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Deutschlandstipendium: 150 Euro im Monat von einem privaten Stifter, 150 Euro vom Staat

Immer mehr Firmen besinnen sich auf ihre soziale Verantwortung und binden ökologische Nachhaltigkeitskonzepte sowie gesellschaftliches Engagement stärker in ihre Unternehmensführung ein. Dass auch jede Marketingabteilung CSR strategisch gut verkaufen kann, liegt auf der Hand. Eine Möglichkeit CSR zu leben und Gutes zu tun, ist, als Stifter eines Deutschlandstipendiums in die zukünftigen Spitzenkräfte zu investieren.

Seit dem Sommersemester 2011 haben Studierende bundesweit die Möglichkeit, sich an ihrer Hochschule für ein Deutschlandstipendium zu bewerben. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (www.bmbf.de) initiierte Programm fördert junge Talente mit 300 Euro im Monat. 150 Euro übernimmt der Bund, die andere Hälfte erwirbt die Hochschule über private Stifter. Ob es sich bei den Stiftern um Einzelpersonen, Unternehmen oder Vereine handelt, spielt dabei keine Rolle. Die Förderungsdauer beträgt mindestens ein Jahr. Der Stifter kann zusätzliche Förderangebote wie zum Beispiel Praktika und Weiterbildungsveranstaltungen machen. Unterstützt werden Studierende, die sich, neben herausragenden Studienleistungen, auch gesellschaftlich, sozial oder politisch engagieren. Das Stipendienprogramm sieht vor, dass die Stifter auf Wunsch die Förderungs- und Auswahlkriterien mitbestimmen, am Auswahlverfahren beratend teilnehmen, ihre Fördertätigkeit öffentlichkeitswirksam darstellen und den Förderbetrag sogar als Spende steuerlich absetzen können.

Vom Stipendiaten zum Gründer

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Bisher einzigartig ist die Initiative der Freien Universität Berlin (www.fu-berlin.de), die gemeinsam mit Stiftern Deutschlandstipendien für solche FU-Studierenden ausschreibt, die im Rahmen des Funpreneur-Wettbewerbs auch ihren Unternehmergeist bewiesen haben. Im Auswahlprozess können die Stifter dabei engagierte Teilnehmer der zurückliegenden Funpreneur-Wettbewerbe oder der Veranstaltung BusinessplanLab@FUB kennenlernen. Die monatlichen 150 Euro sind spätestens dann bestens investiert, wenn der Stipendiat auch als künftiger Praktikant oder Mitarbeiter überzeugen kann.

Der Funpreneur-Wettbewerb und das BusinessplanLab@FUB werden von Profund, der Gründungsförderung der Freien Universität Berlin, organisiert. Studierende aller Fachbereiche können im Rahmen des Wettbewerbs mit einem Startkapital von fünf Euro kreative Geschäftsideen umsetzen und „ein Unternehmen auf Zeit“ gründen. Erfolgreiche Unternehmer wie die Gründer von Mykona (www.mykona.de) und Chocri (www.chocri.de) haben beim Funpreneur-Wettbewerb ihr unternehmerisches Handwerk gelernt. Teilnehmer des BusinessplanLab@FUB lernen alles rund um das Schreiben eines Businessplans und können das Ergebnis ihrer Arbeit anschließend beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (www.b-p-w.de) einreichen.

Mehr Stifter gesucht

Die Freie Universität Berlin sucht weitere Stifter, die mit ihrem Anteil am Deutschlandstipendium gründungsaktive Studierende unterstützen möchten. Durch die flexiblen Förderungsbedingungen ist es auch möglich, dass sich mehrere Unternehmen für ein Deutschlandstipendium zusammenschließen und sich die Finanzierung teilen. Eine gute Chance, bereits frühzeitig junge Talente kennenzulernen, ist das allemal.

Weitere Informationen unter www.fu-berlin.de/deutschlandstipendium.