Auctionata

Georg Untersalmberger (CTO), Alexander Zacke (CEO), Jan Thiel (COO) (v.l.n.r.)

Die eigene Geschäftsidee vor potenziellen Geldgebern und anderen Interessierten zu pitchen, ist eine der Fertigkeiten, die jeder Gründer beherrschen sollte. Und da ein Fahrstuhl ein reichlich ungeeigneter Ort dafür ist, haben junge Startups im Format „Frischlingsfragen“ die Möglichkeit, sich und ihr Geschäftsmodell kurz und präzise vorzustellen: Gründerszene stellt zehn Fragen, und dieses Mal antwortet Auctionata (www.auctionata.de).

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Auctionata deckt das gesamte Spektrum eines Kunst- und Auktionshauses im Internet ab, das heißt, wir kaufen und verkaufen Kunst, Antiquitäten und Sammlerstücke. Mit knapp 250 international renommierten Spezialisten nahezu aller Sammelgebiete verfügt Auctionata über das weltweit größte Expertennetzwerk. Der Auctionata Schätzservice ist kostenlos und unverbindlich. Für eine erste Schätzung muss lediglich ein Foto des Objekts in guter Qualität eingereicht werden.

Für alle verkauften Objekte gewährt Auctionata eine 25-jährige Echtheitsgarantie und kümmert sich nach dem Verkauf um Zahlungsabwicklung und Versand – weltweit. Dem von Alexander Zacke entwickelten Vertriebsmodell liegt die Nutzung aller für den Kunsthandel typischen Verkaufskanäle zugrunde. Die weltweit erste Live-Auktion mit den 100 spannendsten „Fundstücken“ findet am 7. Dezember 2012 statt.

2. Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Die Vision von Alexander Zacke war es, die Dienstleistungen eines Kunst- und Auktionshauses und somit eben auch Live-Auktionen, bei denen jeder in Echtzeit mitbieten kann, übers Internet anzubieten. Der Name kommt entsprechend von „Auktion“.

3. Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Alexander Zacke (CEO) und Georg Untersalmberger (CTO) haben Auctionata gemeinsam gegründet. Alexander, Jahrgang 1966, ist Auktionator und verfügt über langjährige Erfahrung im Internet-Kunsthandel. Er stammt aus einer Künstlerfamilie und startete seine Karriere 1985 als Experte für Asiatika am berühmten Wiener Auktionshaus Dorotheum. Danach war er als Kunstexperte und Auktionator weltweit aktiv.

1998 stieß er zu eBay, wo er nicht nur bis 2008 Powerseller, sondern auch Berater, EU-Lobbyist und Dozent an der eBay-Akademie war. Meg Whitman, CEO eBay 1998 bis 2007, der er bis heute verbunden ist, sagte über ihn und seine Frau Susanne: „No one in Europe knows auctions like the Zackes“.

Georg Untersalmberger, Jahrgang 1966, ist CTO bei Auctionata. Er war lange Jahre als selbständiger IT- und Software-Entwickler sowie als Berater tätig.

4. Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

Auctionata bietet erstmals das gesamte Spektrum eines Kunst- und Auktionshauses von der Schätzung über den An- und Verkauf bis hin zur Live-Versteigerung über das Internet an – ein Meilenstein auf dem Weg zur Eroberung des Online-Kunstmarktes, den zu erreichen sich bisher manches Unternehmen bemüht hat. Unser Rezept? Das weltweit größte Expertennetzwerk und ein einzigartiges, von CEO Alexander Zacke entwickeltes, Vertriebsmodell.

5. Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Zunächst bieten wir jedem Nutzer an, eigene Objekte kostenlos von unserem internationalen 200-köpfigen Expertennetzwerk schätzen zu lassen. Für eine erste Schätzung muss lediglich ein Foto in guter Qualität eingereicht werden. Der Verkäufer erhält ein unverbindliches Expertengutachten mit einer Preisbewertung. Stimmt der Besitzer dem Verkauf zu, wird das Objekt im Shop veröffentlicht oder geht in eine Online-Auktion. Für alle verkauften Objekte gewährt Auctionata eine Echtheitsgarantie, die 25 Jahre gültig ist. Nach dem Verkauf kümmert sich Auctionata um die Zahlungsabwicklung und den Versand – weltweit.

Dann gibt es die Live-Auktionen: Am 7. Dezember starten wir mit der weltweit ersten Internet-Live-Auktion. Ein patentiertes und von unabhängiger Seite hinsichtlich Sicherheit und Zuverlässigkeit geprüftes System ermöglicht es, dass tausende Nutzer den Auctionata Online-Auktionssaal gleichzeitig besuchen können und damit der Auktion über einen Live-Video-Stream in Echtzeit folgen. Das System ist so robust und zuverlässig entwickelt worden, dass kein bei uns eingehendes Gebot beziehungsweise kein Gebotsversuch verloren gehen.

Beim internationalen Kunst- und Antikmarkt handelt es sich um einen intransparenten, lokal geprägten und zersplitterten Markt, der inzwischen 43 Milliarden Euro erreicht hat (TEFAF, 2011).

6. Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

Wir finanzieren uns durch die An- und Verkaufsgebühren, die im Kunst- und Auktionsmarkt üblich sind. Zudem unterstützen uns renommierte Ankerinvestoren wie Holtzbrinck Ventures und E.ventures.

7. Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Derzeit sind wir weltweit gut aufgestellt und rundum glücklich. Naja, gute Mitarbeiter können wir dennoch auf allen Ebenen gebrauchen.

8. Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Meg Whitman, CEO von Ebay 1998 – 2007. Sie hat vorgemacht, dass es möglich ist, alles zu erreichen – durch nachhaltiges und konsistentes Management.

9. Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Peter Thiel als einen der Dickschiffe der US-Investoren mit deutscher Herkunft. Mit seinem unglaublichen Investment-Riecher schreibt er längst Geschichte – nicht nur in der Startup-Szene.

10. Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

In einem Jahr werden wir die 50.000er-Marke bei der Zahl unserer angebotenen Objekte geknackt haben und mit den wöchentlichen Live-Auktionen sicherlich mehr als eine Million Zuschauer weltweit erreichen.