Konstantin Guericke, Linkedin, Business-Netzwerk

Wenn er spricht hört man schon einen leichten US-Akzent und auch so hat er sich das freundlich zustimmende „Uh-huh“ eines Amerikaners angewöhnt, der begeistert nickt, wenn er seinem Gegenüber beim Philosophieren über Businessmodelle zuhört. Konstantin Guericke ist einer der wenigen Deutschen, die es im Silicon Valley zu durchschlagendem Erfolg gebracht haben. Zusammen mit seinem Stanford-Kommilitonen Reid Hoffmann gründete er das weltweit von 50 Millionen Menschen genutzte Businessnetzwerk LinkedIn.

Konstantin Guericke zu LinkedIn und seiner deutschen Konkurrenz

Wenn man mit Konstantin Guericke spricht, spürt man, dass er seine Materie sehr genau kennt und sieht die Detailverliebtheit in jeder seiner Ausführungen. Für Xing-gewohnte Deutsche wirkt das zum Teil stark auf Headhunter ausgerichtete LinkedIn oft schwerfällig und voller Hürden, doch nach einem Gespräch mit seinem Gründer ist einem der Mechanismus hinter jedem der Inhalte  plötzlich völlig klar.

Durchaus konservativ geht man hier an das Thema Businessnetworking heran und Konstantin Guericke betont auch stets, dass Networking von „work“ herrührt und nicht etwa mit dem Visitenkartenschleudern auf Konferenzen verwechselt werden sollte. Wer es ernst mit seinen Verbindungen meint, ist auf LinkedIn gut aufgehoben. Wer nur Kontakte sammeln will, bekommt viele Hürden in den Weg gelegt.

Gerüchte um eine Xing-Übernahme?

Und offenbar hat das Konzept Erfolg: Im Gespräch meint Konstantin Guericke, dass seine Plattform umgerechnet um ein Xing in drei Monaten wächst. Doch sagt er dies nicht etwa abfällig, sondern illustrativ. Damit liefert er auch eines der KO-Kriterien für den Xing-Kauf, um den sich in letzter Zeit fleißig Gerüchte rankten: LinkedIn wächst selbst zu effektiv und verfolgt dabei einen sehr eigenen, spezifischen Ansatz.

Konstantin Guericke ist ein Mensch, der so wirkt, als habe er jedes Detail seines Businesses durchdacht, jede Eventualität vorhergesehen und basierend auf seinen Annahmen eine Strategie definiert, die er und sein Unternehmen nun konsequent verfolgen. Im Gründerszene-Interview beschreibt er daher die Strategie von LinkedIn für Europa und den deutschen Markt und was er für die Erfolgsfaktoren eines Businessnetzwerks hält. Nach Ausführungen zum Monetarisierungsansatz von LinkedIn und der damit verbundenen Businessphilosophie schließt er mit der Rolle von Facebook, Twitter und der Netzwerkfunktionalität überhaupt.

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