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Am Anfang steht die Idee – bis daraus eine Unternehmensgründung wird, ist es ein langer Weg. Die entscheidende Frage: Wie kann ich ausreichend Kapital für mein Unternehmen beschaffen? Olaf Jacobi, Partner beim Münchner Venture-Capital-Investor Target Partners (www.targetpartners.de), gibt in seiner Gründerszene-Kolumne einen Überblick, welche Formen der StartUp-Finanzierung möglich sind.

Gründerfonds und Business-Angels als mögliche Kapitalgeber für ein StartUp – das war Thema der vorhergehenden Beiträge dieser Kolumne. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Auch Seed- und Early-Stage-Venture-Capital-Investoren finanzieren StartUps und Jungunternehmen. Was hat es damit auf sich?

VC-Kapital in der frühen Phase

Seed- und Early-Stage-Venture-Capital kommt in verschiedenen Phasen der Unternehmensgründung zum Einsatz. Investieren Beteiligungsgesellschaften in ein StartUp, das sich noch in der Seed-Phase befindet, so unterstützen sie mit ihrem Kapital meist die Technologie- und Produktentwicklung des Unternehmens. In der so genannten Early-Stage-Phase hingegen ist das Produkt bereits fertig und erste Kunden sind vorhanden. Venture-Capital dient hier gezielt dem Aufbau der Organisation und der Kundengewinnung.

Deutschland: wenig (VC-)Kapital für Gründer

Seit 2003 investieren deutsche Venture-Capital-Investoren immer seltener in ein StartUp, das noch in der Seed-Phase steckt. Das macht es für Gründerteams schwierig, an Kapital zu gelangen. Deshalb initiierte die Bundesregierung den High-Tech Gründerfonds, den ich bereits im ersten Beitrag der Kolumne näher beleuchtete. In der Early Stage-Phase hingegen ist es kein Problem, eine geeignete Beteiligungsgesellschaft zu finden. Bekannte Investoren sind hierbei unter anderem EarlyBird, Target Partners und der paneuropäische Investor Wellington Partners. Zudem können auch kleinere Venture-Capital-Investoren wie etwa Neuhaus Partners oder Baytech für Jungunternehmer interessant sein.

Ablauf einer StartUp-Finanzierung

Es steht fest: Die Unternehmensidee wird in die Tat umgesetzt. Für den Anfang braucht der Gründer meist eigenes Kapital. Da eine Menge Ausgaben auf ihn zukommen, sollte er zusätzlich einen geeigneten Business-Angel finden. Er hilft dem StartUp nicht nur finanziell, sondern auch mit seinem Knowhow. Was ein Gründer bei der Auswahl eines Business-Angels beachten sollte, war Thema der vorhergehenden Kolumne. Für weiteres Kapital bietet sich dann die Unterstützung durch Early-Stage-Venture-Capital-Investoren an. In einer ersten Finanzierungsrunde beteiligen sich diese in der Regel mit einem Kapital in Höhe von ein bis drei Millionen Euro.

Die Suche nach Venture-Capital

Eine gute Vorauswahl der möglichen Venture-Capital-Partner ist wichtig. Hierbei kann der Business-Angel mit seinen Erfahrungen helfen. Ein Gründer sollte die ausgewählten Beteiligungsgesellschaften zunächst nicht alle auf einmal anschreiben. Schickt er seinen Businessplan nur einigen Wenigen, so kann er aus deren Feedback lernen. Wichtig ist hierbei auch die Gestaltung des Businessplans, bei der wiederum der Business-Angel unterstützen kann. Das Dokument muss in sich schlüssig sein und die wichtigsten Merkmale des StartUps knapp und übersichtlich darstellen. Sowohl Marktpotential als auch Kundennutzen und zukünftiges Alleinstellungsmerkmal des Jungunternehmens müssen die Investoren überzeugen. Ein weiterer Pluspunkt ist, wenn das StartUp bereits ein vollständig besetztes Management mit klaren Zielen vorweisen kann.

Fazit: Die Idee bestimmt über die Finanzierungsform

Sowohl Gründerfonds und Business-Angels als auch Seed- und Early-Stage-Venture-Capital-Investoren sind gute Möglichkeiten, um an Kapital für das eigene StartUp zu gelangen. Welche Finanzierungsform im einzelnen Fall sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab. Ich bin mir sicher, dass jeder Gründer mit einer guten Geschäftsidee auch eine geeignete Kapitalquelle findet.

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Bildmaterial: imelenchon
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