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Gründer Dirk Fehse in seinem VW T4, den er auch privat über PaulCamper vermietet.

PaulCamper, eine Berliner Sharing-Plattform für Wohnmobile, hat von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro bekommen. Zwei Drittel des Geldes stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Die 2013 gegründete Vermittlungsplattform für private Wohnmobile sei zuvor ausschließlich mit Eigenkapital finanziert gewesen, sagte Gründer Dirk Fehse im Mai bei einem Gespräch mit Gründerszene. Mit dem Kapital wolle er nun das Team ausbauen und expandieren: „Wir gehen noch in diesem Jahr in zwei weiteren Ländern online.“

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Der Wettbewerber Campanda, derzeit Marktführer für gewerbliche Wohnwagen-Vermittlungen, bietet bereits über 20.000 Fahrzeuge in 31 Ländern an. Das Unternehmen sammelte 2015 in einer Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro ein und kündigte wenig später an, ebenfalls private Wohnmobile ins Portfolio aufnehmen zu wollen. Ein Jahr später folgte der Eintritt in das Marktsegment: Seit einigen Wochen sei Campanda nun auch in Deutschland und in den USA mit privaten Vermittlungen vertreten und habe bereits etwa 250 aktive Vermieter, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit.

Zum Vergleich: Im April dieses Jahres hatte PaulCamper rund 350 private Vermieter deutschlandweit gelistet, nun seien es 520, gibt Fehse an. Die Steigerung erklärt der Gründer damit, dass sein Startup vor einigen Wochen die Allianz als Partner gewonnen und mit dem zusätzlichen Versicherungsschutz den Buchungsprozess vereinfacht habe.

PaulCamper: „Ich mache das nicht, um Millionär zu werden“

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PaulCamper bringt Besitzer von Wohnmobilen mit Mietern zusammen. Der Gründer setzt auf das Vertrauen der Community – und orientiert sich an Sharing-Gigant Airbnb.

Bild: PaulCamper