Proaktive Kommunikation

Um in der heutigen Berufswelt erfolgreich zu bestehen, bedarf es längst nicht nur an Fachwissen. Eine proaktive Kommunikation ist gefragt, welche sich durch einen vorausschauenden und geplanten Aktionismus auszeichnet. Im Artikel werden fünf wichtige Gründe aufgezeigt, weshalb sich proaktives Kommunizieren im Job lohnt.

Viele Berufstätige verhalten sich zu passiv

Im Berufsleben wird eine zielgerichtete, kundenorientierte und politisch einwandfreie Kommunikation erwartet. Die meisten Menschen erlernen sie nicht durch Kommunikationsmodelle, sondern eignen sie sich mit der Zeit durch Versuch und Irrtum (Trial and Error) an. Es wird sich an Vorbildern orientiert und es werden Schlussfolgerungen aus eigenen Erfahrungen gezogen. Doch häufig werden diesbezüglich viele Fehler begangen.

Viele Berufstätige verhalten sich zu passiv bei der Arbeit, was negative Auswirkungen auf ihre persönliche Karriere und den Erfolg des Unternehmens haben kann. Vorgesetzte sind daher glücklich, wenn ihre Mitarbeiter eine proaktive Kommunikation zeigen.

Was proaktive Kommunikation ausmacht

Die proaktive Kommunikation geht über aktive Verständigung weit hinaus. Es ist eine Eigenschaft, welche für Führungskräfte und Unternehmer unersetzlich ist. Der Begriff kann mit einer inneren Einstellung gleichgesetzt werden, welche sich durch Initiative, vorausschauende Verhaltensweisen sowie einem durchdachten Aktionismus auszeichnet. Damit steht die Proaktivität im Kontrast zur Passivität und zum Reaktionismus. Wer die proaktive Einstellung im Job einsetzt, kann auch langfristig in der Berufswelt erfolgreich überleben. Dafür gibt es fünf wichtige Motive.

1. Enthusiasmus steckt an und überzeugt

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Neue Ideen sollten mit Motivation und Enthusiasmus den anderen Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden präsentiert werden. Sie werden von der Begeisterung und dem Einsatz angesteckt, sodass das geplante Vorhaben mit einer größeren Wahrscheinlichkeit offene Ohren vorfindet. Ohne eine proaktive Kommunikation kann der Gegenüber nicht verstehen, warum insbesondere diese Arbeit eine besondere Beachtung verdient hat. Nur wer mit hinreichender Eigenmotivation seine Ziele und Ideen verfolgt, kann auch andere davon begeistern.

2. Netzwerke sind gefragt

Eine Isolierung im Berufsleben ist wenig hilfreich. Netzwerke in der Arbeitswelt sind mindestens ebenso entscheidend wie eine hinreichende Fachkompetenz. Ein selbstständiges Arbeiten bedeutet nicht, dass alleine gearbeitet wird. Die Durchführung eines Projekts bezieht immer andere Personen mit ein. Immerhin wird die Qualität und Güte der getätigten Arbeitsleistung meist von einer dritten Partei bewertet. Dies ist der Grund, warum auch bei einer eigenständigen Arbeitsweise eine proaktive Kommunikation stetig erfolgen sollte.

3. Freude an dem Job

Wer eine negative Einstellung zu seinem Job besitzt, behindert sich selber bei einer erfolgreichen und produktiven Arbeitsleistung. Jeder besitzt gewisse Eigenschaften und Fähigkeiten, warum er gerade diese eine Tätigkeit ausführt oder dringend nach einer neuen Anstellung sucht. Jeder Berufstätige sollte sich daher selber seine persönlichen Ziele und Herausforderungen setzen. Eigenmotivation ist gefragt, um im Job immer besser zu werden.

