Öffentliche Förderprogramme für StartUps
Kaum ein StartUp schwimmt im Geld – schon gar nicht in diesen Zeiten. Öffentliche Fördermittel können helfen, Vorhaben in Angriff zu nehmen, die man sich ansonsten finanziell kaum leisten könnte. Allerdings muss man erst einmal die passenden Programme finden. Damit das weniger Zeit kostet, hat sich Team Europe Ventures mit über 30 Förderprogrammen auseinander gesetzt, die für StartUps geeignet sind und teilt die Ergebnisse mit den Gründerszene-Lesern über die folgende Präsentation:
Für jeden ist etwas dabei
Für junge Gründer, die ihren Lebensunterhalt während der Gründungsphase gesichert wissen wollen, eignen sich zum Beispiel das EXIST-Gründerstipendium, das Gründerstipendium der BHT oder der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Attraktive Personalkostenzuschüsse bieten etwa der Eingliederungszuschuss der Agentur für Arbeit oder das Programm Innovationsassistent der Investitionsbank Berlin. Mit kostenlosen Beratungsangeboten oder Zuschüssen zu Beratungskosten sollen Gründer und kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zudem motiviert werden, sich von Experten begleiten zu lassen.
Es gibt eininge Mammut-Programme für umfangreiche Investitions- und Innovationsprojekte (zum Beispiel ProFIT, ZIM oder GA-Mittel), bei denen die Antragstellung mit sehr viel Arbeit verbunden ist, im Erfolgsfall aber hohe Förderbeträge winken. Bei einigen vergleichsweise kleinen Programmen hingegen ist die Beantragung schnell erledigt. Dennoch sind die Fördersätze attraktiv, beispielsweise bei der SIGNO KMU-Patentaktion oder dem Messeprogramm junge innovative Unternehmen. Auch Eigen- und Fremdkapital sind erreichbar: Hier sind insbesondere die Investitionsbank Berlin und die KfW Mittelstandsbank aktiv.
Falls schon jemand mit dem ein oder anderen Förderprogramm Bekanntschaft gemacht hat: Gründerszene freut sich, wenn ihr hier eure Erfahrungen teilt – einfach einen Kommentar schreiben.
Disclaimer
Die Inhalte wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Die Lektüre kann eine Auseinandersetzung mit den jeweiligen Förderrichtlinien und weiteren gesetzlichen Bestimmungen sowie eine individuelle Beratung nicht ersetzen.
Über den Autor:
Fabian Stein ist diplomierter Wirtschaftswissenschaftler der Universität Witten/Herdecke. Während seines Studium war er zudem an der University of Western Australia in Perth und der Tongji University in Shanghai. Er hat Praktika u.a. bei Haniel und der Boston Consulting Group absolviert und ist zurzeit Project Manager bei Team Europe Ventures in Berlin.
In einem seiner Projekte hat er sich intensiv mit der deutschen Fördermittellandschaft, speziell im Berliner Raum, auseinandergesetzt und führt dies auch bei seinem aktuellen Projekt weiter fort.

Sehr schöne Zusammenfassung der Fördermöglichkeiten. Danke Fabian!
Ich frage mich wie viele Gründer diese Programme wirklich in Anspruch nehmen und ob geförderte Startups eine höhere Erfolgsrate haben als nicht geförderte?!
sehr gut recherchierte und strukturierte Bestandsaufnahme – da merkt man die gute alte Wittener Schule! ;)
Überrascht bin ich von der schieren Menge vorhandener Förderungs-Möglichkeiten: welches Bundesland bzw. welche Kommune ist denn hier Deiner Einschätzung nach am innovativsten und bietet Gründern die spannendesten Möglichkeiten, Fabian?
Fabian, jetzt auch nochmal digitale Glückwünsche! Klasse Präsentation! Ich glaube sie wird einigen Startups helfen.
@Jens: Danke!
Wie viele Gründer nehmen die Programme in Anspruch?
Zahlen kann ich dir dazu leider nicht liefern. Ich habe aber häufig gehört, dass die Ablehnung von Förderanträgen selten auf knappe Mittel zurück zu führen ist – im Gegenteil: Die Fördertöpfe scheinen bei vielen Programmen recht voll zu sein, woraus man schließen könnte, dass Gründer da eher noch sehr zurückhaltend sind. Sicherlich gibt es aber Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen – einige sind auch einfach nicht bekannt genug.
Ob geförderte Startups erfolgreicher sind?
