sein Projekt prominente Unterstützung besorgt: Andrew Gray war bis zum letzten Sommer Senior Manager bei Tesla – und dort für die Entwicklung des Tesla-Autopiloten mit verantwortlich. In der letzten Finanzierungsrunde im September 2015 konnten Vogt und sein Team 12,5 Millionen Dollar einsammeln, die unter anderem vom Seedinvestor YCombinator stammen.

Mit diesem Geld wollen Vogt und Gray in den nächsten Monaten ihren Prototypen weiter entwicklen. Dessen Sensoreinheit besteht aus zwei Stereokameras, einem Radar und weiteren Ultraschallsensoren. Die gesamte Einheit wird auf dem Dach des Wagens platziert. Damit das Auto aber auch alleine fahren kann, muss in einer Werkstatt an der Lenkstange ein Motor eingebaut werden. Bremsen und Gaspedal lassen sich entweder über die Elektronik oder über weitere Motoren steuern. Hinzu kommt noch ein kleiner Rechner, der im Kofferraum verbaut wird. Die Gesamtlösung soll 10.000 Dollar kosten – der Preis soll sich aber deutlich reduzieren, sobald man die Massenfertigung starten kann.

So stellt Cruise sein Hardware-Kit vor:

Bild: Cruise