Der Journalismus, den Welt oder Bild online machen, ist aber dem Printjournalismus von früher noch sehr ähnlich. Oder?

Der Großteil des Internetjournalismus nutzt die kreativen Möglichkeiten bisher nicht. Wir stehen hier am Anfang. Die Potenziale sind längst nicht ausgeschöpft.

Funktionieren Bezahlinhalte wirklich? Wieso keine Kooperation mit der Huffington Post?

Wertvolle Inhalte haben ihren Preis und für den zahlen Leser gerne. Die Huffington Post widerspricht unseren Ansichten von den Urheberrechten der Autoren und den Leistungsschutzrechten der Verlage. Deswegen ist die Huffington Post das Anti-Geschäftsmodell für Journalismus. Es gibt aber etliche andere Aggregatoren, die diese Rechte schützen und die finden wir interessant.

Bei der Startup-Konferenz Hy! Berlin sind Sie zu 49 Prozent beteiligt, am 2. Juni werden Sie dort sprechen. Was werden Sie der Gründerszene sagen?

Das überlege ich mir kurz vorher. Ich glaube, wir brauchen eine derartige Vernetzungsplattform, die ganz nah an den Interessen der Gründer ist. Eine Plattform die neue Trends erspürt und diskutiert und international vernetzt. Auch unser Verlag muss so werden, wie die Unternehmen, die die Zukunft gestalten. Wir müssen so werden wie die Digitalunternehmen. Das ist ein riesiger kultureller Lernprozess. Wenn wir das schaffen, können sich beide Bereiche gegenseitig befruchten.

Wie können Gründer in den Kontakt mit Axel Springer kommen?

Media Entrepreneurs, Plug & Play, ein Anruf bei Jens Müffelmann, eine E-Mail an eine Führungskraft des Unternehmens. Ich glaube, es ist wirklich extrem einfach, mit uns in Kontakt zu kommen. Wenn jemand eine überzeugende Idee hat und das Selbstbewusstsein, kann er oder sie hier im Haus mit Sicherheit mit der Idee durchdringen.

Anzeige: Ihr wollt eine professionelle Bewerbung, mit der ihr aus der Masse herausstecht? Dann nutzt den Gründerszene Bewerbungsservice, den wir in Kooperation mit Dein-Lebenslauf.com anbieten!

Seite 4 von 4