Mit der neuen Finanzierung will Drivy die Internationalisierung voran treiben.

Privates Carsharing boomt und Drivy profitiert von der Nachfrage. In einer neuen Finanzierungsrunde konnte sich das Unternehmen mit Sitz in Paris insgesamt 31 Millionen Euro sichern. Hauptgeldgeber sind Nokia Growth Partner und Cathay Capital. Die bisherigen Investoren BPI Ecotechnologies Fund, Index Ventures und Via-ID sind ebenfalls an der Finanzierung beteiligt. Für Drivy ist es die größte Einzelfinanzierung in seiner Geschichte. Insgesamt konnte das Unternehmen damit rund 47 Millionen Euro einsammeln.

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Mit der neuen Geldspritze will Drivy vor allem die Internationalisierung seines Angebots vorantreiben. Bisher ist das Unternehmen in Frankreich, Deutschland und Spanien auf dem Markt. Der deutsche Ableger stellt circa 100.000 der insgesamt 850.000 Nutzer und ist somit nach Frankreich der zweitgrößte Markt für das Startup.

Generell entwickelt sich der Carsharing-Markt in Deutschland positiv. Bis 2020 rechnet man mit bis zu drei Millionen Kunden, die auf die Angebote von Car2Go, Drivy und anderen Anbietern zurückgreifen. Diese positive Entwicklung ist auch in anderen europäischen Ländern zu erwarten. Zunächst plant daher die Expansion nach Großbritannien, weitere Länder sollen bis 2017 folgen. Deutschland-Chef Heiko Barnerssoi kommentiert das erfolgreiche Funding so: „Grundsätzlich wirkt sich das auf alle Länder und alle Pläne erstmal positiv aus. Darüber hinaus werden wir auch aus Deutschland heraus weiter expandieren und Deutschland somit zu einem strategischen Ausgangspunkt dafür machen.“

Außerdem möchte sich das Pariser Unternehmen neue Services entwickeln. In diesem Jahr hat man „Drivy Open“ eingeführt. Kunden können nun ein Fahrzeug auch mittels einer App öffnen, eine Schlüsselübergabe mit dem Fahrzeugbesitzer ist nicht mehr nötig. Mittlerweile sind alleine in Deutschland laut Drivy rund 10 Prozent der angebotenen Fahrzeuge mit dieser neuen Technologie ausgestattet. Sie erlaubt vor allem kurzfristige Anmietungen, was wiederum das Angebot von Drivy für mehr Menschen attraktiver machen soll.

Das Startup hat in den letzten 12 Monaten eine aggressive Wachstumspolitik verfolgt. Vor einem Jahr konnte man in der Series-B Finanzierung knapp 7,5 Millionen Euro einsammeln. Dieses Geld wurde unter anderem dafür genutzt, die Konkurrenten Buzzcar und Autonetzer zu kaufen. In Deutschland steht Drivy in Konkurrenz zu Angeboten wie Tamyca und dem von Opel im vergangenen Jahr gestarteten CarUnity.

Bild: Drivy