Mit Cember.net wagten sich die Samwers in den türkischen Markt vor und folgten auch hier ihrem präferierten Ansatz des Copycat-Verkaufs. Cember.net ist ein Business-Netzwerk, das 2005 von den ehemaligen Accenture-Beratern Nihan und Çaglar Erol gegründet wurde und es zum damaligen Zeitpunkt auf 280.000 Mitglieder gebracht haben will, was das LinkedIn-Copycat zum Marktführer in der Türkei machte.

Xing setzt mit Cember.net auf den türkischen Markt
Die Samwer-Brüder stiegen im September 2007 mit dem European Founders Fund (EFF; www.europeanfounders.com) bei Cember.net ein und holten gleich auch Investment-Buddy Holtzbrinck als Co-Investor an Bord. Gut vier Monate später kaufte Xing den türkischen Wettbewerber für einen Kaufpreis von 4,36 Millionen Euro, der in mehreren Schritten gezahlt wurde und Xing (www.xing.com) zunächst einen Anteil von 80 Prozent sicherte.
Cember.net monetarisierte seine Inhalte über kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaften sowie Werbeeinnahmen, was eine gewisse Kompatibilität zu Xing bedeutete, das – damals noch unter der Führung von Lars Hinrichs – die Türkei zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften zählte. Nachhaltigen Erfolg bescherte Xing die Expansion gen Bosporus jedoch nicht, das internationale Geschäft konnte Xing bis heute nicht erfolgreich für sich ausbauen.
Dich interessieren die Exits der Samwer-Brüder? Bisher setzten die Samwers über eine Milliarde US-Dollar mit Internetverkäufen um: hier geht es zur Übersicht aller Samwer-Exits.
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