Business Punk, Business-Lifestyle-Magazin, Gruner & Jahr Wirtschaftsmedien, G+J

Es ist ein lautes Magazin und eines das Unternehmertum einmal mit einer anderen Brille betrachtet: Der eines Lifestyle-Autors. “Business Punk” ist eine der neuesten Veröffentlichungen aus dem Hause Gruner + Jahr, ein Wirtschaftsmagazin, das Unternehmertum nicht unter dem Gesichtspunkt bloßer Zahlen betrachtet, sondern vielmehr ganzheitlich herangeht und einen starken Fokus auf die Lebensstil-Komponente der Menschen hinter dem Firmentitel wirft.

Das Schöne für Internet-Unternehmer: Business Punk geht sehr modern an seine Themenwahl heran und fokussiert sich auch auf Internet- und Mobile-Themen. So war in Ausgabe Nummer eins etwa von den ImmobilienScout24-Gründern Arndt Kwiatkowski und Joachim Schoss zu lesen, das Cover von Ausgabe zwei zierte Foursquare-Gründer Dennis Crowley. Für die aktuelle Ausgabe haben die Macher die Internet-Legende Morten Lund in Kopenhagen besucht und Silicon-Valley-Managerin Sukhinder Singh Cassidy getroffen.

Inhaltlich nähert sich Business Punk verschiedenen Wirtschaftsthemen sehr emotional und mit der menschlichen Komponente im Mittelpunkt. Es geht um die Menschen hinter dem Job, was sie antreibt und was sie motiviert. Grund genug, dass Gründerszene auch bei Business Punk einmal hinter die Kulissen schaut und Redaktionsleiter Nikolaus Roettger zu einem Interview bittet. Die aktuelle Ausgabe Business Punk kann an ausgewählten Kiosks gekauft oder auf www.business-punk.com direkt bestellt werden.

Nikolaus Roettger, Business Punk, Business-Lifestyle-Magazin, Gruner & Jahr Wirtschaftsmedien, G+JStell Dich doch kurz mal vor: Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Nikolaus Roettger und ich arbeite bei den Gruner & Jahr Wirtschaftsmedien als Koordinator für die „Out of Office“-Seiten der „Financial Times Deutschland“ und als Redaktionsleiter von „Business Punk“, unserem neuen Business-Lifestyle-Magazin.

Was genau hat es mit “Business Punk” auf sich?

Business Punk ist ein Magazin für alle, die etwas bewegen und Erfolg haben wollen. Für die ein Job mehr ist als ein Job, weil sie bereit sind, sich auch mal für ein Projekt richtig reinzuknien. Und die trotzdem in ihrer Freizeit spannendes und abgefahrenes Zeug machen oder mit ihren Freunden feiern gehen wollen. Auch mal an einem Montagabend – und im Notfall sind sie eben ein paar Stunden später wieder im Büro. Wie die Typen in unserem Heft: Mit Internet-Unternehmer Morten Lund haben wir fast 24 Stunden verbracht, waren abends mit ihm und seinen Kumpels aus – und als wir uns am nächsten Tag um elf Uhr wieder sahen, hatte Lund schon mehrere Stunden gearbeitet. Wohingegen Patrick Liotard-Vogt, ein junger Schweizer Unternehmer, der gerade die Lizenz für die Kreditkarte Diners Club gekauft hat, leicht verspätet zum Interview kam. Was dann aber durchaus verständlich war: Er war am Abend vorher auf einer Party gewesen und sah entsprechend müde aus. Für die Titelgeschichte haben wir Top-Popmanager Mark Ronson getroffen, der ein Genie in Teamwork, Motivation und Networking ist. Er hat als Produzent unter anderem Amy Winehouse groß gemacht. Bei unserem Treffen war er auch etwas erschöpft: Er legte sich mitten im Gespräch auf den Boden und sprach dann in dieser Position weiter.

Wie kam es zur Entstehung von “Business Punk”?

Wir haben mit dem Konzept an einem Ideenwettbewerb bei Gruner & Jahr teilgenommen und den dritten Platz gemacht. Die Gruner & Jahr Wirtschaftsmedien haben sich dann entschieden, das Heft einfach mal auszuprobieren. Dann kam im Herbst vergangenen Jahres die erste Ausgabe, die zweite erschien im April, jetzt ist die Dritte am Kiosk.

Was ist das Ziel von “Business Punk”?

Wir glauben, dass es viele Leute gibt, die Bock auf ihren Job oder ihr Unternehmen haben, das sie vielleicht sogar selbst gegründet haben. Die Geschichten aus dem täglichen Business-Wahnsinn lesen und etwas über coole Unternehmer sowie gute Geschäftsideen wissen wollen. Leute, die Inspiration suchen. Einer unserer Leser hat auf unserer Facebook-Seite geschrieben, Business Punk sei „sophisticated entertaining“. Ein großes Lob. So soll das Heft sein. Darum sagen wir ja auch: Bei uns geht es um Wirtschaft jenseits von Umsatzzahlen und Gewinnprognosen. Wir wollen das laute, schnelle Leben zeigen, das hinter dem Business tobt. Und Typen, die in Unternehmen etwas unternehmen.

Wie ist das Feedback? Wird “Business Punk” gut angenommen?

Phänomenal. Wir merken das unter anderem an den vielen E-Mails, die wir bekommen. Und an der Facebook-Gruppe, die wir eingerichtet haben. Im April, bevor das zweite Heft erschien, hatten wir rund 200 Fans. Jetzt, Mitte Oktober, sind es mehr als 4.000. Leute, die richtig mitmachen. Das freut uns wirklich sehr. Das Feedback unserer Leser zum Heft und der Idee ist verdammt wichtig für uns.

Wie siehst Du das Verhältnis zwischen Internet-Journalismus und den eher klassischen Disziplinen?

Internetjournalismus ist super. Ich habe selbst lange fürs Netz gearbeitet. Kurz bei Yahoo Deutschland, ich habe e-politik.de gegründet, war bei sueddeutsche.de und mehrere Jahre bei jetzt.de. Ich liebe das Internet. Trotzdem glaube ich auch an den Printjournalismus. Denn am Ende gilt: Eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte. Egal, wo sie veröffentlicht wird. Spannend wird die Entwicklung sein, die mobile Lesegeräte wie das iPad mit sich bringen.

Rechnet es sich heutzutage eigentlich noch, auf Papier zu drucken oder zählst Du auch zu denjenigen, die an iPad und Co. glauben?

Heutzutage lohnt sich das Drucken auf Papier auf jeden Fall. Aber ich glaube an das iPad und ähnliche Geräte. Ob und wie schnell sie allerdings das Papier ersetzen, hängt stark davon ab, wie schnell sie sich verbreiten werden. Auf jeden Fall öffnen iPad und Co. spannende neue Perspektiven und Arbeitsweisen. Darauf kann man sich nur freuen. Als Journalist und als Leser.

Was würdest Du jungen Menschen raten, die sich für den Journalismus-Beruf gerade in Zeiten des Internets interessieren?

Machen! Man muss aber wissen, dass sich die gesamte Medienbranche gerade in einem großen Umbruch befindet. Und dass man als Unternehmensberater oder Investmentbanker sicher mehr Geld verdienen wird. Dennoch: Journalismus macht riesig Spaß. Auch wegen der Herausforderungen und Chancen, die die Veränderungen in der Medienindustrie mit sich bringen.

Nikolaus, vielen Dank für das Gespräch.

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