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Bei der Online-Mitarbeitersuche müssen viele kleine Unternehmen im nächsten Jahr besonders effektiv arbeiten. Es melden mittlerweile auch die seriösesten Medien: Der Aufschwung kommt – wenn er nicht schon da ist. Während des letzten Wirtschaftsbooms 2006/2007 war permanent von einem Fachkräftemangel zu lesen. Vor allem die IT-Branche traf es hart. Rund 50.000 Stellen waren nach Einschätzung des eco-Verbands der deutschen Internet-Wirtschaft zum damaligen Zeitpunkt unbesetzt.

Die Situation hat sich seit damals nicht merklich verbessert. Im Gegenteil: Viele Betriebe haben in der Krise an Aus- und Weiterbildung gespart. Zahlreiche Stellen wurden gestrichen, weil Aufträge wegbrachen. Ein Problem ersetzte somit ein anderes: Erst hatte es zu wenige Fachkräfte gegeben, dann zu viele.

Zieht die Konjunktur im nächsten Jahr noch stärker an, wird die Suche nach qualifiziertem bzw. hochqualifiziertem Personal für viele Unternehmen wieder extrem schwierig. Das gilt insbesondere für kleine Firmen, die ohne eigene Personalabteilung auskommen müssen und aus finanziellen Gründen auch keine externen Headhunter engagieren können.

Auf Gründerszene wurde wiederholt die Personalsuche im Internet behandelt. Online erreicht man in kurzer Zeit eine große Anzahl von Menschen innerhalb der jeweiligen Zielgruppe. Viel läuft heute schon über Xing, Twitter und Co. Doch die Effektivität der sozialen Netzwerke bei der Personalsuche lässt häufig noch zu wünschen übrig.

Ein weiteres Problem der Online-Rekrutierung von Mitarbeitern ist der hohe Zeitaufwand. Zunächst muss man jene Stellen-Portale ausfindig machen, die für den jeweiligen Job relevant sind. Dann wollen all diese Websites mit der Anzeige gefüttert werden. Meist sind unterschiedliche Registrierungs- und Zahlungsmodalitäten zu erledigen. Diesen ganzen Prozess von der ersten bis zu letzten Stellenbörse zu absolvieren, verlangt eine große Ausdauer.

Wer auf allen populären Jobportalen inserieren möchte, zahlt darüber hinaus eine beachtliche Menge Geld. „Nur“ mit kostenlosen Anbietern dagegen erreicht man womöglich nicht genügend Leser. Die genannten Gründe führen dazu, dass die Web-Aktivitäten vieler StartUps bei der Personalsuche, trotz aller Affinität zum Medium, noch ausbaufähig sind.

Was sollten StartUps bei der Online-Suche nach geeignetem Personal beachten?

  1. Nehmen Sie sich Zeit für die Formulierung und optische Gestaltung einer Stellenanzeige. Auch die Online-Zielgruppe ist anspruchsvoller geworden. Bedenken Sie, dass nicht nur der Bewerber attraktiv für Ihr Unternehmen sein muss, sondern auch umgekehrt.
  2. Stellen Sie die Vorzüge eines kleinen Teams heraus (viel Eigenverantwortung, Überblick über alle Bereiche, flache Hierarchien etc.). Das sind Eigenschaften, die die Internet-Gemeinde immer noch überdurchschnittlich oft zu schätzen weiß.
  3. Planen Sie ein kleines Budget für die Online-Suche nach neuen Mitarbeitern ein. Wer kostenpflichtige Angebote nutzt, hat noch größere Erfolgschancen.
  4. Wählen Sie bei den Jobbörsen sorgfältig eine Mischung aus Portalen für Ihre Region und Ihre Branche, kombiniert mit den großen Anbietern und sozialen Netzwerken. Bei letzteren sollten Sie entsprechend der zu besetzenden Stelle vorgehen. Mit Xing und Twitter liegen Sie selten komplett falsch, effektiver sind aber (wenn vorhanden) zum jeweiligen Job passende Communities.
  5. Schicken Sie eine E-Mail mit der Stellenanzeige an Ihren privaten Verteiler. Vielleicht machen Sie auf diese Weise eine(n) Bekannte(n) glücklich…
  6. Für Berliner StartUps gilt: Sichern Sie sich die öffentlichen Förderungen von Berlin Partners, die auch die Schaltung von Online-Anzeigen unterstützen.

Über den Autor:

florian-behn_klein2Florian Behn ist Geschäftsführer von 1000Jobboersen. Das Portal möchte Transparenz auf dem Jobbörsenmarkt schaffen und die Mitarbeitersuche vereinfachen. Unter www.1000jobboersen.de werden dem Personalsuchenden aus sämtlichen deutschen Jobbörsen die jeweils zur Stelle passenden Jobportale vorgeschlagen. Nach dem Prinzip „Mit einem Klick auf allen Richtigen“ wird eine Stellenanzeige nur einmal eingestellt und dann auf allen zuvor ausgewählten Jobbörsen veröffentlicht. Dadurch gelangt jedes Jobangebot schneller und gezielter zu den richtigen Kandidaten. Neben der so gewonnenen Zeit sparen Unternehmen durch Paketschaltungen auch bis zu 30 Prozent der Anzeigenkosten.

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