VC, Venture-Capital, StartUp, Private-Equity

Ob ein neues eBay, SAP oder Facebook – ein Gründer, der eine spannende und einzigartige Idee hat, sollte sich an einen Venture-Capital-Investor wenden. Wichtig ist dabei die richtige Vorgehensweise. Olaf Jacobi, Partner beim Münchner Venture-Capital-Investor Target Partners (www.targetpartners.de), gibt in seiner Gründerszene-Kolumne Tipps, wie StartUps an Venture-Capital gelangen.

Der Gründer oder Jungunternehmer will sein StartUp mit Venture-Capital finanzieren. Damit dies gelingt, sind folgende Punkte wichtig:

  • Wie sollte ein Bewerber für Venture-Capital seine Geschäftsidee bei den Investoren präsentieren?
  • Was sollte er dabei vermeiden?
  • Wie finden sich Gründer und Venture-Capitalisten?

Der erste Kontakt: Der Gründer schickt dem Investor einen Businessplan und eine knappe Zusammenfassung, den Executive-Summary. Nun soll er seine Idee live vor den Venture-Capitalisten präsentieren. Was gilt es dabei zu beachten?

Gute Wachstumschancen des StartUps zeigen

Zwischen Banken und Venture-Capitalisten gibt es einen Unterschied: Die Bank will wissen, ob sie ihr Geld zurückbekommt. Venture-Capitalisten dagegen interessieren sich für das Potential des Unternehmens: Wie groß kann es werden? Wie sehen die Wachstumschancen aus? Diesen Punkt sollte der Gründer in seiner Präsentation klar herausarbeiten und in den Vordergrund seiner Präsentation stellen. Skizziert er zum Beispiel ein Unternehmen, das in der Lage ist, den Umsatz und die Kundenanzahl kontinuierlich und nachhaltig zu steigern, wird er damit bei den Investoren auf großes Interesse stoßen.

Die Trümpfe für den Erfolg

Begeisterung, Erfolgswille und klare Argumente rund um das einzusetzende Kapital sind die Erfolgsfaktoren für das Gespräch: Der Bewerber für Venture-Capital sollte vom Potential seiner Geschäftsidee felsenfest überzeugt sein – und es die Zuhörer auch spüren lassen. Denn nur wer von seiner Idee begeistert ist, kann auch Andere begeistern. Der Gründer sollte seinen zukünftigen Partnern vermitteln, dass seine Idee neu, anders und erfolgreich sein wird. Was kann das eigene Produkt, was das der Mitbewerber nicht kann? Technische Details sind dabei eher langweilig. Interessant ist vielmehr die Frage, welches Problem damit gelöst wird und was der Nutzen für die Kunden ist. Schafft der Gründer mit seiner Idee ein wesentliches Problem aus der Welt, ist ihm die Aufmerksamkeit der Investoren sicher. Dabei sollte er genau erklären, für was er das Kapital benötigt: Etwa um das Produkt fertig zu entwickeln? Oder für die Markteinführung? Der Gründer sollte den Venture-Capitalisten zeigen, dass er jeden Schritt genau überlegt und geplant hat.

Die Faustregel

Bei der Präsentation muss das Gründerteam die Investoren vom Erfolg der eigenen Geschäftsidee überzeugen. Dafür sollte es Potential und Fantasie zeigen, aber die Aussagen gleichzeitig immer mit harten Fakten untermauern. Die Investoren achten darauf, ob der Gründer Chancen und Risiken seiner Geschäftsidee richtig einschätzt, ob er den Markt kennt und ob er seine Ziele klar definieren kann. Je ausgereifter die Idee ist und je konkreter Unternehmen, Team, Technologie oder Produkt, Markt und Wettbewerb dargestellt werden, desto einfacher ist die Diskussion mit den potentiellen Investoren.

In der nächsten Kolumne erläutert Olaf Jacobi, was die größten Fehler bei der Präsentation von Ideen sind.

Bildmaterial: Anitapatterson
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Kolumne: Wie kommen StartUps an Venture-Capital? Sein StartUp richtig präsentieren, 5.0 out of 5 based on 1 rating
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