Employer-Branding im Startup

Employer-Branding lässt sich auch bei kleinem Marketing-Budget leicht realisieren und in den Marketingmix integrieren. Für Startups, die langfristig qualifizierte Mitarbeiter rekrutieren und ihr Wachstum auf sichere Beine stellen wollen, empfiehlt sich ein aktives Employer-Branding schon direkt nach dem erfolgreichen Start!

Szenario auf dem Kandidatenmarkt

Nach erfolgreicher Gründung und positiver Geschäftsentwicklung stehen im Startup die Zeichen auf Wachstum! Jetzt gilt es, das steigende Auftragsvolumen mit den richtigen Mitarbeitern zu bedienen. Doch gerade zu Beginn bringen Stellenanzeigen in Onlinebörsen häufig noch nicht die passende Anzahl und Qualität an Bewerbungen.

Denn: Auch die Konkurrenz schaltet hier fleißig Annoncen, so dass ein Bewerber oft schon bei der Eingabe seiner Suchkriterien von einer Flut an passenden Angeboten erschlagen wird. Kleinere Unternehmen, die zudem noch neu im Markt sind, laufen dabei Gefahr, durch das Raster des Kandidaten zu fallen! Um dies zu vermeiden, ist Employer-Branding ein wichtiges, strategisches Thema für Startups mit Wachstumsplänen.

Strategische Bedeutung von Employer-Branding im Marketing-Mix

Employer-Branding lässt sich vereinfacht definieren als die Marke, die ein Unternehmen als Arbeitgeber geprägt hat – also Assoziationen und Emotionen, die ein Kandidat mit diesem Unternehmen verbindet und die sein Interesse an einer Mitarbeit in höchstem Maße beeinflussen. Das Ziel von Employer-Branding besteht nun darin, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber nachhaltig zu stärken und damit die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Kandidatenmarkt zu erhöhen.

Langfristig soll auf diesem Weg die Anzahl und Qualität der eingehenden Bewerbungen positiv beeinflusst und das Wachstum des Unternehmens durch qualifizierte und geeignete Mitarbeiter sicher gestellt werden.

Die Herausbildung der “Arbeitgeber-Marke”: Authentizität ist alles!

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Wie bei allen Marketingaktivitäten steht hier die zentrale Frage im Raum, welche Werte und Inhalte die Marke eigentlich prägen sollen und vor allem, wie diese transportiert werden können, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Zunächst sollte daher herausgearbeitet werden, was es eigentlich genau ausmacht, für das Unternehmen zu arbeiten. Wichtig ist hierbei Authentizität – und damit vor allem auch Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Der Schuh darf sicher eine halbe Nummer größer sein, doch Vorsicht vor überzogener Darstellung! Relevant ist am Ende des Tages die Außenwahrnehmung.

Employer-Branding darf und sollte Erwartungen wecken – doch sollten sich diese dann auch unbedingt beim Kennenlernen des Unternehmens bestätigen. Fakt ist: Der Ruf als Arbeitgeber wird in erheblichem Maße durch die Wahrnehmung von Bewerbern beeinflusst, die nach einem Vorstellungsgespräch ihren persönlichen Eindruck weiter kommunizieren, häufig sogar öffentlich im Internet!

Kommunikation der Marke über die Webseite

Der Bereich der Mitarbeitersuche wird auf den meisten Websites von Startups leider nur stiefmütterlich behandelt. Häufig finden sich hier Unterpunkte wie “Karriere”, “Jobs” oder “Stellenangebote” – versehen mit der kaum individuellen Aussage, dass das Unternehmen zur Verstärkung seines dynamischen Teams folgende Positionen zu besetzen hat (…). Die Webseite sollte aber spätestens zu Beginn der angestrebten Wachstumsphase um eine professionelle Karriereseite erweitert werden!

Denn: Hat es die Anzeige in einer Onlinebörse über die erste Hürde geschafft und ein Kandidat schaut sich die Webseite des Unternehmens an, erfährt er zwar jede Menge darüber, was ein potenzieller Kunde wissen sollte. Das, was ihn aber als potenzieller Mitarbeiter eigentlich interessieren würde, nämlich die Innensicht des Unternehmens, erfährt er nicht! Welche Atmosphäre erwartet ihn, welche Entwicklungsmöglichkeiten hat er und welche Arbeitgeberleistungen werden eigentlich geboten?

Die Webseite und speziell der Bereich “Karriere” kann so zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor im Talent-Wettbewerb werden! Ziel muss es sein, bei einem potenziellen Kandidaten auf Anhieb den Wunsch zur Mitarbeit zu wecken und zur Bewerbung zu animieren. Um dies zu erreichen, darf sich die Karriereseite ruhig vom Gesamtauftritt – insbesondere bei sehr sachlich gestalteten Seiten – optisch und sprachlich unterscheiden. Das wiederum ist zum Beispiel durch eine “Landing Page” kostengünstig realisierbar.

Nutzung von Social-Media

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Ergänzend zur Webseite eignet sich natürlich auch der Einsatz von Social-Media zur Darstellung als Arbeitgeber und ist zudem besonders kostengünstig. Sofern zu Marketingzwecken ohnehin schon Profile genutzt werden, können diese durch persönlichere Gestaltung und attraktive Beiträge unter anderem zum Thema “Wir als Arbeitgeber” ergänzt werden.

Beiträge mit hoher fachlicher Kompetenz, aktuelle Neuigkeiten oder auch Gewinnspiele können zusätzlich für eine rasche Verbreitung der Inhalte und eine hohe Zahl an Lesern sorgen. Jeder Leser ist möglicherweise eines Tages selbst ein gesuchter Kandidat oder empfiehlt das Unternehmen einem Kandidaten in seinem persönlichen Netzwerk weiter…

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Employer-Branding eine wichtige Säule zum strategisch ausgerichteten Wachstum eines jeden Startups ist! Je früher man damit beginnt, desto besser!

 

In eigener Sache: Am 12. Juni 2012 gibt es zum Thema “Employer-Branding und wie ich exzellente Mitarbeiter ins Team holeein Gründerszene-Seminar.

Bild: delater  / pixelio.de
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