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4.000 Euro monatlich für Gründer in der Startup-Phase und insgesamt 250 Millionen für Unternehmen im Wachstum verspricht „Deutschland Unternehmerland“ seinen Förderempfängern. Die von der Stiftung der deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung (SWAB) (www.swab-deutschland.de) ins Leben gerufene Initiative DU2011, fand in diesem Jahr erstmalig statt und geht nun mit DU2012 (www.du2012.de) in die zweite Runde. Für wen eine Bewerbung bis zum März 2012 in Frage kommt, verrät Initiator Torsten Krug.

Hallo Torsten, stelle dich bitte einmal kurz vor.

Mein Name ist Torsten Krug, 43 Jahre, Diplom-Psychologe, Gründer und Geschäftsführer der SWAB GmbH.

Die SWAB rief im letzten Jahr die Initiative „Deutschland Unternehmerland“ ins Leben. Hat Deutschland nicht bereits genug solcher Initiativen?

Es gibt sicher zu viele Verlags- und Sparkassen-Events. Also Initiativen, wo Gründer um ein Preisgeld fighten und für die Einwerbung von Sponsorengeldern genutzt werden. Nachhaltige Initiativen bei denen Gründer langfristig mit Kapital und Spezialisten unterstützt werden, etwa der High-Tech Gründerfonds oder DU2012 der SWAB, gibt es noch zu wenige. Aber ob kurzfristig oder nachhaltig: Das Thema ist gut besetzt und hilft den Gründern als wichtiger Wirtschaftsfaktor wahrgenommen zu werden.

Welche Vorraussetzungen muss ein Unternehmen mitbringen, um für eure Förderung in Frage zu kommen?

Die Idee beziehungsweise das Unternehmen und die Gründer selbst müssen eine exzellent besetzte Expertenkommission überzeugen. Der gehören Vertreter von Unternehmen, VCs, Banken und Stiftungen an. Und wir haben zwei erfolgreiche CEOs unter den Experten, die bis vor kurzem selbst noch Gründer waren. Hubertus Bessau von mymuesli (www.mymuesli.com) und Sebastian Schulze von UPcload (www.upcload.com). Schulze war Finalist von DU2011.

Unsere Förderkriterien sind einfach und transparent. Wir fördern Gründer und Unternehmen die wirtschaftlich und nachhaltig agieren, eine Innovation und kein Copycat präsentieren und Arbeitsplätze schaffen.

Unternehmen fördert ihr sowohl in der Startup- als auch Wachstumsphase. Welche Leistungen bietet die Initiative den geförderten Unternehmern? Was verlangt die DU2012 dafür im Gegenzug von den Förderempfängern?

Für die Förderung in der Startupphase zahlen wir ein monatliches Gründergeld von 4.000 Euro. Dies für neun Monate. Danach muss die Idee so ausgereift sein, dass wir dafür einen Investor finden. Außerdem stellen wir Spezialisten zur Verfügung und vermitteln Kontakte in die Wirtschaft. Das Gründergeld kommt von der SWAB und muß nicht zurückgezahlt werden. Für die Förderung von Unternehmen im Wachstum (Seed) stehen uns über 250 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Geld stammt von Unternehmen, kleineren VC-Fonds und privaten Investoren. Hier erwarten die Investoren in der Regel eine Beteiligung. Wir haben aber auch Beispiele, wo Joint-Ventures aus jungen Unternehmen und Konzernen entstehen. Aber am wichtigsten für viele Gründer sind unsere Netzwerkveranstaltungen. Diese bieten Zugang zu potenziellen Lieferanten und Kunden aus der Wirtschaft sowie zu Investoren und Experten.

Welche Erfahrungen konntet ihr bereits aus der laufenden Förderperiode ziehen? Was wird die DU2012 anders machen als die DU2011?

Mit DU2012 bieten wir den Gründern und jungen Unternehmen, neben Spezialisten und Kontakten, erstmals Zugang zu Kapital aus der Wirtschaft. DU2011 hat sich auf die Vermittlung von privaten Investoren beschränkt. Mit DU2012 sind wir also deutlich kapitalintensiver aufgestellt.

Torsten, vielen Dank für das Gespräch!