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Hat es ein Internet-Startup endlich geschafft, sich eine Gruppe guter Entwickler zusammenzustellen, beginnt eine der spannendsten Phasen: Denn jetzt geht es darum, aus individuellen Persönlichkeiten ein eingeschweißtes Team zu bilden. Besonders schwierig wird das, wenn ein Lead-Developer oder CTO, der die Lage besser beurteilen könnte, erst noch gefunden werden muss. Hinzu kommt: Viele Gründer haben eigentlich gar keine Ahnung, was ein Softwareentwickler den ganzen Tag lang überhaupt so macht…

1. Verständnis für Ziele und Meilensteine wecken

Jeder IT-ler kennt das Klischeebild des grimmigen Chefs, der mit der Peitsche in der Hand seine Entwickler antreibt, und leider ist die Realität manchmal nicht allzu weit davon entfernt. Doch auf anderen Wegen lässt sich weit mehr erreichen als durch direkten Druck. Vor allem sollte bei den Programmierern Verständnis für die Ziele und Meilensteile des Unternehmens geweckt werden. Denn: Wird es wirklich mal eng, ist die Entwicklungsabteilung der wichtigste Verbündete um Wege zu finden, die vereinbarten Ziele doch noch zu erreichen.

2. Gemeinsam Lösungsansätze identifizieren

Die wichtigste Voraussetzung für ein produktives Arbeitsklima ist es, von Anfang an mit den Entwicklern gemeinsam über Lösungen zu sprechen. Im Optimalfall werden besonders kritische Anwendungspunkte – noch bevor sie an Investoren kommuniziert werden – gemeinsam identifiziert. Ein positiver Nebeneffekt: Die Motivation der Entwickler wird gestärkt, denn Eigenverantwortung fördert die Identifikation mit dem Unternehmen und den Willen, das, was zusammen beschlossen wurde, auch in der vereinbarten Zeit umzusetzen.

Dabei sollte sichergestellt werden, dass niemand im Team auftretende Probleme verspätet kommuniziert. So wird vermieden, dass große Mengen Zeit auf einen bestimmten Lösungsansatz verwendet werden, während man mit einem Alternativvorschlag alles schnell wieder in die richtige Bahn lenken könnte.

3. Konstruktiver Austausch und Vertrauen in Sachverständnis zeigen

In der Softwareentwicklung – gerade, wenn es darum geht, den Bedürfnissen eines Internet-Startups gerecht zu werden – müssen gleich zu Beginn die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Niemand im Unternehmen profitiert davon, wenn Entwickler diese Entscheidungen völlig alleine treffen – ohne Austausch mit jenen Personen, die letztendlich die Verantwortung für den Erfolg tragen. Genauso müssen aber auch Gründer, die selbst nicht so tief in der Technik stecken, loslassen können und dem Sachverständnis der Entwickler vertrauen.

Bloß darauf zu pochen, dass etwas schnell umgesetzt werden muss, hilft niemandem weiter – vor allem dann nicht, wenn die Entwickler Probleme identifiziert haben, die nicht so leicht zu lösen sind. Sollten allerdings Zweifel an der Kompetenz der IT-Abteilung entstehen, ist es höchste Zeit, sich von außen Rat zu holen. Generell ist kritisches Mitdenken von Entwicklern ein wesentlich besseres Zeichen, als wenn sie nur vor dem Computer sitzen und einfach drauf los programmieren!

4. Gemeinsame Leitbilder zur Team-Stärkung

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Die nächste Herausforderung ist es, das Team als solches zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern zu verbessern. Ein Weg dabei ist das Entwickeln gemeinsamer Leitbilder und ein gutes Maß an “Wir sitzen alle in einem Boot”. Während Konkurrenzdenken häufig blockiert, können Entwickler, die an einem Strang ziehen, voneinander lernen und ihre unterschiedlichen Kompetenzen optimal einsetzen.

5. Großzügige Deadlines und offene Kommunikation

Zu viel Druck hemmt. Entwickler brauchen Zeit, um sich auszutauschen und weiterzuentwickeln. Wer immer nur eine bedrohliche Deadline vor Augen hat, wird zum Einzelkämpfer – in der Softwareentwicklung ein Problem, das häufig das gesamte Projekt gefährdet. Gleichzeitig ist es vor allem für unerfahrene Teammitglieder wichtig, in einer Atmosphäre zu arbeiten, in der sie ihre Schwächen offen kommunizieren können – ohne Angst, dass ihre eigene Position dadurch gefährdet wird.

Fazit

Sind Entwickler in ein Umfeld von kompetenten Unterstützern eingebunden, ist es erstaunlich, wie schnell sie Fortschritte machen. Um sie als motivierte Mitarbeiter zu gewinnen, sollte vor allem ihre Identifikation mit dem Unternehmen und dem Produkt erleichtert werden.

Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de
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