Über die Wichtigkeit von Inkubatoren für die deutsche Gründerszene muss an dieser Stelle nicht mehr gesprochen werden. Das allein zeigen die Erfolge einiger Programme sowie die steigende mediale Präsenz von Inkubatorenprogrammen in Deutschland. Aber der Markt wird unübersichtlicher und es drängt sich die Frage auf, welche Inkubatoren in Deutschland für Gründer besonders interessant sind.

Zunächst sollte zwischen zwei Arten von Inkubatoren unterschieden werden:
- Hochschul-Inkubatoren: Dies sind Gründerzentren, die direkt oder indirekt an eine Universität oder Fachhochschule angeschlossen sind. Dort werden häufig forschungsintensive Projekte auf den Markteintritt vorbereitet. Im Unterschied zu den unternehmerischen Inkubatoren dürfen an diesen Programmen in 95 Prozent der Fälle nur Studenten der jeweiligen Hochschule teilnehmen.
- „Unternehmerische“ Inkubatoren (Investoren): Der Unterschied zum Hochschul-Inkubator besteht darin, dass sich der Inkubator seine Leistungen mit Gesellschaftsanteilen bezahlen lässt. Diese symbiotische Form der Unternehmensgründung wird in Deutschland zunehmend populärer.
Da sich die Wirtschaftswoche in der letzten Woche schon ausführlich mit dem Thema Hochschul-Inkubation auseinandergesetzt hat, soll an dieser Stelle vor allem näher auf die unternehmerischen Inkubatoren eingegangen werden.
Worauf müssen Gründer bei Inkubatoren achten?
Die Partner bzw. Gesellschafter des Inkubators sollten über ausreichend Gründungserfahrung verfügen und dabei sollte die Anzahl der Erfolge die unternehmerischen Niederlagen übersteigen. Um dem Start-Up die bestmögliche Beratung zukommen zu lassen, sollte das Inkubatorenteam über ein großes Netzwerk verfügen, auf das bei speziellen Fragestellungen zurückgegriffen werden kann.
Im besten Fall hat der Inkubator bereits mehrere Unternehmen erfolgreich durch den Gründungsdschungel begleitet (Stichwort Track-Record). Gespräche mit Gründern von inkubierten Unternehmen sind daher sehr zu empfehlen, um einen Eindruck von der Beratungsqualität, dem Umfang des bereitgestellten Kapitals sowie des Erfahrungspotenzials der Inkubatoren zu erhalten. Keinesfalls sollte man sich von der bloßen Bereitstellung von Räumlichkeiten bzw. technischer Infrastruktur beeindrucken lassen.
Welche Inkubatoren gibt es in Deutschland?
Nachdem Gründerszene im letzten Jahr eine Reihe neuer Inkubatoren in Deutschland vorgestellt hat – etwa durch ein Interview mit Sarik Weber von Hanse Ventures, einen Artikel zum Launch von You Is Now, eine Erklärung zur Funktionsweise von HackFwd oder ein Interview mit Tobias Johann von Rheingau Ventures – soll es auch weiterhin um einen guten Überblick gehen und die Klärung wesentlicher Fragen gehen:
- Wer betreibt das jeweilige Inkubationsprojekt überhaupt, das heißt welche Manpower steckt mit welcher Erfahrung und welchem Netzwerk in den verschienden Inkubatoren?
- Welche Erfolge kann das Management vorweisen bzw. gibt es neben den bekannten Start-Ups auch Portfoliounternehmen, über die möglicherweise schlecht berichtet wurde?
- Gibt es auf den Websiten oder in der einschlägigen Presse Details zu Beteiligungsquoten, also wie viel die Gesellschafter abgeben müssen, und in welcher Höhe die Beteiligung in Euro (min/max) erfolgt?
Diese und weitere Fragen sollen mit der folgenden Liste der wichtigsten deutschen Inkubatoren – wenn auch nicht abschließend – beantwortet werden.
1st Mover – Düsseldorf
Gesellschafter: Klemens Gaida
Erfolge: k.A.
Beteiligungsquote: k.A.
