Monitoring, Issue-Tracking, Social-Media, Social-Media-Monitoring, Social-Media-Marketing,

Social-Media-Monitoring und damit verbunden auch das Issue-Tracking gehören zusammen. Irgendwie. Dabei ist es quasi egal, ob es sich um ein seit Jahren am Markt befindliches Unternehmen handelt oder um ein Startup. Vor Jahren noch war es undenkbar, für Social-Media-Monitoring Geld auszugeben – man googelte sich selbst, man nutzte vielleicht das ein oder andere Tool. Aber heute?

Vorreiter USA

Die USA machen es (mal wieder) vor: Dort ist Monitoring nicht mehr wegzudenken und immer mehr in Deutschland ansässige Unternehmen tun es auch: Schauen, wie sich das Social-Web zur eigenen Marke, zum Produkt oder eben zum Unternehmen selbst äußert.

Und immer mehr Startups verwenden Social-Media-Monitoring eben auch im HR-Bereich. Dabei versteht man unter Social-Media-Monitoring das Messen der Aktivitäten in Social-Networks, Blogs, Foren, Communities etcetera zur Marke oder zum Unternehmen. Damit einhergehend umfasst das Issue-Tracking das Erkennen von negativen Kommentaren/Beiträgen, damit ein Unternehmen sehr schnell (quasi in Echtzeit) reagieren kann.

Monitoring bei Startups im HR-Bereich?

Seien wir ehrlich: Wenn ein Startup-Unternehmen mit Potenzial los legt, ist Monitoring sicherlich von der Priorisierung her irgendwo zwischen „Filterkaffee oder Maschine?“ und „Obstkorb einmal die Woche oder Frühstück mit dem Team?“ angesiedelt. Doch es ist fatal zu glauben, die Social-Media-Landschaft würde ähnlich verschlafen denken, und es würde Monate dauern, bis das eigene Unternehmen dann doch in der Social-Media-Welt angekommen ist.

Nehmen wir Berliner Startups als Beispiel. Und Ashton Kutcher. Der investierte nun Anfang 2012 bereits in ein drittes Unternehmen in Berlin, weil er an den langfristigen Erfolg glaubt. Diese Nachricht verbreitete sich in den Newsportalen weltweit, in der Social-Media-Landschaft und im Print. Und auch was im Print gedruckt wird, verlagert sich häufig ins Social-Web.

Das High-End Monitoring in x-fachen Sprachen und endlos erscheinender Themenvielfalt ist zum Start sicherlich nicht unbedingt nötig. Das Budget hierfür sollte entweder fest eingeplant oder durch das Unternehmen erwirtschaftet sein. Dann aber kann das Monitoring der ideale Begleiter auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft sein! Auch unter dem HR-Blickwinkel ist ein anständiges Monitoring-Dashboard ein idealer Helfer, passendes Personal zu finden. Eben weil vielleicht aufgrund von Investments viel gesprochen wird. Oder eben weil Startups durch geschicktes Marketing bereits vor dem Start in aller (sozialer) Munde sind.

Mehrwert Monitoring

Anzeige
Ein gut aufgesetztes Monitoring-Tool kann einen deutlichen Mehrwert bieten. Schon zum Start des Unternehmens, aber auch langfristig. Einige Beispiele: Durch das Know-how, in welchen Social-Networks, Communities, Foren oder Blogs die möglichen neuen Kollegen unterwegs sind, ist es leichter, Leads zu generieren (unter Leads sind zum Beispiel Bestellabschlüsse in Shops, Newsletter-Registrierungen oder erfolgte Downloads zu verstehen).

Leads wären in diesem Sinne Personal. Durch VHS-Kurse wird Aal-Rainer vom Fischmarkt ganz schnell Social-Media-Manager. Aber sind das die Personas, die ein Startup braucht? Wäre es nicht besser, Menschen zu finden, die Social-Media leben und sich bereits ein passendes Standing im Social-Web verschafft haben? Monitoring hilft, diese Leute ausfindig zu machen, sogenannte Influencer. Und je nach Ausrichtung des Monitoring ist es dadurch auch möglich, jene Blogs, Foren, Communities oder Networks zu finden, in denen die meisten High-Potentials stecken.

„Shitstorm“ oder: Das Issue-Tracking

Was ist, wenn die Internetgemeinde anfängt, das Unternehmen zu hassen? Aus welchen Gründen auch immer? Es wäre fatal, wenn negative Stimmung erst dann im Unternehmen ankommt, wenn es bereits zu spät ist (wie zum Beispiel 2011 beim Pril-Design-Projekt auf Facebook geschehen). Monitoring-Tools arbeiten in erster Linie mit Abstracts, also relevanten Auszügen aus Beiträgen aus dem Social-Web. Anhand bestimmter Keywords oder generell bei negativer Tonalität können sich Unternehmen vom Dienstleister automatisiert benachrichtigen lassen (E-Mail, SMS, Telefon).

Auch Real-time-Alerts sind möglich (das Unternehmen wird hier ebenfalls praktisch in Echtzeit auf bestimmte Postings hingewiesen, wenn diese als kritisch eingestuft werden). Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, lässt sich bei sehr stark negativen Postings auch am Wochenende vom Dienstleister seiner Wahl manuell darüber informieren.

Speziell auf HR gemünzt, kann man das Issue-Tracking auf negatives Wording rund um das Startup als Arbeitgeber ausrichten. Warnt jemand vor Bewerbungen? Zerreißt jemand das eigentlich doch supertolle Karriere-Portal? Macht sich jemand über Stellenausschreibungen lustig? All das wäre für die HR-Abteilung ein Issue, das identifiziert und bearbeitet werden müsste…

Welches Monitoring-Tool ist geeignet?

Anzeige
Die kostenlosen Tools wie zum Beispiel Hootsuite reichen nur für kleinere Unternehmen aus, die keine 100-prozentige Treffergenauigkeit benötigen. International überzeugende Monitoring-Tools bieten hingegen Monitoring in über 70 Sprachen mit automatischer Erkennung der Tonalität – also ob ein Beitrag positiv, neutral oder negativ einzustufen ist – ebenso einen integrierten ROI-Calculator, der aufgrund der eigenen Messwerte beinahe eigenständig arbeitet. Heißt: Wer wirklich leistungsstark monitoren will, muss leider Geld in die Hand nehmen.

Ob Startup oder bestehendes Unternehmen: 2012 wird es für den Erfolg im Social-Web erst recht wichtig sein, auf ein gutes Monitoring-Dashboard zu setzen. Und Erfolg für die HR-Abteilung könnte man folgendermaßen definieren: Durch den Einsatz von Monitoring jenes Personal zu finden, das von der persönlichen Seite und vom Know-how her am ehesten zur Firmenkultur passt und Potenzial hat, etwas Großes zu erreichen. Mitarbeiter-Screening durch Monitoring – das war bereits Thema. 2012 wird es noch größer werden!

Bild: Alexander Klaus  / pixelio.de