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Andreas Bodczek hat erst kürzlich als Geschäftsführer die kaufmännische Leitung der Sponsor Pay GmbH übernommen. In dieser Rolle verantwortet er den Auf- und Ausbau der internationalen Advertising-Plattform und die Unternehmensentwicklung. Das in Berlin ansässige Unternehmen bietet ein Bezahlsystem für die Online-Games-Branche an und hat bereits Kunden wie die Gameforge AG und Frogster Online Gaming gewonnen.

Der frühere CEO der Telefónica Deutschland soll nun für SponsorPay dessen Wachstum und Internationalisierung weiter voran treiben. Im Gründerszene-Interview spricht er von seinen bisherigen Learnings und wie sich sein neues Unternehmen SponsorPay von seinen Wettbewerb unterscheiden will. Weitere Infos gibt es übrigens auch in einem Interview bei GameBizz.

Andreas, was hat dich dazu bewogen, bei Sponsorpay einzusteigen?

Nun, ich denke vor allem drei Dinge: Die Kombination aus Online Performance Marketing, Online Gaming, Social Apps/Networks und Virtual Currency verbindet einige der aktuell heissesten Themen im Web. Hinzu kommt die Erwartung, mit meinen Erfahrungen im Plattform- und Key Account-Geschäft einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung von SponsorPay leisten zu können. Und von der persönlichen Sicht auch das Team! Sowohl die Mitarbeiter bei SponsorPay, als auch die Jungs von Team Europe gestalten die Zusammenarbeit sehr angenehm und ich lerne selbst auch noch interessante Dinge dazu.

Was hast Du vorher gemacht, wie ist Dein Hintergrund?

Nach Abschluss des BWL-Studiums in München bin ich 1999 bei Bertelsmann mediaWays als Assistent der Geschäftsführung eingestiegen und war Mitglied des Bertelsmann Führungsnachwuchskräfteprogramms. Nach der Übernahme von mediaWays durch Telefonica und einer zweijährigen Station als Geschäftsführer der Telefonica UK war ich bis 2007 Geschäftsführer von Telefonica Deutschland, dem Firmenkundengeschäft von Telefonica im deutschen Festnetzmarkt. Seit nunmehr zwei Jahren arbeite ich als Unternehmer mit Finanzinvestoren an Buy-out- und Company-Building-Projekten.

Bei Telefonica hattest du sehr viel Personalverantwortung – was sind da Deine größten Learnings?

Dass man keine Kompromisse bei der Personalsuche und -auswahl machen solle, ebenso wie kritische Personalentscheidungen nicht auf die lange Bank geschoben werden sollten. Und mit ist klar geworden, dass anhaltende Motivation in guten Teams vor allem durch Erfolg entsteht.

Gibt es einen Kulturschock durch den Sprung von einem Konzern in ein Start-Up? Was ist anders?

Einen Kulturschock habe ich nicht erlebt – schliesslich hatten wir sowohl bei Bertelsmann als auch auch später als deutsche bzw. englische Tochtergesellschaft von Telefonica jeweils sehr viel unternehmerische Freiheit. Trotzdem sind natürlich die Entscheidungsprozesse im Start-up schneller, die Kommunikationswege kürzer, die Dynamik der Veränderungen grösser. In etwa gleich hingegen sind – entgegen anders lautender Gerüchte – Einsatz und Commitment, die nötig sind, um ehrgeizige Projekte erfolgreich umzusetzen.

Wie differenziert sich Sponsorpay von seinen Wettbewerbern?

SponsorPay setzt stark auf die Qualität der Angebote und verzichtet anders als Wettbewerber komplett auf versteckte Abonnements und spamige Gewinnspiele. Wir sind davon überzeugt das wir nur dann langfristigen Wert schaffen, wenn wir alle drei Kundengruppen langfristig zufriedenstellen: Publisher, Advertiser und Endkunden. Zudem lokalisieren wir unser Produkt mit muttersprachlichen Country Managern und sind bei der Internationalisierung in Europa bereits deutlich weiter als der Wettbewerb.

Ist Online Gaming eigentlich schon Gehypt?

Online-Gaming ist im Moment ein Boom-Makrt, der selbst von der globalen Wirtschaftskrise weitgehend unbeeindruckt bleibt. Über Zeit wird auch in diesem Markt das Wachstum abflachen. Wann das genau passieren wird, ist schwer zu sagen. SponsorPay setzt aber schon heute auf eine konsequente Diversifizierung der Kundenbasis in Richtung anderer Online-Applikationen, Ecommerce-Plattformen und virtueller Welten, um einem nachlassenden Wachstum des Online Gaming Markts nicht zu stark ausgesetzt zu sein.

Wie ist Dein erster Eindruck von Berlin?

Berlin ist scheinbar die Stadt des ewigen Sommers. Seit ich hier bin kann ich mich kaum an einen Regentag erinnern. Ansonsten ist Berlin aus meiner Sicht eine faszinierende, sehr lebendige und extrem vielfältige Metropole. In unseren Märkten ist Berlin auch noch eines der wichtigsten Zentren in Europa. Genügend gute Gründe also, nach Berlin zu kommen…

Vielen Dank für das Interview.

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