Portfoliounternehmen: My-Dynastie, Bookpecker, Pinbooks, LikeTV
Zur Zeit wird das Kernteam von 1st Mover (www.1stmover.org) aufgebaut, das heißt es werden Mitarbeiter für die Start-Ups, aber auch 1st Mover selbst gesucht. Eine Beteiligung an den Start-Ups bzw. an 1st Mover ist möglich. Im Gegensatz zu anderen, etablierteren Inkubatoren ist 1st Mover damit noch in der Startphase.
Betafabrik – Köln
Gesellschafter: Michael Schwetje, Dennis Kämker, Lars-Rüdiger Fink
Erfolge (der Gesellschafter): OnVista, Ligatus
Beteiligungsquote: k.A.
Portfoliounternehmen: Townster, Updt.me, JobLeads, GreenPocket, FirstCircle
Bei Betafabrik (www.betafabrik.de) verfolgt man das “Lean-Start-Up”-Konzept, welches sich in erster Linie durch eine „starke Fokussierung auf Geschwindigkeit, Lernen auf Basis von User- und Kundenfeedback und der Analyse daraus resultierender Daten und Kennzahlen sowie der Anwendung standardisierter Tools und Prozesse durch geschulte Mitarbeiter und Teams” auszeichnet.
Die Betafabrik weiß dabei vor allem mit seinen recht erfahrenen Gesellschaftern zu punkten, während die gegründeten Portfoliounternehmen bisher noch nicht so breit bekannt sind.
FoundersLink – Berlin
Gesellschafter: Oliver Beste, Fabian Hansmann
Erfolge (der Gesellschafter): MyToys, Steganos
Beteiligungsquote: k.A.
Portfoliounternehmen: Deal United, RatePay, Aka-Aki
FoundersLink (www.founderslink.com) ist ein Inkubator aus Berlin, dessen Beteiligungen häufig ein sehr fokussiertes Involvement der beiden Gesellschafter Oliver Beste und Fabian Hansmann umfasst. Im Gegensatz zu anderen Inkubatoren stößt FoundersLink nicht viele Gründungen mit geringer Partizipation, sondern ausgewählte StartUps mit intensiver Betreuung an. Thematisch decken Beste und Hansmann dabei vor allem E-Commerce- und IT-Themen ab, interessieren sich aber breit für gut skalierbare Geschäftsmodelle.
HackFwd – Hamburg
Board: Lars Hinrichs, Jean Paul Schmetz, Marco Börries, Michael Jackson, Stefan Richter, Roman Stanek
Erfolge (der Gesellschafter): Xing, OpenOffice
Beteiligungsquote: 30 Prozent
Portfoliounternehmen: DeltaStrike, ReignofSteel, Loved.by, Meettro, Project FS, TheDeadline, Flockofbirds
HackFwd (www.hackfwd.com) ist ein recht innovatives Inkubationskonzept, das vor allem von Xing-Gründer Lars Hinrichs vorangetrieben wird. Der Ansatz: Gründer erhalten von HackFwd Support für ein Jahr und können sich nicht selbst bewerben, sondern bedürfen eines Fürsprechers im Board von HackFwd, der zuvor überzeugt werden muss und dann eine Empfehlung ausspricht. Gesucht werden nach Tech-Geeks und die geförderte Idee soll technisch orientiert und kein Copycat sein. Dafür verlängt HackFwd die Abgabe von 30 Prozent der Anteile.
Die Abgabe von 30 Prozent vor der ersten großen Finanzierungsrunde wird dabei durchaus kritisch betrachtet. Startwerk.ch hatte sich dazu Mitte des Jahres zu Wort gemeldet. Positiv zu erwähnen ist, dass HackFwd das vorherige Gehalt des Gründers weiterzahlt und der Lebensstil somit nicht großartig geändert werden muss. Die gesamt Förderung durch HackFwd dauert ein Jahr, kann aber bei Nicht-Erreichen bestimmter Meilensteine auch schon vorher beendet werden.
