CityDeal, Exit, Groupon

Der Verkauf von CityDeal (www.groupon.de) im Jahre 2010 an sein Vorbild Groupon könnte – wenn es weiter so steil bergauf für Groupon geht – das Meisterstück der drei Brüder in Sachen Exits werden. Nur sechs Monate nach seiner Gründung verkaufte das Samwer-Trio CityDeal an die Deal-of-the-Day-Webseite Groupon, die sie kaum ein halbes Jahr vorher selbst detailgetreu nachgebaut hatte.

Die CityDeal-Investorenschaft erhält Groupon-Anteile

Schon kurz nach dem Verkauf im Mai 2010 spekulierte die Szene, dass die Samwers und ihre Investorenschaft – darunter Holtzbrinck Ventures (www.holtzbrinck-ventures.com), eVenture Capital Partners (www.evcpartners.com) und Investment AB Kinnevik (www.kinnevik.se) – wohl vor allem mit Groupon-Anteilen ausgezahlt wurden. Etwas mehr als ein Jahr später wurde schließlich auch bekannt, wie viel genau die Samwers erhielten: Zu einer Bewertung von 126 Millionen US-Dollar für CityDeal erhielten die CityDeal-Macher 41.400.000 Groupon-Anteile sowie zusätzlich 600.000 US-Dollar in bar als Finanzierung von CityDeal.

Der Samwer-Inkubator Rocket Internet profitierte zusätzlich durch Dienstleistungseinnahmen, die Groupon im ersten Jahr nach der Übernahme in Rechnung gestellt wurden und im Januar 2011 haben die Samwers darüber hinaus ein Joint-Venture mit Groupon und Anderen für den chinesischen Markt ins Leben gerufen, das den Namen E-Commerce King Limited trägt und bei dem die Samwers (über die neu gegründete Rocket Asia GmbH & Co. KG) mit zehn Prozent beteiligt sind – Groupon selbst hält hieran 40 Prozent der Anteile.

Groupons Börsengang kann den Exit noch erhöhen

Spannend ist aber vor allem die Perspektive, die sich den Samwers mit ihren Groupon-Anteilen noch bietet: Bisher versilberte die CityDeal-Investorengruppe von seinen 41.400.000 Anteilen bereits 10.778.720 Anteile für einen Gegenwert von stattlichen 170,2 Millionen US-Dollar, die von Groupon durch eine 950-Millionen-Dollar-Finanzierung im Januar 2011 beglichen wurden. Geht Groupon an die Börse, dürften die verbleibenden 30.621.280 Anteile (die 10,3 Prozent an Groupon entsprechen) eine stattliche Wertsteigerung erfahren.

Glaubt man den Schätzungen der New York Times, welche eine Bewertung von bis zu 30 Milliarden US-Dollar von Groupon nach seinem Börsengang für möglich hält, hätten die 10,3 Prozent einen Wert von unglaublichen drei Milliarden US-Dollar – der bisher deutlich höchste Exit, über den sich der Samwer-Clan freuen könnte.

Dich interessieren die Exits der Samwer-Brüder? Bisher setzten die Samwers über eine Milliarde US-Dollar mit Internetverkäufen um: hier geht es zur Übersicht aller Samwer-Exits.

Samwer, Exit, Samwers, Samwer-Brüder