Das kann ich nicht allgemein beantworten. Bestimmt gibt’s schon Studien dazu und falls nicht, wäre das mal ein gutes Thema für eine Diplom- oder Masterarbeit. Das ist ja eher die volkswirtschaftliche Perspektive, mit der ich mich jedoch nicht beschäftigt habe. Eine Förderung durch die großen Programme kann man m.E. jedoch teilweise als Indikator für die Erfolgsaussichten eines Startups nehmen, da die Unternehmen vor der Förderzusage sehr genau beleuchtet werden. Die Projektträger wollen ihre Mittel ja nicht in sinkende Schiffe investieren.
@Moritz: Danke!
Da Team Europe Ventures vorwiegend in Berlin gründet, habe ich mich auf Berlin konzentriert und kann insofern keinen “Award” für die besten Fördermittel an ein bestimmtes Bundesland vergeben. Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Fördersätze häufig von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage des Bundeslandes abhängen. Insofern ist Berlin schon recht interessant, in vielen Fällen bekommt man in anderen Ländern jedoch noch bessere Konditionen. Ein Blick nach Brandenburg lohnt besonders, aber auch nach Sachsen und bestimmt auch in die anderen ostdeutschen Länder und ins Ruhrgebiet. In Hamburg gibt es mit dem Hamburger Existenzgründungs Programm eine Förderung, die dem BHT-Gründerstipendium recht ähnlich ist. Als Anlaufstellen taugen jeweils sicher die Pendants zur Investitionsbank Berlin, also die Förderbanken der Länder, sowie die IHK.
Letztlich sollte das aber nur in besonderen Fällen der ausschlaggebende Grund für die Standortwahl sein, denn meistens gibt es ja noch viele wichtigere Faktoren.
@Kolja: Danke!
Die für die Allgemeinheit interessantesten Infos sind wohl ab den Slides 13 bzw. 18 zu entnehmen ;)
Endlich ein Beitrag, der das Thema Subventionsbetrug mindestens einmal anspricht.
Viele Gründer unterschätzen m.E. nach die formellen Anforderungen sowie die nachgelagerten Pflichten aus der Inanspruchnahme öffentlicher Mittel deutlich. Das geht dann in Folge häufig im ungünstigsten Augenblick schief, sehr gern in Kombination mit der laxen Handhabung einer Insolvenz.
[...] Öffentliche Förderprogramme für Start-ups Kaum ein Start-up schwimmt im Geld – schon gar nicht in diesen Zeiten. Öffentliche Fördermittel können helfen, Vorhaben in Angriff zu nehmen, die man sich ansonsten finanziell kaum leisten könnte. Allerdings muss man erst einmal die passenden Programme finden. Damit das weniger Zeit kostet, hat sich Team Europe Ventures mit über 30 Förderprogrammen auseinander gesetzt, die für Start-ups geeignet sind. Gründerszene [...]
Hallo liebe Leute ,
dieses ganze Wissen hier bringt mir persönlich nicht viel ,…da ich das nicht habe und auch gar nicht weiß wie ich meine vielen Geschäftsideen unterbringen soll.
Ich habe ” eine ” meiner Geschäftsideen zum Beispiel von 3 verschiedenen Unternehmensberatern prüfen lassen . Alle sind von dem Erfolg überzeugt , nutzt mir aber wenig wenn die Finanzierung fehlt !
Ich bin in einer Selbständigkeit die nicht läuft , ( viel zu viel Konkurrenz ) , bekomme mein Geld von der ARGE und das Jahr in dem ich Hilfe bekam ( 173,50 Euro monatlich ) ist auch schon vorbei , das war ohnehin der Witz !
An wen wende ich mich um die Neue Geschäftsidee bei der 50.000 Euro investiert werden müssen in Gang zu bringen ??? Wer kann mir ernsthaft weiterhelfen und wie beginnen die ersten Schritte ?
Mfg. Meinstein
kompliment an den autor – ist echt ein sehr guter überblick, das erspart so manchem gründer tage- und wochenlange rechercheaktionen.
am wichtigsten ist es bei den meisten fördermitteln m.E., sich vorher im detail sehr genau die bedingungen anzusehen, da es oft am ende des antrags nach wochenlanger arbeit noch an details scheitern kann die man vorher nicht so genau auf dem schirm hatte.
zur ga-zulage kann ich noch ergänzen, dass es diese nicht nur in berlin sondern auch in anderen ostdeutschen bundesländern gibt (mit bis zu 50% nicht rückzahlbarer zulage zu förderfähigen investitionen), da das ziel in erster linie strukturförderung wirtschaftsschwacher standorte ist. auch für web-unternehmer interessant: nicht intern erstellte immatierelle vermögensgegenstände sind aktivierbar und somit auch förderfähig. einziges manko: antragsfrist beachten. wie fabian schon sagt, antragstellung muss einige wochen vor investitionsbeginn erfolgen, sonst klappt es leider nicht!
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