HanseVentures – Hamburg
Gesellschafter: Sarik Weber, Jochen Maaß, Bernd Kundrun, Rolf Schmidt-Holtz
Beteiligungsquote: 30 bis 70 Prozent
Portfoliounternehmen: Carmio, HochzeitsPlaza, Captain Travel, TopTranslation
Hanse Ventures (www.hanse-ventures.de) ist ein Inkubator aus Hamburg, der im letzten Jahr an den Start ging und bisher vier Eigengründungen vorzuweisen hat. Operativ treiben vor allem Netzwerker Sarik Weber und SEO-Spezialist Jochen Maaß den Inkubator aus Hamburg voran, während Bernd Kundrun (Ex-Vorstandsvorsitzender Gruner + Jahr AG) und Sony-CEO Rolf Schmidt-Holtz wohl vor allem mit finanzieller Unterstützung und dem weiteren Netzwerk aushelfen.
Bisher ist das Feedback in der Szene zu Hanse Ventures eher verhalten: Es kursieren immer wieder Gerüchte über eine schlechte Stimmung bei Hanse Ventures, was Gründerszene exemplarisch am Ausstieg des Gründerteams von Captain Travel belegte. Dennoch sollte man die Hamburger nicht zu früh verurteilen, denn immerhin gibt es Hanse Ventures erst seit Mai letzten Jahres – innovativere Geschäftsmodelle und eine bessere Stimmung beim inzwischen laut eigenen Angaben rund dreißigköpfigen Team dürfte für den dauerhaften Erfolg dennoch von Nöten sein.
Nabru Ventures – Mettingen (Osnabrück)
Gesellschafter: Michael Urban
Erfolge (des Gesellschafters): Buch.de, Logiprint
Beteiligungsquote: mindestens 10 Prozent
Portfoliounternehmen: Tag-Cloud-Generator, Mindwerk, Sumanauten, Pergamon Verlags GmbH
Mit Nabru Ventures (www.nabruventures.com) möchte Michael Urban der Szene im Münsterland etwas unter die Arme greifen und bietet StartUps neben Investments vor allem Sachleistungen, wie eine Rundumbetreuung in seinen Räumlichkeiten an. Im Gegensatz zu größeren systemischen Inkubatoren wie Rocket Internet ist Nabru Ventures also eher auf regional fokussierte StartUps ausgerichtet und vom Förderungsumfang eher im mittleren Bereich. Für mehr Details: Gründerszene hatte den sympathischen Buch.de-Gründer auch schon einmal vor der Kamera.
Rheingau Ventures – Berlin
Gesellschafter: Philipp Hartmann, Tobias Johann, Kai Hansen
Erfolge (der Gesellschafter): YourDelivery/Lieferando
Beteiligungsquote: k.A.
Portfoliounternehmen: Kuponjo, Markencafe, Customer Alliance, Madvertise, MyAppCoach
Rheingau Ventures (www.rheingau-ventures.com) ist ein eher kleinerer Inkubator, der vor allem mit Knowhow und Kontakten zur Seite steht und bei der Akquirierung größerer Finanzierungsrunden hilft. In einem Interview mit Gründerszene erklräte Tobias Johann bereits die Funktionsweise von Rheingau Ventures und welche Motivation dahintersteckt.
Rocket Internet – Berlin
Gesellschafter: Alexander, Marc und Oliver Samwer, Investment AB Kinnevik, Crédit Agricole
Erfolge: eDarling, Groupon CityDeal, Zalando
Beteiligungsquote: k.A.
Portfoliounternehmen: Panfu, BillPay, LadenZeile, Netzoptiker u.a.
Ein Blick auf die aktuellen Beteiligungen von Rocket Internet (www.rocket-internet.de) verrät dem interessierten Leser bereits, dass Rocket Internet in Deutschland als größter und professionellster Internet-Inkubator gelten darf.Mit Gründungen wie Zalando und Groupon CityDeal hat der Inkubator der drei Samwer-Brüder Alexander, Marc und Oliver bereits bewiesen, dass er erfolgreiche Internetgründungen schnell und erfolgreich aufbauen kann.
