Gute Nachrichten für die Aktionäre hatte Dieter Zetsche

Die Zahlen, die Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche heute morgen verkünden konnte, sind in der Geschichte des Unternehmens einmalig. Der Konzern steigerte seinen Umsatz im Jahr 2015 auf 149,5 Milliarden Euro (2014: 129,7 Milliarden Euro), der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg um 36 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro an. Verdienst an den guten Zahlen hatte vor allem die Marke Mercedes-Benz.

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Die Autos von Mercedes verkauften sich 2015 deutlich besser, als in den Vorjahren. Mit knapp 1,87 Millionen verkauften Fahrzeugen platzierte sich das Unternehmen vor dem Konkurrenten Audi (1,8 Millionen) und nur knapp hinter dem Branchenprimus BMW (1,91 Millionen). Die gesteigerten Verkaufszahlen rühren vor allem aus einer Erweiterung des Angebotsportfolios her. In den letzten Jahren renovierte das Unternehmen die A-Klasse und machte sie für ein jüngeres Publikum attraktiver. Dazu kamen mehr sportliche Modelle aus der AMG-Linie und die Einführung von Mini-SUVs wie dem Mercedes GLA, die schnell ihr Publikum fanden.

Eine Besonderheit stellt die C-Klasse dar. Technologisch anderen Mittelklasseautos um einiges voraus, bekam sie erst Ende des Jahres durch den neuen Audi A4 wieder eine direkte Konkurrenz. Zusammen mit der E-Klasse, die in diesem Jahr in kompletter Neuauflage auf den Markt kommt, bildet die C-Klasse das Rückgrat der Angebotspalette. Die guten Verkaufszahlen und eine verschlankte Produktion sorgen dafür, dass die Marke operativ 10 Prozent vom Umsatz erreichte.

Eine Besonderheit nehmen dabei die Investitionen im Bereich Research & Development ein. Mercedes verfügt seit 20 Jahren über ein eigenes Entwicklungszentrum im Silicon Valley, das eng mit anderen Unternehmen verzahnt ist. So gehören Apple, Googles Smart-Home-Anbieter Nest oder der Smartwatch-Hersteller Pebble seit Jahren zu jenen Firmen, mit denen Mercedes neue Technologien entwickeln. Die Kosten hierfür und für die teuren Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens nehmen nach eigenen Angaben einen großen Teil des insgesamt 7,2 Milliarden Euro schweren Budgets ein.

Über die guten Geschäftszahlen dürfen sich übrigens auch die Anleger freuen: Daimler kündigte an, dass man in diesem Jahr 3,25 Euro pro Aktie ausschütten werde. 2014 lag die Dividende noch bei 2,45 Euro. Für das Jahr 2016 versprach Dieter Zetsche zwar weiteres Wachstum, angesichts der schwächelnden Wirtschaft in China sei aber nicht mit großen Gewinnsprüngen zu rechnen.

Bild: Daimler AG