Der Wunsch von Google, schnell autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bekommen, nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem die kleinen Google-Kugeln schon seit einiger Zeit in San Francisco und Austin unfallfrei unterwegs sind, will das Unternehmen nun weitere Städte in das Testprogramm aufnehmen. In einem Antrag an die zuständige Behörde Federal Communications Commission beantragt Google die Nutzung des 76-GHz-Frequenzband in vier Städten.

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Leider hat Google im öffentlichen Dokument die Namen der Städte herausgenommen. Das meist gut informierte Blog 9to5Google nennt derweil Ann Arbour in Michigan als möglichen Ort. Dort gibt es an der Universität seit einigen Monaten ein komplett neues Testgelände (Mobility Transformation Center), auf dem Unternehmen ihre autonomen Fahrzeuge testen können. Bisherige Kunden der University of Michigan sind unter anderem Ford, Bosch und Continental. Da das MTC Stadtverkehr in all seinen Facetten simulieren kann, liegt es nahe, dass Google an einem Einsatz dort Interesse hat.

Eine andere (Klein-)Stadt im Fokus ist Somerville in der Nähe von Boston. Zusammen mit der Stadtverwaltung baut Audi ein System zum pilotierten Parken auf. Fahrzeuge sollen selbständig aus der Innenstadt zu einem außerhalb gelegenen Parkhaus fahren und später dann seine Besitzer wieder einsammeln. Während die Stadt Somerville die nötige Infrastruktur aufbaut, kümmert sich Audi um das Parkhaus. Google könnte hier von der Arbeit der Ingolstädter profitieren.

Die Ausweitung des Testprogrammes macht aber auch deutlich, dass es Google sehr ernst ist in Sachen autonomes Fahren. Während in Deutschland selbstfahrende Fahrzeuge nur auf Autobahnen getestet werden, ist Google mit Test auf Landstraßen und in Städten schon zwei Schritte weiter.

Und auch in Sachen Massenproduktion will Google offenbar weitere Schritte gehen. Zwar wird das Fahrzeug weiter mehr oder weniger in Handarbeit bei einem Zulieferer von Ford gebaut. Es halten sich aber seit Monaten intensiv Gerüchte, dass Ford die Serienherstellung des Fahrzeugs von Google übernehmen wird.

Bild: Google