Thematisch fokussiert Rocket Internet sich dabei vor allem auf Copycat-Themen und gilt in der Branche als harte Konkurrenz, die im gemeinsamen Wettkampf auch schon mal an den Rand des Zumutbaren geht. Dass es bei Rocket Internet um mehr als nur Geld geht, hat Gründerszene in seinem Artikel „Phänomen Samwer-Brüder – Von Fließbandgründungen, Rücksichtslosigkeit und viel Passion“ bereits thematisiert. Ein Nebeneffekt: Gründer halten dabei selten mehr als 15 Prozent der Geschäftsanteile –bei der Top-Performance der meisten Unternehmen im Portfolio dürfte dies allerdings zu verschmerzen sein.
Team Europe Ventures – Berlin
Gesellschafter: Lukasz Gadowski, Kolja Hebenstreit, Pawel Chudzinski, Steffen Höllinger
Erfolge: Spreadshirt, Brands4Friends, StudiVZ
Beteiligungsquote: bis zu 70 Prozent
Portfoliounternehmen: Mister Spex, SponsorPay, Käuferportal, Digitale Seiten, Lieferheld u.a.
Team Europe Ventures (www.teameurope.net) hat seine Entstehung vor allem mit dem Erfolg um Lukasz Gadowskis Gründung Spreadshirt begonnen – seither ist der junge Inkubator aus Berlin stetig gewachsen und hat sich auf Early-Stage-Investments im Internet-Segment fokussiert, wobei Exits bei StudiVZ und Brands4Friends zu den Erfolgen der Berliner zählen.
Von der Dimensionierung her darf Team Europe als etwas kleiner als Rocket Internet gelten, hat aber einen sehr ähnlichen thematischen Fokus. Die Berliner bringen pro Jahr rund zwei Eigengründungen auf den Weg und investieren auch in bestehende Unternehmen. Und dies mit Tickets bis zu 500.000 Euro. Anfang 2010 wurde der Start eines Sechs-Millionen-Fonds von Team Europe Ventures bekannt gegeben. Pro Jahr sollen mit diesem Geld in den nächsten drei Jahren fünf bis sechs Investments bis 500.000 Euro getätigt werden. Was genau es bedeutet, Teil des Portfolios von Team Europe Ventures zu sein, hat Gründerszene schon einmal in seinem Artikel „10 Anzeichen dafür, dass TEV dein Investor ist“ zusammen getragen.
You Is Now – Berlin
Gesellschafter: ImmobilienScout24
Erfolge (des Gesellschafters): ImmobilienScout24, FriendScout24, AutoScout24
Beteiligungsquote: Zehn bis 30 Prozent
Portfoliounternehmen: k.a.
You Is Now (www.youisnow.de) spricht von einem Gesamtpaket von 500.000 Euro, das ausgewählte Gründerteams durch den firmengebundenen Inkubator erhalten. Die Gründer werden, ähnlich wie bei HackFwd, über ein Jahr lang durch die Ressourcen der Scout24-Gruppe gefördert und gefordert. Ob dieser Zeitraum vollkommen ausgeschöpft werden kann, hängt von der Leistung des Unternehmens ab. Werden bestimmte Meilensteine nicht erreicht, wird das StartUp eingefroren.
Im Oktober letzten Jahres wurde der erste Inkubatorendeal bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um einen Online-Marktplatz für den professionellen Gewerbeimmobilienhandel. Hört sich ganz so an, als ob hier vor allem innovative Ideen gefragt sind, die der Immobilienwirtschaft nahe stehen. Es werden zwar Ideen bevorzugt, „die einen Bezug zu den Wertschöpfungsketten der Anbieter, Nachfrager oder Vermarkter in der Immobilienwirtschaft aufweisen“, diese Nähe zu dem Tätigkeitsbereich von ImmobilienScout24 ist aber keine zwingende Voraussetzung für das Zustandekommen einer Zusammenarbeit.

was oft übersehen wird: die wenigsten inkubatoren sind wirtschaftlich erfolgreich.
wesentliches merkmal erfolgreicher inkubatoren ist, dass dahinter serial entrepreneurs stecken, die sich auch für x-te company noch begeistern können und den laden selber mit nach vorne ziehen. genau das aber ist bei den wenigsten der fall.
angesichts der vielzahl gegründeter inkubatoren in den letzten monaten und des mangels an wirklich geeigneten gründern frage ich mich auch, wer die ganzen startups für die inkubatoren denn eigentlich alles hochziehen soll..
