Social-Media, Recruiting, Employer-Branding

Immer noch fragen sich viele Personaler (vorrangig) konservativer Unternehmen, wie es zu der heutigen Entwicklung im Bereich Neue Medien kommt. Platt formuliert: Warum Social-Media für das Personalmarketing einsetzen?

Veränderter Medienkonsum

In den letzen Jahren ließ sich beobachten, dass der Medienkonsum sich zusehends von den klassischen Medien ins Internet verlagert hat. Mit den neuen technischen Möglichkeiten geht ein verändertes Kommunikationsverhalten einher. Studien belegen, dass nicht nur wenige Internet-Süchtige für den sogenannten User-Generated-Content verantwortlich sind, sondern dass dich Social-Media und die Partizipation im Netz zu einem Massenphänomen ausbreitet. Bei den 20- bis 29-Jährigen ist die Nutzung von Social-Media am weitesten verbreitet. Also genau in der Gruppe der Entscheider von morgen.

Eine wichtige Erkenntnis der sich Unternehmen bewusst sein müssen: Im Netz wird (fast) alles kommentiert und diskutiert – egal, ob positiv oder negativ. Jeder wird also zum Sender, Meinungen und Inhalte gelangen ungefiltert ins Netz. Daher müssen Unternehmen die veränderten Bedingungen ernst nehmen und ihnen adäquat begegnen. Auch und gerade in den HR-Abteilungen.

Auswirkungen auf das Employer-Branding

Nicht nur in der klassischen Marketingwelt führt das veränderte Konsumenten- und Medienkonsumverhalten zu einem Wandel der Strategien. Der Strategiewechsel gilt für Employer-Brands. Personalmarketing, das auf klassische Methoden setzt, erreicht die Kandidaten nicht mehr. Heute besteht großer Bedarf für einen persönlicheren Einblick in das Unternehmen als ihn Stellenanzeigen in Print- oder Onlinemedien, ja sogar als ihn manche Karrierewebsites vermitteln können. Die Kandidaten erwarten (zu Recht) mehr. Das veränderte Medien- und Kommunikationsverhalten, insbesondere die Möglichkeiten der direkten Kommunikation in den Social-Networks, hat Auswirkungen auf die Bewerberansprache.

Die Kandidaten wünschen sich den direkten Draht zum Unternehmen. Sie möchten erfahren wie das Unternehmen von innen aussieht, die Menschen kennenlernen, die hinter dem Unternehmen stehen, die möglichen Kollegen also.

Ein gutes Beispiel für eine gelungene Karrierewebsite, die diesen Ansprüchen genügt, ist die Karriere-Seite von Bertelsmann. Denn hier sind Videos und Social-Media-Links gut integriert. Bewerber können über die direkte Verlinkung Fotos bei Flickr anschauen, Videos bei YouTube und über Xing oder LinkedIn direkt Kontakt mit den HR-Verantwortlichen von Bertelsmann aufnehmen.

Unternehmen setzen zusehends auf Social-Media

Mehr und mehr Unternehmen fangen nun auch an über Karrierethemen zu twittern und über diesen Kanal zu kommunizieren. Auch Karriere-Facebook-Fanpages liegen voll im Trend. Mit diesen Entwicklungen im Social-Media-Bereich geht die Notwendigkeit der Überarbeitung vieler Karrierewebsites einher, in die nun die Links zu den Sozialen Netzwerken integriert werden müssen.

Um HR-relevante Social-Media-Links mehrer Unternehmen gesammelt abrufen zu können, eignen sich Employer-Branding-Portale. Hier können Unternehmen sämtliche Links zu Ihren Social-Media-Auftritten gebündelt darstellen, klassische Profildaten, wie Unternehmens- und Arbeitgeberportrait, präsentieren. Und dies mit redaktionellen Inhalten wie Interviews kombinieren. Das erste Portal dieser Art im deutschsprachigen Raum ist das von uns ins Leben gerufene Employer-Branding-Portal Karriereweg.

karriereweg

Karriereweg ist ein Employer-Branding-Portal, das die Wünsche der Bewerber und die Darstellungsmöglichkeiten der Unternehmen auf einer Plattform vereint. Die Besucher erhalten einen sehr persönlichen und authentischen Einblick in die Arbeitswelt der Unternehmen. Arbeitgebern bietet das Portal die Möglichkeit, ihre Employer-Brand und ihre Aktivitäten im Bereich Employer-PR sehr individuell zu präsentieren.

Wir haben Karriereweg als ein Produkt an den Start gebracht, das unsere Erfahrungen aus den Bereichen HR und Social-Media vereinen soll. Wir werden bei Gründerszene auch weiterhin berichten, wie sich unsere Eindrücke in diesem Bereich gestalten. Alle Leser von Gründerszene sind bis dahin herzlich eingeladen, auch ihre Erfahrungen im Bereich Employer-Branding via Kommentar zu teilen. Trifft Karriereweg den Nerv der aktuellen Employer-Branding-Entwicklung? Werden die Ansprüche zukünftiger Mitarbeiter hier ebenso erfüllt, wie die von den teilnehmenden Unternehmen?

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