Filip Dames - Geschäftsführer von Tamundo im Interview mit Gründerszene

Gerade einmal ein Jahr ist es alt, das Team von Tamundo (www.tamundo.de). Zum Geburtstag steht eine Menge auf dem Wunschzettel des E-Shops für Unikate und Raritäten. Der Geschäftsführer Filip Dames spricht von seinen Vorstellungen, was sein junges StartUp im nächsten Lebensjahr erwartet und führt Gründerszene im Schnelldurchlauf durch die Firmenräume.

Tamundo ist nun knapp ein Jahr alt. Wie lief es für euch?

Das erste Jahr ist sehr gut für uns gelaufen, denn wir haben unser gestecktes Ziel erreicht: Wir wollten eine Alternative im großen Dschungel der Online-Marktplätze werden. Das haben wir geschafft, auch weil wir uns eine besondere Zielgruppe ausgesucht haben. Bei uns gibt es nämlich nicht das Alltägliche, sondern ausgesuchte Stücke für Sammler und Raritätenjäger.

Wie funktioniert Tamundo denn eigentlich? Sucht ihr die Stücke aus und wenn ja, wer bewertet diese?

Grundsätzlich kann jeder – ob gewerblicher Händler oder privater Gelegenheitsverkäufer – seine Artikel bei Tamundo verkaufen. Sollte eines der Produkte allerdings nicht unserer Philosophie entsprechen oder nicht zu unserer Zielgruppe passen, löschen wir das Angebot sofort. Speicherchips oder Digitalkameras passen nicht zu unserem Angebot. Dafür ist unser Category Management Team zuständig. Das ist eine Expertengruppe, die über langjährige Berufserfahrung in den einzelnen Produktkategorien verfügen. So haben wir beispielsweise einen erfahrenen Philatelisten, der die Briefmarken begutachtet und einen Experten für Numismatik. Alle in diesem Team vereint aber die Leidenschaft fürs Sammeln von Raritäten.

Wie unterscheidet ihr euch von anderen Marktplätzen?

Wir wussten, dass viele Händler unzufrieden waren mit ihren bisherigen Erfahrungen im Online-Verkauf. Sie hatten zwar diverse Möglichkeiten, ihre Artikel anzubieten. Allerdings gingen viele mit ihren Einzelstücken durch Massenangebote wie Handyzubehör oder Ähnlichem einfach unter. Und Tamundo bietet diesen Sammlerstücken einen Platz.

Welche Ziele habt ihr euch gesetzt vor einem Jahr und welche davon habt ihr erreicht?

Die Resonanz war für uns überwältigend, gerade von der Händlerseite. Das hat uns natürlich in unserer Idee bestärkt und wir konnten unser Produkt weiterentwickeln und die Technik dahinter verbessern. Mit dem Relaunch haben wir unseren Marktplatz weiter verbessern können und komfortabler für unsere Nutzer gemacht. Für das nächste Jahr können wir unseren Fokus und finanziellen Aktivitäten mehr auf die Marketingaspekte setzen.

Was bedeutet das konkret?

Wir wollen den bereits bestehenden, engen Kontakt mit unseren Händlern und Nutzern weiter festigen. Das ist, wie uns immer wieder von diesen Seiten herangetragen wird, einer unserer größten Vorteile. Unsere Zielgruppe ist sehr genau definiert und deshalb können wir diese auch ganz gezielt ansprechen. Und zwar nicht nur über die sonst im Online-Bereich üblichen Kanäle, sondern auch an Orten wie Messen und Flohmärkten oder in Fachmagazinen. Natürlich nutzen wir auch die Möglichkeiten im Netz. Wir bauen uns beispielsweise gerade ein Affiliatenetzwerk auf, mit Foren und E-Shops, die zu unserer Zielgruppe passen.

Welche weiteren Neuerungen wird es bei Tamundo geben?

Ein großes Thema werden weiterhin Highlight-Auktionen sein, die wir im vergangenen Jahr mit diversen Oldtimern und einem alten Mercedes von Michael Schuhmacher bereits hatten. Aber auch skurrile Angebote wie die größte Weihnachtsmannsammlung der Welt gingen bei Tamundo „über den Tisch“. Solche Auktionen fördern natürlich die Bekanntheit von Tamundo und deshalb werden wir weiterhin darauf setzen. Wir haben zum Beispiel bereits die Zusage für ein Paar signierte Boxhandschuhe von Felix Sturm und einen ganz besonderen Oldtimer, der aber erst in den nächsten Wochen über uns versteigert wird.

Es hört sich fast so an, als seien Oldtimer ein besonderes Thema für euch. Stimmt das?

Tamundo ist und wird sicher in absehbarer Zeit kein Marktplatz für Automobile. Wir geben unseren Nutzern aber natürlich die Möglichkeit, Autos mit besonderem Sammlerwert bei uns anzubieten, obwohl wir wissen, dass die Konkurrenz gerade in diesem Bereich sehr groß ist. Wir versuchen unseren Platz am Markt zu finden und zu verteidigen und werden uns auch im nächsten Jahr ein Stück weit auf diesen Bereich konzentrieren.

Und wie sieht es mit dem internationalen Markt aus?

Im deutschsprachigen Ausland sind wir ja bereit vertreten. Aber es steht für das zweite Quartal 2010 der Ausbau von Tamundo auch in andere Ländern fest bei uns im Plan.

Vielen Dank für das Gespräch.

Link: Rundgang durch die Räume bei Tamundo

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