Schöne Übersicht, Kersten, erfreulich objektiv geschrieben. Der kleine Seitenhieb auf Hanse Ventures sei Dir verziehen, Du bist herzlich eingeladen, uns einmal in der Hafencity zu besuchen und Dir selbst ein Bild von der Stimmung zu machen, die da momentan herrscht. Eine gute Gelegenheit bietet sich am 26. März, wenn bei uns 100 Gründer um tolle Preise pokern, es sind noch 3 Plätze frei, weitere Infos hier:
http://www.foerderland.de/419+M5e64e240395.0.html
@Moritz das ist mit Abstand unsere geringste Sorge, wir wissen gar nicht, wie wir die super Gelegenheiten so schnell umsetzen sollen, die sich jeden Tag bieten
@Sarik
Danke, ich werde weiterhin gespannt die Szene in HH verfolgen.
Diesmal war aber nicht Kersten der Übeltäter, sondern ich ;-)
Hehe, ich weiß zwar nicht, wie es zu der Verwechslung kam, aber ich schaue bestimmt mal in Hamburg vorbei, Sarik ;)
@Till der Kersten wuselt über und unter dem posting in den Fb likes überall rum, Du bist natürlich als echter Autor und “Übeltäter” in Hamburg genauso willkommen :)
@Kersten jederzeit gern
@Sarik: ach ja, verstehe ich das richtig: das Recruiting geeigneter Kandidaten ist für Euch die geringste Sorge?
Nun denn..
Inkubator hin oder her – was in Deutschland fehlt ist Begeisterung. Viele gute Ideen werden im Keim erstickt weil die erste Frage jedesmal lautet: “und wie wollt ihr damit Geld verdienen?” – dabei sollte die erste Frage lauten: “und ihr glaub wirklich dass das funktioniert?”
wir waren selbst schon bei dem ein oder anderen Event / Inkubator team. aber was spricht dagegen es erst selbst zu versuchen?
für mehr mut!
@Moritz: Das hat er so nicht gesagt. Gute Unternehmer zu finden ist wohl in jeder Stadt und mit jedem Konzept eine Herausforderung, u.a. da “unternehmerische Inkubatoren” (s.o.) an sich ein Oxymoron sind und man die raren geeigneten Kandidaten aufwendigst einfangen muss. Exzellente Gründertalente zu binden ist m.E. die Kernaufgabe erfolgreicher Inkubatoren, denn dann kommen gute Ideen, Stimmung, Presse und geschäftlicher Erfolg fast wie von selbst. Mein Eindruck ist, dass HV bisher da einen guten Job gemacht hat. Aber wie Du schreibst “keine Sorgen”, macht man sich sicherlich nicht um das Recruiting, denn dafür ist es – wie gesagt – zu wichtig.
Das klingt zwar immer alles super toll, aber wenn man sieht welche Leute dann das Geld bekommen ….
Kein Herzblut, nur Copycats usw. sehr sehr schade :/
Die Übersicht ist natürlich trotzdem hilfreich :)
Cooler Artikel!
Muss an dieser Stelle unbedingt noch Found Fair Ventures hinzufügen!
Wir fliegen derzeit noch unter dem Radar (Website folgt bald) und bauen eine Handvoll innovativer Startups in Berlin Mitte auf. Wir sind besonders interessiert an fitten Gründern mit NEUEN Ideen (nicht nur Clones).
Wir werden bald an die Öffentlichkeit gehen und dann gibts ein paar mehr Infos.
@Nico: Welches Geld? Die meisten dieser sog. Inkubatoren geben ja kein Geld rein, sonder bieten Dir für NUR 70% der Unternehmensanteile ihre reiche Erfahrung an. Klasse, oder?
Inkubatoren lohnen sich für den Gründer nur, wenn man frisch von der Uni kommt und im Grunde von nix ne Ahnung hat. Ansonsten fährt man immer besser, wenn man mit einzelnen BAs zusammen arbeitet. Wenn man selbst keine Idee hat, ist man hier häufig trotzdem an der richtigen Adresse und gibt im Zweifel nur ein Bruchteil dessen ab, was eine TEV Dir klaut.
