In den Medien ist immer wieder die Rede von der „Generation Praktikum“ und dass junge Akademiker von den Unternehmen förmlich ausgenutzt werden. Dabei muss man aber zwischen Praktika während des Studiums und nach dem Studium unterscheiden.

Im Studium haben Praktika eine wichtige Orientierungsfunktion und sie eröffnen die Möglichkeit schon frühzeitig Kontakte zu knüpfen. Zudem kommt es immer auf die Rahmenbedingungen an. Es ist entscheidend, wo man die Praktika ableistet, welchen Sinn das Praktikum ergeben soll, was für Aufgaben und Tätigkeiten man übernimmt und was man in dem Praktikum lernen kann. Viele Studenten und Absolventen streben Praktika lieber in großen und renommierten Unternehmen an, um im Lebenslauf einen bekannten Arbeitgeber stehen zu haben. Dabei kann ein Praktikum in einem StartUp deutlich wertvoller sein und viele Chancen eröffnen.

Praktika in der StartUp-Szene

Insbesondere für Studenten und Absolventen, die den Plan verfolgen, sich selbständig zu machen, bietet sich ein Praktikum in einem neugegründeten Unternehmen an. Nirgendwo kann man mehr über Unternehmensgründung lernen, als in einem StartUp, wo ein Praktikant häufig direkt mit dem Gründer zusammenarbeitet. Als Praktikant in einem Großkonzern lernt man in der Regel nur eine Abteilung kennen, nicht aber die ganze Firma.

Praktikum in einem StartUp für angehende Gründer optimal

Ein Praktikum in einem StartUp kann die Basis für die eigene Gründung eines Unternehmens sein. Hier kann ein Praktikant sehen und erfahren, wie ein StartUp funktioniert und mit welchen Problemen es zu kämpfen hat. Häufig ist das Team noch recht klein, sodass der Geschäftsführer eng mit den Mitarbeitern zusammen arbeitet, und den Praktikanten auch wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben überträgt. So sind die Praktikanten voll integriert und können sehr viel lernen. Dadurch kann ein Praktikant wertvolle Erfahrungen sammeln und sich Tipps und Tricks abgucken.

StartUps brauchen Praktikanten

StartUps haben oft jede Menge guter Ideen, jedoch sind nicht immer große finanzielle Mittel vorhanden. Praktikanten erhalten zwar naturgemäß ein geringeres Gehalt als Festangestellte oder freie Mitarbeiter, doch wenn die Mischung aus produktiver Arbeit und hohem Lernfaktor stimmt, dann ziehen sowohl der Praktikant als auch das StartUp einen deutlichen Nutzen aus dem Arbeitsverhältnis.

Potentielle Praktikanten sollten sich allerdings bewusst sein, dass ein typischer „9-to-5“-Job in einem StartUp eher unüblich ist.  Oft geht die wöchentliche Arbeitszeit weit über eine Vierzig-Stunden-Woche hinaus.

StartUp-Praktikum als Networking-Chance

Viele StartUps haben Kontakt zu anderen StartUps oder zu anderen Business-Netzwerken. Hier kann ein engagierter Praktikant viel Knowhow mitnehmen. Networking ist gerade für Berufseinsteiger ein entscheidender Karrierefaktor, denn „Vitamin B“ kann viele Karrierechancen eröffnen. Networking ist dabei auf Dauer immer ein Geben und Nehmen. Ohne Pflege sind Kontakte schnell vergessen und werfen keinen Nutzen ab. Die Aufrechterhaltung von guten Kontakten ist daher genauso wichtig wie deren Aufbau.

Übrigens: Jeder, der interessiert an einem Praktikum in einem StartUp ist, kann seine Bewerbung an jobs@i-potentials.de schicken. Das Team von i-potentials – eine auf Internetunternehmen und StartUps spezialisierte Personalagentur und gleichzeitig HR-Partner von Gründerszene-Investor Team Europe Ventures – prüft dann einen möglichen Einsatz in einem der 80 Kundenportfolio-Unternehmen und stellt den Kontakt zu den Gründern bzw. HR-Verantwortlichen her.

Über den Autor:

Michael Kerzel arbeitet in der Redaktion der Jobbörse Absolventa (www.absolventa.de) und schreibt dort für den Karriereblog und den Karriereguide. Dazu verfasst er regelmäßig Artikel für das Trainee-Geflüster.

Dafür beschäftigt er sich täglich mit Themen rund um den Berufseinstieg von Absolventen.

Bildmaterial: Cohdra
GD Star Rating
loading...
StartUp-Praktikum – Ein erster Schritt zur Selbständigkeit, 5.0 out of 5 based on 1 rating
Alle Bilder in diesem Artikel unterliegen der Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung-Keine Bearbeitung, CC BY-ND; Link zum rechtsverbindlichen Lizenzvertrag). Ausgenommen sind anders gekennzeichnete Bilder unter anderem von Panthermedia, Fotolia, Pixelio, Morguefile sowie Pressefotos oder verlagseigenes Bildmaterial.