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Besondere Interessen verbinden Menschen. Dementsprechend gibt es mittlerweile Dating-Portale, die Menschen mit bestimmten Vorlieben und Hobbies zueinander führen. Seit April 2012 gibt es Dogs-2-Love (www.dogs-2-love.com), eine Dating-Plattform für Hundeliebhaber. Der Dogs-2-Love-Gründer Jan Becker im Interview.

Wie kamst du auf die Idee, ein Dating-Portal für Hundefans zu gründen?

Mit Dating-Portalen habe ich bereits einige Erfahrungen. Das war auch einer der Gründe, warum ich dachte „Hey, das kann man doch besser machen, und zwar maßgeschneidert und mit fairen Konditionen für den User“. Daher gibt es bei uns keine Abos, keine Werbung im Portal und keine unschönen Sternchentexte. Wer Hilfe braucht, bekommt diese schnell. Wem es bei Dogs-2-Love nicht gefallen sollte, dem helfen wir bei der Abmeldung.

Datingportale für Gleichgesinnte erleben ja gerade einen Boom. Wird die Chance dadurch Mr. oder Mrs. Right zu finden wirklich einfacher?

Beim Thema Hund definitiv ja, denn Frauchen und Herrchen haben allein schon dadurch, dass sie ihr Leben mit einer Fellnase teilen, besondere Anforderungen an einen Partner. Ein Hund ist ein Familienmitglied und unterscheidet sich durch die besondere Nähe in der Beziehung zum Menschen von anderen Haustieren. Das erfordert Respekt und Einfühlungsvermögen – und wird mit viel Liebe belohnt, und das ist es ja, wonach wir alle suchen.

Die Plattform ist im April dieses Jahres online gegangen, mittlerweile zählt ihr immerhin Mitglieder im vierstelligen Bereich. Was war die größte Herausforderung beim Launch? Wie habt ihr erste Mitglieder gewonnen?

Ich muss zugeben, dass die Launchphase trotz der hohen technischen Komplexität sehr entspannt war, was nicht zuletzt an der der sorgfältigen und durchdachten Planung lag. Ich glaube daran, dass sich eine gute Planung bei Webprojekten wie diesem am Ende immer auszahlt. Daher lag meine persönliche Herausforderung auch eher darin, ruhig zu bleiben und abzuwarten, bis die einzelnen PR-Aktionen griffen.

„Die ersten 1.000 Mitglieder zu bekommen und zu halten war ein echt spannender Prozess.“

Die ersten 1.000 Mitglieder zu bekommen und zu halten war ein echt spannender Prozess, denn wir hatten uns bewusst dafür entschieden, nicht mit Fake-Accounts zu arbeiten. Verständlicherweise war die Zahl der Abmeldungen am Anfang daher recht hoch, da User, die in ihren Regionen keine weiteren Mitglieder finden konnten, ihre Profile wieder gelöscht haben. Mittlerweile haben wir Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unsere Strategie, offen und ehrlich mit den Nutzern zu kommunizieren, scheint sich somit ausgezahlt zu haben.

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Die Basis-Mitgliedschaft bei Dogs-2-Love ist frei. Finanziert ihr euch rein über den Erlös der Premium-Mitgliedschaften?

Ja, wobei die User der kostenlosen Membership-Modelle sogar die Möglichkeit haben, Nachrichten schreiben und lesen zu können, was bei anderen Dating-Portalen nicht selbstverständlich ist, denn dort wird man oft bereits nach der Registrierung dazu genötigt, ein Abo abzuschließen, um alle vorhandenen Services nutzen zu können. Dogs-2-love ist für jeden kostenlos nutzbar. Unsere Silber- und Gold-Mitglieder erhalten darüber hinaus zusätzliche attraktive Features.

Denkt ihr dennoch über Werbemöglichkeiten auf der Plattform nach?

Im Magazin und in den Social-Media-Kanälen arbeiten wir bereits mit Kooperationspartnern zusammen. Dabei achte ich aber darauf, nicht nur plump Werbung zu schalten, sondern den Usern auch hier einen Mehrwert zu bieten, denn das finde ich wesentlich spannender als „Jetzt kaufen, hier klicken“. Das Portal selber ist werbefrei und dies soll auch erst einmal so bleiben.

„Was sagen ein gemeinsamer Musikgeschmack, sexuelle Vorlieben oder die Begeisterung für ein Thema schon über die Menschen aus? Nichts.“

Was ist deiner Meinung nach das Online-Dating-Modell der Zukunft?

Mein Online-Dating-Modell der Zukunft ist eine neue Geschäftsidee, die ich aktuell plane, daher kann ich dazu noch nicht mehr sagen. Die meisten Personalisierungsmodelle finde ich persönlich schwierig, denn was sagen ein gemeinsamer Musikgeschmack, sexuelle Vorlieben oder die Begeisterung für ein Thema schon über die Menschen aus? Nichts. Bei Hunden ist das anders, denn hier sind immer auch charakterliche Übereinstimmungen zwischen Halter und Tier zu finden. Es ist also viel mehr als nur ein gemeinsames Thema oder Interesse – zudem ist Gassi gehen zum Verlieben viel entspannter als sich in irgendeinem Café oder in einer Bar zu treffen. Ich spreche aus Erfahrung!

Was sind deine Ziele für 2013?

Aktuell habe ich zwei weitere spannende Projekte in der Planung, die rein gar nichts mit Dating oder Hunden zu tun haben, dazu dann noch die bereits erwähnte Business-Idee im Online-Dating. Alles mit Liebe zum Detail!

Das Ziel für Dogs-2-Love für das nächste Jahr ist die Integration weiterer Sprachen und die Ausweitung des Services über DACH hinaus. Wenn es das erste internationale Gassi-Date mit anschließenden Schmetterlingen im Bauch gab, sage ich auf jeden Fall Bescheid!

Jan, vielen Dank für das Gespräch.