Habt ihr schon einmal eine Idee gehabt, von der ihr glaubt, dass ihre Verwirklichung nicht nur spannend und anstrengend, sondern auch noch lukrativ wäre? Oder habt ihr breits ein Unternehmen gegründet und möchtet in der schwierigsten Phase – der „StartUp“-Phase – Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen? In Zeiten der Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosenzahlen macht es einem Vater Staat so leicht wie nie, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Helfende Hand: Vater Staat

Gerade jenen, die arbeitssuchend sind, möchte der Staat den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern. Gründungszuschüsse, Seminare oder ein Beratungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit gehören ebenso zu den vielen Förderprogrammen, wie Förderung von professionellen Unternehmensberatungen und die günstigen Kredite der KfW-Bank.

Während die Programme der Arbeitsagentur vornehmlich für jene gedacht sind, die aus der Arbeitslosigkeit kommen, bietet der Bund als Einrichtung weitere Förderprogramme. Auch die Länder bieten eine Fülle von Förderprogrammen an. Die Investitionsbank Berlin,  das Gründernetzwerk Hamburg oder die Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW sind da nur Beispiele für die vielen Programme der verschiedenen Länder. Das Wirtschaftsministerium bietet dazu noch die Förderdatenbank. Von Zuschüssen über Stipendien bis zu Wettbewerben ist alles dabei. Also ein Blick lohnt sich auf jeden Fall!

Förderung beantragen

Die Vorraussetzung für eine Förderung eines solchen Coachings hängen von den Ländern, den Programmen und ggf. den Coaching-Agenturen ab. Regionale Ansprechparter wie Landesbanken, IHKs, usw. stellen häufig auf ihren Webseiten die benötigten Formulare und Informationen zur Verfügung. Manchmal ist die Antragstellung, so  wie für das Gründercoaching Deutschland (GCD) direkt online möglich.

Unternehmensberatungen für “alte Hasen”

Wer bereits ein Unternehmen auf die Beine gestellt hat, kann teilgeförderte Unternehmensberatungen im Rahmen des GCD beantragen (bis zu 90 Prozent bezuschusst!).  Adressen für einen Antrag sind die örtlichen IHK oder Handwerkskammern. Schneller geht es, wenn man spezielle Unternehmensberater heranzieht, die mit Regionalpartnern zusammenarbeiten. Denn Schnelligkeit ist hier oft gefragt, wenn es um eine Beurteilung der Wirtschaftlichkeit oder von Marketing-Maßnahmen geht, die das Unternehmen nachhaltig stützen können. Man sollte jedoch bei der Auswahl der Partner darauf achten, dass die zur Beratung herangezogene Agentur eine Akkreditierung der KfW-Bank besitzt. Nur dann ist ein reibungsloser Ablauf von Antrag und Beratung sowie qualitativ hochwertiger Inhalt gewährleistet.

Den Gründungszuschuss beantragen

Unter den richtigen Voraussetzungen kann man bei der Bundesagentur für Arbeit Gründungszuschuss beantragen. Dieser setzt sich zusammen aus dem Betrag, der einem mit dem ALG I zugesichert wurde und 300 Euro zur sozialen Absicherung und muss nicht zurückgezahlt werden. Zu den Bedingungen gehört, dass man arbeitslos gemeldet ist und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Natürlich musst du die Agentur auch davon überzeugen, dass dein Businessplan tragfähig ist und deine Kompetenzen nachweisen. Sollte man bis zum Ende der Auszahlung des Gründungszuschusses eine “intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten” nachweisen können, so können für weitere sechs Monate 300 Euro pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden.

Wer keinen Anspruch auf den Gründerzuschuss hat, muss sich mit Gründerdarlehen auseinandersetzen. Günstige Kredite gibt es bei der KfW oder den regionalen Landesbanken. Für weitere Recherchen ist die Förderdatenbank zu empfehlen.

KFW Abläufe:

Was wird für den Antrag jetzt benötigt?

Zunächst ist zu beachten, dass die Antragstellung vor dem Termin der Gründung des Unternehmens liegen muss und folgendes enthalten sollte:

  • Aussagefähige Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens zur Erläuterung der Geschäftsidee,
  • Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Existenzgründung,
  • Nachweis der Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit,
  • Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit beim Gewerbeamt bzw. beim Finanzamt.

Gegebenenfalls sind auch noch weitere Inhalte erforderlich:

  • die Bestätigung der Handwerkskammer über die Eintragung in die Handwerksrolle (im handwerklichen bzw. handwerksnahen Bereich) und
  • die Bescheinigung über die Teilnahme am Existenzgründerseminar individuelle Einzelnachweise.

Über den Autor:

Friedhelm Kremer ist seit 2005 Interim Professional mit den Schwerpunkten Audit, Controlling, SOX und Due-Diligence. Seit 2009 beraten er und das Team der ACC Group KMUs und StartUps. Herr Kremer ist akkreditierter KFW Berater für das Produkt “Gründercoaching Deutschland”.

Die 2009 gegründete ACC Group ist ein Partnernetzwerk, das sich auf die Beratung von Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft (KMU) sowie StartUp-Unternehmen spezialisiert. Durch den Schwerpunkt auf KMU und StartUps ist die ACC Group auch bei der KFW Mittelstandsbank mit den Produkten “Gründercoaching Deutschland”, “Runder Tisch” und “Turn Around” akkreditiert. Gerne unterstützt sie bei einer fachkundigen Stellungnahme für die Beantragung eines Gründungszuschuss nach § 57 SGB II. Seit neuestem hat die ACC Group auch einen Blog installiert, in dem sie  regelmäßig über alles zum Thema StartUps und Unternehmensgründung schreibt. Feedback dazu ist ausdrücklich erwünscht.

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Bildmaterial (Foto): mconnors
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