Uber steht in den USA wieder in der Kritik

Uber hat angekündigt, dass das Unternehmen in Zukunft seine Fahrer stärker überwachen möchte. In einem Pilotprojekt testet man in den USA, in wie weit man Smartphones dazu nutzen kann, die Fahrweise des Uber-Piloten zu kontrollieren. GPS- und Gyrometerdaten werden dabei an das Unternehmen gesendet. So kann man sehen, ob der Fahrer zu schnell fährt oder ob er sich an die vorgegebene Route hält. Möglich ist auch, dass Uber Beschwerden von Kunden nachgehen kann, sollten die angeben, der Fahrer habe zu stark beschleunigt oder zu abrupt abgebremst.

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Der Chief Security Officer von Uber, Joe Sullivan, schreibt auf dem Firmenblog dazu, dass es Uber vor allem darum gehe, die Sicherheit auf den Strassen zu verbessern. Immerhin sei jeder dritte Unfall auf eine überhöhte Geschwindigkeit zurück zu führen. Gleichzeitig wolle man so auch die Kundenzufriedenheit verbessern und die Fahrer bei Verstößen verwarnen.

Sullivan betont aber, dass man nur dann auf die Daten zugreifen würde, wenn eine schlechte Bewertung eines Kunden vorliege oder wenn es andere Probleme mit der Fahrweise des Fahrers gebe. Allerdings liegen bereits Meldungen von Fahrern aus Seattle vor, die sich beklagen, dass Uber auf sie zugekommen sei, obwohl keine Beschwerden vorgelegen haben sollen.

Uber sammelt gerne und viel Daten. Sowohl über seine Fahrer, als auch über seine Kunden. Das führte in der Vergangenheit schon mehrfach zu Problemen mit den Datenschutzbehörden in den USA. Der Wutausbruch eines Uber-Managers, in dem der drohte, Daten von Journalisten zu veröffentlichen, führte 2014 zu weltweit empörten Reaktionen. Seitdem hat das Unternehmen sich aber in Sachen Datensicherheit nichts zu Schulden kommen lassen.

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