@Tim: Zustimmung in allen Punkten. Stichwort Adverse Selektion: Je stümperhafter die Gründer und je schlechter die Idee, desto mehr lohnt es sich, mit einem Inkubator zu gründen. Fährt das Projekt gegen die Wand, ist nicht das eigene Geld weg (und übrigens auch nicht das der Inkubatoren, die investieren selten selbst, sondern andere externe Geldgeber). Gute Gründer sollten niemals mit einem Inkubator gründen. Man gibt viel zuviele Anteile ab für eine Gegenleistung, die man als einigermaßen guter Gründer auch selbst leisten kann.
[...] » Inkubatoren in Deutschland [...]
[...] Inkubatoren Inkubatoren in Deutschland Über die Wichtigkeit von Inkubatoren für die deutsche Gründerszene muss an dieser Stelle nicht mehr gesprochen werden. Das allein zeigen die Erfolge einiger Programme sowie die steigende mediale Präsenz von Inkubatorenprogrammen in Deutschland. Aber der Markt wird unübersichtlicher und es drängt sich die Frage auf, welche Inkubatoren in Deutschland für Gründer besonders interessant sind. Gründerszene [...]
@Tim: na, Du kennst Dich ja aus… Spezi!
Das Modell funktioniert anders. Nicht ein Team kommt zu uns, und bietet uns 70%. Sondern wir entwickeln selber Ideen und Suchen dann ein Team. Und geben dann 30%. Die Teams, denen wir das geben, bestehen oft aus einem Mix aus jungen unternehmerischen Leuten und erfahrenen Managern. Diesen Mix stellen wir in der Regel selbst zusammen, bringen also die Leute überhaupt erst zusammen. Die operativen Gründer von brands4freinds z.B. kannten sich alle vorher nicht.
Und wir machen dann auch nicht nur “Idee” und “Team” und das war’s, sondern kümmern uns auch um Finanzierung (in der Regel übernehmen wir einen Teil selbst und holen weitere Investoren dazu), große Deals für Markteintritt, laufenden Know How Transfer, Exits, uvm. Ist kein Zuckerschlecken sondern harte Arbeit :)
Es gibt aber auch die Situation, dass Teams zu uns kommen mit Ideen. Für diese haben wir einen Fonds aufgelegt und investieren bis zu 500K. Dann nehmen wir – je nachdem, wie weit das ganze schon ist und wie viel Geld wir genau inbestieren – zwischen 10 und 25%. Mehrheit bleibt also bei den Gründern :)
Unsere Kriterien für investieren sind dabei: 1. Ist das geschäftsmodell skalierbar (nicht etwa eine Agentur oder ein zu kleiner Markt)? 2. Haben wir das Gefühl, dass das Unternehmen sowieso erfolgreich sein wird – egal ob wir investieren oder nicht? Mit uns schöner, schneller, weiter – aber ohne uns muss es theoretisch auch gehen. Sonst würden wir zu viel Verantwortung tragen (und das können wir seriöserweise nicht leisten – dass tun wir schon bei ‘Company-Building’). 3. Passt die Chemie zum Team – i.e., kann man sich vorstellen, gemeinsam über lange Zeiträume zu arbeiten und ist man stolz darauf, sich gegenseitig im Netzwerk zu haben? Wir setzen stark auf Netzwerk-Effekte und brauchen hier entsprechend keine “Söldner” die kurzfristiog optimieren und deren einziger “Wert” (kurzfristige)Moneten sind.
Hoffe, dass macht es ein wenig klarer.
Und – auch wenn ich mich inzwischen etwas an unqualifizierten Pöbel gewöhnt habe – würde ich mir manchmal wünschen, etwas mehr Respekt zu bekommen und etwas weniger beschimpft zu werden von den pseudo-sozen hier. “Räuberbande” etc. Immerhin schaffen alleine unsere Company-Building Start Ups – die es ohne uns einfach nicht geben würde – locker über 100 neue Arbeitsplätze pro Jahr. Und dafür arbeiten wir wie gesagt hart. Und ja, ich muss eigentlich nicht arbeiten, könnte auch nur am Strand liegen. Danke.
Sehr schöne Aufstellung!