Durch eine strukturierte Planung gestaltet sich der Berufsalltag leichter, stressfreier und dadurch angenehmer. Engagement und Eigeninitiative drücken sich auch durch eine proaktive Kommunikation aus. Es ist der Beweis für eine hochwertige Qualitätsarbeit. Bei der Arbeit sollte nicht gehetzt und nicht getrödelt werden, da nur so eine hinreichende Freude am Job dauerhaft bestehen kann. Der Spaß am Arbeitsplatz wiederum garantiert eine gute Arbeitsleistung, die jeder Berufstätige sich selbst, seinem Vorgesetzten und dem Kunden schuldet.

4. Proaktive Kommunikation erhöht persönliche Attraktivität in der Berufswelt

Immer wieder wird in den Wirtschaftsnachrichten von Servicewüsten gesprochen und die Anforderungsprofile an Bewerbern strotzen nur so vor umfangreichen Hard-Skills sowie Ausbildungsnachweisen. Eine willkommene Abwechslung und Ergänzung zu diesen trockenen Fakten sind persönliche und soziale Kompetenzen. Selbst einige Arbeitgeber fragen in ihren Bewerbungsgesprächen inzwischen gezielt nach Soft-Skills.

Die Bedeutung dieser Fähigkeiten wird weiterhin zunehmen. Erlernt und praktiziert werden können sie durch eine proaktive Kommunikation. Dadurch wird ein bedeutender Vorteil im Bereich der Kundenorientierung erreicht und die persönliche Attraktivität für den Arbeitsmarkt erhöht.

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Die berufliche Befähigung bemisst sich längst nicht mehr nur an der Abschlussnote im Studium oder unzähligen jobbezogenen Fortbildungen. Viel wichtiger als das faktische Wissen ist häufig die Persönlichkeit im Job. Selbstverständlich ist es für Arbeitgeber schwer, Soft-Skills wie Kundenorientierung und Teamfähigkeit bei Bewerbern zu entdecken. Doch gerade durch die Motivation und die individuellen Fähigkeiten kann sich effektiv von anderen Mitbewerbern unterschieden werden. Daher ist es hilfreich, in einem Vorstellungsgespräch subtil auf die eigene proaktive Kommunikationskompetenz hinzuweisen.

5. Proaktive Kommunikation als wichtiger Bestandteil für ein gutes Arbeitsklima

Selbstverständlich kann es keine Zusammenarbeit ohne Kommunikation geben. Und ohne eine proaktive Verständigung kann kein gutes Arbeitsklima entstehen. Die meisten Menschen wollen sich in ihrem Job mit den Kollegen, Kunden und Vorgesetzten wohlfühlen und jeder der Akteure kann das Arbeitsklima beeinflussen.

Wie gut die Stimmung bei der Arbeit ist, kann an einer gewissen Vorfreude gemessen werden, welche morgens vor Arbeitsantritt empfunden oder nicht empfunden wird. Eine proaktive Kommunikation erreicht, dass der Einzelne mit seinen Kollegen effizienter und produktiver zusammenarbeiten kann. Durch sie entstehen kollektive Verhaltensweisen und eine effektive Unternehmenskultur.

Mit proaktiver Kommunikation Ziele erreichen

Einer der bekanntesten Sätze aus der Kommunikationsforschung ist sicherlich “Man kann nicht nicht kommunizieren”. Er stammt von dem weltberühmten Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick und sagt aus, dass Menschen stetig verbal und nonverbal kommunizieren. Doch es sollte sich nicht irgendwie verständigt werden, sondern eine Kommunikation sollte zielgerichtet und vorausschauend verlaufen.

Nur mithilfe einer intentionalen und bewussten Kommunikation kann der Fluss an Informationen mit der notwendigen Geschwindigkeit, Präzision und Absicht an sein gewünschtes Ziel gebracht werden. Dies wiederum stellt sicher, dass die persönlichen Vorhaben erreicht werden. Proaktive Kommunikation kreiert somit einen effektiven Mehrwert für die Kollegen, die Vorgesetzten, das gesamte Unternehmen sowie für die eigene Person und die individuellen Karriereambitionen. Selbstverständlich kann sie auch erfolgreich auf das Privatleben übertragen werden.

Bild: Bredehorn.J  / pixelio.de
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