Domink Matyka, Plista, Interview

Dominik Matyka glaubt nicht mehr an Displaywerbung. Er glaubt nicht mehr an Skyscraper und Superbanner. An TKP-Vermarktung glaubt er schon lange nicht mehr. Tausenderkontaktpreis – allein das Wort klingt schon nach muffigen Verlagshäusern aus altem Backstein.

Dominik Matyka über Plista als Ergänzung zum klassischen Mediamix

Dominik Matyka ist Gründer und CEO von Plista (www.plista.de), und er glaubt an: Relevanz. Es soll das Gegenteil sein von „dummer Werbung“, die den Nutzer im besten Falle kalt lässt und im schlimmsten verärgert. Was für ihn relevant ist, ermittelt Plista über das Klickverhalten: Das Zusammenspiel aus Algorithmen und Cookies liefert die Präferenz, die den Geschmack des Lesers treffen sollen. Einer der Vorreiter auf diesem Feld war Amazon: „Kunden, die dieses Produkt kaufen, interessieren sich auch für“.

Schenkt man den Plista-Zahlen Glauben, liegt die beste bisher erreichte Click-Through-Rate mit acht Prozent deutlich über den Ergebnissen herkömmlicher Werbung. Doch es gibt ein Problem: Die Verlage schwören noch immer auf Displaywerbung. Auch wenn die Conversion-Rates seit längerer Zeit in den Keller gehen – noch haben sich die alten Hase nicht vom  Wirkungsmuster des Prints verabschiedet.

Oft sei TKP-Vermarktung hier ohnehin das einzig Sinnvolle, will ein großes Unternehmen lediglich seine Marke verkaufen, meint Dominik Matyka. So sieht sich Plista auch nicht als Alternative oder gar Konkurrenz zum beliebten Displaygeschäft, sondern als eine Ergänzung zum klassischen Mediamix: „Wir bieten eine Möglichkeit, zusätzlich Geld zu machen und greifen nicht in die bestehende Monetarisierungskette ein.“

Wie Plista von der Medienkrise profitieren kann

Ein nicht unwesentlicher Aspekt, der vor allem diejenigen Verleger aufhorchen lässt, die darbende Redaktionen finanzieren müssen. „In Amerika ist man da schon weiter“, weiß Dominik Matyka und denkt voller Freude an Advertorials und In-Content-Ads. Und an redaktionell „umschlungene“ Anzeigen – ein Euphemismus, darin kämen sicherlich nicht nur die Journalisten aus verstaubtem Hause überein.

Dass es an dieser Stelle oft Widerstand seitens der Redaktion gibt, ist Matyka freilich bewusst. Stets präsentieren sich ihm zwei Szenarien. Entweder die Redaktion muss sich auf die Verquickung einlassen, oder an anderer Stelle, also am Personal, einsparen. Insofern profitiert Plista von der Krise. Weitaus erfreulicher findet Dominik Matyka jedoch Szenario Nummer zwei: Den Chefredakteur, der „es verstanden hat, dass das Internet anders funktionert als Print und den das Argument der Relevanz für den Nutzer überzeugt.“

Gute Werbung könne eben guter Content sein, zitiert Dominik Matyka die Firmenphilosophie. Seit einiger Zeit verkauft er diese mithilfe eines berühmten Beispiels von einer Veranstaltung Mitte 2009 in den USA: „Dort wurden die Teilnehmer nach ihren Lieblingsseiten befragt. Der absolute Favorit war Craigslist. Mit der Begründung, es gebe dort keine Anzeigen.“ Craigslist besteht zu 100 Prozent aus Anzeigen.

Im Video-Interview verrät Plista-CEO Dominik Matyka daher einige Unternehmenszahlen und gibt einen Ausblick auf zu erwartende Neuheiten des Hauses. Als Startgeschenk für interessierte Werbetreibende bietet Plista derzeit einen Gutschein im Wert von 50 Euro, der über gutschein@plista.com angefordert werden kann.

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