@lukasz
klare Worte, aber auf den Punkt gebracht! Ist es nicht immer das selbe? Man arbeitet 10-16 Stunden (obwohl man nicht müsste) steckt Herzblut in die Sache und wird dann von semi-professionellen Pseudo-Experten gepackt und durch den berühmten Kakao gezogen?!
Das, was ihr mit TEV macht, ist wahres Unternehmertum, was es in Deutschland viel zu wenig gibt. Keiner traut sich Risiko einzugehen, aber wenn es einer tut und dann (oh welch Wunder) auch ab und zu erfolgreich ist, ja dann wissen es immer alle besser.
@Tim etc.
lernt von lukasz (und das ist keine Schleimerei sondern verdienter Respekt) und baut ein 300-Mann-Unternehmen mit mehreren Millionen Umsatz auf. Wenn ihr das geschafft habt, dann widersteht der Versuchung sich in die Sonne zu legen und gründet so ca. 30 Unternehmen! Ja dann seit ihr in der Position über Menschen mit diesem Format (die Inkubatoren betreiben) zu urteilen!
Mal davon abgesehen, das genau solche Persönlichkeiten (wie die Inkubatoren) alle Unternehmen in Deutschland gegründet haben und auch für die Existenz eurer Arbeitsplätze verantwortlich sind!
@Tim und @Sebi
Was soll dann aber derjenige tun, der eine geniale Idee hat, aber weder über das nötige Geld noch die entsprechenden Kontakte verfügt? Wie soll er dann die “Menschheit” über seine Idee informieren? Es dreht sich doch letztendlich alles um das notwendige Startkapital und auch um die entsprechenden Kontakte (wobei wenn, dann kann auf letzteres verzichtet werden)! Eine gute Idee reicht leider nicht aus.
Portfoliounternehmen von You Is Now sind doch DotProperty und umzug-easy oder!? Habt ihr selbst drüber berichtet ;)
@lukasz: thumbs up
[...] } }); });An dieser Stelle möchte ich zunächst meinen Artikel für Gründerszene hervorheben: “Inkubatoren in Deutschland”. Hier habe ich alle wichtigen Startup-Brutkästen in Deutschland aufgelistet und die wichtigsten [...]
Guten Tag,
nachdem hier ja eifrig geschrieben wird, habe ich einmal eine simple Frage: Was genau unterscheidet einen Business Inkubator von eine Business Angel? Beide stellen Kapital und Know-How in der Gründungsphase zur Verfügung, der BA bleibt langfristig mit an Board, der Inkubator doch auch.
Vielen Dank!!
A.Huber
Guten Tag nochmal,
gibt es auf meine implizierte Frage keine Antwort, kein Kommentar? Vllt. kann einer Aufklärung schaffen!
THX, A.Huber
Hi Andreas,
ich glaube, ich kann deine Frage beantworten:
Inkubator: 360° Rundum-Angebot
Angefangen beim Kapital, Wissen, Räumlichkeiten bis hin zur operativen Unterstützung durch Dienstleistungen in den Bereichen HR, Finanzen usw.
Der Inkubator schreibt den Gründern außerdem i.d.R. feste Milestones vor, die innerhalb einer gewissen Zeit erreicht werden müssen. Die meisten Inkubatoren sind also richtige Brutkästen und drehen dem Projekt, sobald es anfängt zu “krüppeln”, den Saft ab.
Business-Angel:
Der Business Angel hingegen setzt sich diesem Druck idR nicht aus, sondern partizipiert über Jahre am Wachstum. Sicher gibt’s hier auch andere Herangehensweisen, aber das ist m.E. der erste Unterschied.
Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass die Grenzen – d.h. Du bist Inkubator und DU bist Business Angel – relativ unscharf sind. Wenn jemand sagt er sei Inkubator, ist es schwierig das Gegenteil zu beweisen.
Hoffe, etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
VG, Till
[...] schießen wie Pilze aus dem Boden und werfen (in den USA) mit Geld um sich (Inkubatoren in den USA, Inkubatoren in Deutschland)Big Player wie Google, Facebook, Twitter, Amazon, Microsoft oder Research In Motion lechzen nach [...]