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Berlin Ventures: Fund der MyPhotobook-Gründer

Die beiden MyPhotobook-Mitgründer Jan Christoph Gras und Marek Bärlein investieren seit mehr als drei Jahren in Startups. Im Portfolio ihres Angel Funds mit dem Namen Berlin Ventures finden sich unter anderem der Klebefolienshop DesignSkins oder das Wirtschaftsmagazin Enorm. Neben MyPhotobook (www.myphotobook.de) können die beiden unter anderem auf Exits mit Clipkit und YouTailor zurückblicken. Marek Bärlein von Berlin Ventures (www.berlinventures.com) im Interview mit Gründerszene.

Hallo Marek, stelle dich und Berlin Ventures bitte kurz vor.

Berlin Ventures ist ein Angel Fund, der von Jan Christoph Gras und mir ins Leben gerufen wurde. Berlin Ventures versteht sich als “hands on” Seed- und Wachstumsfinanzierer für junge und innovative Internetunternehmen aus dem Bereichen E-Commerce, Mobile und Software.

Was befähigt euch zum Dasein als Investor?

Wir sind ein klassischer Business-Angel-Fund und glauben, dass es elementar wichtig ist, dass ein Investor selbst Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer gemacht hat, um so auch die Unternehmersicht zu kennen und besser zu verstehen.

Seid ihr ein reiner Investor oder bietet ihr auch Inkubatoren-ähnliche Strukturen? Sucht ihr Teams für Ideen oder Ideen für Teams?

Da wir ausschließlich unser eigenes Geld investieren, unterliegen wir keinen festen Strukturen, sodass wir – wenn alles passt – auch selbst Ideen von Anfang an mit aufziehen und gründen. Das wichtigste hierbei ist und bleibt aber das Team. Die Idee kann noch so gut sein, ohne ein super Team würden wir weder investieren noch “inkubieren”.

Mit wie viel Prozent seid ihr beteiligt und was erhalten Gründer dafür an Kapital?

Prozentsatz und Kapital variieren von Unternehmen zu Unternehmen, je nachdem in welcher Phase es sich befindet.

Woher kommt das Geld?

Wir sind zu 100 Prozent eigenfinanziert und das erste Geld kam aus dem Verkauf unserer ersten gemeinsamen Firma, MyPhotobook. Mittlerweile investieren wir aber auch aus den ersten Rückflüssen von bereits veräußerten Beteiligungen.

Wie unterstützt ihr eure Beteiligungen noch abseits des Monetären?

Grundsätzlich versuchen wir immer den Beteiligungen unseren kompletten Erfahrungsschatz und unser Netzwerk bereitzustellen, sowie als Sparrings-Partner für alle relevanten Bereiche bereit zu stehen. Darüber hinaus kümmern wir uns in den meisten Fällen, soweit benötigt, auch um die Anschlussfinanzierung, so dass sich die Gründer voll auf ihr operatives Geschäft konzentrieren können.

Euer Name suggeriert einen engen Bezug zu Berlin. Warum?

Wir sind beide geborene Berliner und haben alleine dadurch schon einen engen Bezug zur Hauptstadt. Vorteile wie günstige Lebenshaltungskosten, Zugriff auf Techniker, Muttersprachler in allen wichtigen Sprachen für die Internationalisierung als auch ein enges Geflecht aus Investoren und kreativen Gründern sind für uns eine ideale Basis, um aus Berlin heraus zu agieren.

Beim Blick auf euer Portfolio fällt auf, dass ihr klar auf Trends – etwa Fashion, Customization oder Foto-Apps – setzt. Sucht ihr also eher nach bereits funktionierendenden Geschäftsmodellen und weniger nach dem Next Big Thing?

Durch unsere Erfahrungen mit MyPhotobook war es uns am Anfang wichtig, dass wir erst einmal den Fokus auf Investitionen legen, bei denen wir die Erfolgsfaktoren und die KPIs perfekt einschätzen können. Nach und nach haben wir uns aber auch für andere Bereiche geöffnet, so dass wir neben E-Commerce und Mass Customization nun auch verstärkt in andere Bereiche investieren. Nichtsdestotrotz waren wir bei den meisten unserer Beteiligungen Pioniere in dem jeweiligen Segment, auch wenn es mittlerweile in den meisten Bereichen viel Konkurrenz gibt.

Next Big Thing bedeutet für jeden etwas anderes, aber wir glauben, dass die eine oder andere Beteiligung aus unserem Portfolio für uns das Next Big Thing sein wird, auch wenn es nicht ein Google oder Facebook wird.

Investoren leiden unter chronischem Zeitmangel. Wie kann man euch am besten kontaktieren? Wie das eigene Business am besten pitchen?

Einfach auf unsere Webseite gehen und uns per E-Mail kontaktieren oder auf einem der einschlägigen Events einfach ansprechen. Dabei ist es immer hilfreich, wenn man schon ein Pitch Deck oder einen Businessplan hat, so dass wir uns vorab schon eine erste Meinung zu dem jeweiligen Thema machen können.

Was woll ihr in einem Jahr erreicht haben?

Einfach gesprochen, soll sich der Wert unseres Portfolis in einem Jahr weiter erhöht haben, denn dann haben sowohl wir bei der Auswahl der Ideen und Teams als auch unsere Beteiligungen einen guten Job gemacht.

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