HR, i-potentials, Recruiting, Personalsuche, Social Recruiting, Talentsuche

Das veränderte Bewerberprofil und -verhalten von jungen Talenten – gepaart mit dem berüchtigten Fachkräftemangel, der zunehmenden Internationalisierung und Technologisierung – hat weitreichende Folgen für den gesamten Personal-Prozess – im Großunternehmen aber auch im Startup: Es wird immer sichtbarer, dass HR zur strategisch wichtigen Kernfunktion werden muss – und das möglichst schnell. Pünktlich zum neuen Jahr geht Gründerszene HR-Ressortleiterin Constanze Buchheim daher mit einem Relaunch des HR-Ressorts an den Start, um den aktuellen Veränderungen Rechnung zu tragen und Startups sowie Personalverantwortliche mit relevanten News, Artikeln und Gastautorenbeiträgen über die künftigen Entwicklungen und Herausforderungen im HR-Bereich zu informieren.

BEWERBERMARKT

In unserer Bewerbermarkt-Rubrik werden wir ab Januar 2012 regelmäßig über aktuelle und zukünftige Trends der Bewerberlandschaft berichten. Was sind die Marktgeschehnisse, die dominierenden Entwicklungen, welche neuen Studien gibt es zur Startup-Szene? Wo sind die größten Recruiting-Bedarfe und welche Entwicklungen gibt es dazu im (Aus)Bildungsmarkt? Wie wird die Arbeitsorganisation der Zukunft aussehen und welche Implikationen ergeben sich daraus für Unternehmer?

Hierzu sprechen wir sowohl mit Gründern und Investoren, als auch mit Zukunfts- und Trendforschern. Zusätzlich soll das Profil typischer Startup-Bewerber näher skizziert werden. Was sind ihre Erwartungen und Ziele – und was müssen ihnen junge Unternehmen im Umkehrschluss auf jeden Fall bieten? Hintergrund: Der selbstbewussten Generation Y können Startups eigentlich nur recht sein – können sie doch mit eben jenen Faktoren punkten, die der „neue Bewerber“ unbedingt sucht: steile Lernkurven, flache Hierarchien, Flexibilität und Verantwortung.

RECRUITING

Die exakte Definition der eigenen Zielgruppe wird immer entscheidender: Startups müssen klar definieren, welche fachlichen Qualifikationen sie brauchen; genauso wichtig sind allerdings Rollenerwartungen an neue Mitarbeiter und die Definition der Werte, die ein Bewerber teilen sollte. Auf dieser Grundlage beleuchten wir die Suche und das Screening geeigneter Startup-Bewerber: Sollten junge Unternehmen nach Studienabsolventen Ausschau halten oder auch Azubis einstellen, vielleicht sogar selbst ausbilden? Sind Quereinsteiger die besseren Bewerber, Allround-Talente oder doch fachliche Spitzenkräfte?

Unsere „Recruiting“-Rubrik wird sich vor allem auch mit den relevanten Hot-Spot-Recruiting-Plätzen für Startups auseinandersetzen: ein umfassender Überblick über Unis und FHs mit Entrepreneurship-Ausbildungen, neue Akademien und die bislang recht unübersichtliche Gründerberaterszene soll künftig eine bessere Orientierung ermöglichen, wo Startups welche Bewerber und Kooperationspartner am besten ansprechen können. Dabei werden wir uns auch mit dem richtigen Recruiting-Prozess und geeigneten Tools auseinandersetzen. Und last but not least wird es auch um kreative Recruiting-Strategien und -kanäle der Zukunft gehen: Social Media, Guerilla Marketing und Crowd Sourcing als Chance zu begreifen – das wird in Zukunft gerade auch für Unternehmen mit kleinerem Recruiting-Budget die große Herausforderung.

ATTENTION & RETENTION

Dass das Stichwort „Employer Branding“ in den letzten Monaten eine nahezu revolutionäre Inflation erfahren hat, hat seine Gründe. Denn: inzwischen hat die klassische Stellenanzeige beziehungsweise der ‚alte Weg zu Rekrutieren’ fast schon ausgedient – zumindest für Startups. Nicht der Bewerber bewirbt sich beim Unternehmen, sondern das Unternehmen beim Bewerber. Fakt ist: der Personaler der Zukunft muss aktiv Akquise betreiben und sein Unternehmen bestmöglich pitchen können – vor allem wenn es darum geht, sich erfolgreich gegen Großkonzerne und die internationale Konkurrenz durchsetzen. Das eigene Profil muss bestmöglich geschärft und eine attraktive Arbeitgebermarke aufgebaut werden. Dass Personaler damit auch immer mehr Marketing & Sales-Funktionen übernehmen, liegt auf der Hand. Damit das aber funktioniert und überhaupt eine Arbeitgebermarke aufgebaut werden kann, muss der Schwerpunkt auf der Entwicklung einer gesunden und motivierenden Unternehmenskultur liegen – gerade auch um erfolgreich gewonnene Mitarbeiter langfristig zu binden. Wie schaffe ich es, mein Team im Unternehmen zu halten und fähige Köpfe nach Austritt aus dem Startup in Alumni-Netzwerken zu organisieren? Themen wie Motivation und Incentives, Work – Life Integration, Aufbau von Talent-Pools und Ehemaligen-Netzwerken werden in dieser Rubrik in Zukunft von Bloggern, Gastautoren und Journalisten diskutiert.

ADMINISTRATIVES HR-MANAGEMENT & LEGAL

„Administratives HR-Management“ soll sehr pragmatische und direkt umsetzbare Hilfestellungen für Startups bieten: in dieser Rubrik wird es die beliebten Checklisten geben! Führende HR-Manager geben Anleitungen in den Bereichen Lohnabrechnung, Bewerbermanagement-Systeme, Arbeitsverträge, Zeugnisse und Empfehlungsschreiben und klären arbeitsrechtliche sowie juristische Fragestellungen. Sollte es gerade auch in dem Bereich konkrete inhaltliche Wünsche geben, meldet euch gern.

PERSONAL- UND UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Ein grundlegendes Neuverständnis von Führung ist längst überfällig! Bekannt ist, dass dass es für Gründer beziehungsweise neugegründete Unternehmen wichtig ist, eine eigene Vision zu entwickeln und wirklich zu leben. Denn: hier spielt der Vorbildcharakter eine wichtige Rolle. Wenn es mir gelingt, Mitarbeiter mit meiner Vision zu begeistern, fällt es in der Regel weitaus leichter, Talente anzuziehen, ihre Motivation zu erhalten und sie langfristig ans Unternehmen zu binden. Das große Problem aber – gerade bei Gründern: Über Visionen und die eigenen Werte machen sich die Gründer in der Startup-Phase zu selten explizit Gedanken. Genau diese Grundlage ist es aber, die wichtig für Führungsstil, Management und damit auch für die Zielerreichung ist Daher werden wir uns auch explizit diesem Thema widmen und uns in
der Rubrik ‚Führung’ mit Themen wie Unternehmensvision und Unternehmenskultur, Onboarding, Performance-Management-Systemen und Führungstools beschäftigen, die ausgerichtet sind auf die Herausforderungen, die mit dem Wandel der Arbeitswelt im Digitalen Zeitalter auf uns zukommen. Neu sind hierbei vor allem die Anforderungen, die an Führung in Zukunft gestellt werden, weshalb wir insbesondere auch darauf eingehen werden.

2012 verspricht also ein spannendes Jahr zu werden!

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