Markus Berger-de León ist seit Anfang März der CEO von StudiVZ sowie gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Abacho AG und Aufsichtsratvorsitzender der My-Hammer AG. Markus studierte BWL an der WHU sowie in Moskau und New York und gründete mit der Econia AG als erstes ein B2B-Einkaufsportal. Bevor er zu My-Hammer und Abacho ging, war er lange Zeit CEO bei Jamba, welches er nachhaltig mitprägte.
Am gestrigen Tag erst sprach man in Köln StudiVZ vom Vorwurf des Design- und Codeklaus bei Facebook frei, was Markus entsprechend erleichtert aufgenommen hat. Im (vor dem Freispruch aufgezeichneten) Interview mit Lukasz spricht er über ein gelungenes Wachstumsmanagement und über die potentielle Monetarisierung von StudiVZ, die er zunächst noch nicht in der nahen Zukunft anzugehen gedenkt. Facebook betrachtet Markus als einen interessanten Wettbewerber und Trendsetter, was er zum Anlass nimmt, um zu erklären welche Features StudiVZ bewusst anders gestaltet und warum. Vor allem bei den Stichworten News-Feed und API will man dem Konkurrenten aus den USA nicht so stark folgen.
Den News-Feed sieht er als Ursache für die von ihm beobachtete Mitgliederabwanderung bei Facebook. Eine Aussage, mit der er mit Blick auf gegenteilige Berichte aus der FAZ und aus der Blogosphäre womöglich allein dastehen könnte. Und wie schätzt Markus die Konkurrenz von Wer-kennt-wen ein? Oder was denkt er von Ehssan Dariani? Jetzt im ersten Teil des Interviews erfahren!
Film 1 ab!
Ein so vielseitiger Mensch wie Markus Berger-de León hatte noch mehr zu erzählen, darum geht es im zweiten Teil des Interviews um die Beliebtheit von StudiVZ und das Thema Datenschutz. Markus kritisiert hier vor allem den Umstand, dass man als Nutzer von Facebook unter die US-Gesetzgebung fällt und somit alle Folgen des Patriot Acts auf die Datensicherheit zu tragen hat. Er gibt darüber hinaus kleinere Einblicke in die technische Infrastruktur sowie die Targeting- und Werbemechanismen seines Portals und zieht nach drei monaten Amtszeit seine persönliche Bilanz. Interessant sind neben Marcus’ Infos zu StudiVZs Wahlkampagne vor allem seine Ausführungen zur deutschen Gründerszene und was er jungen Gründern für Tipps mit auf den Weg geben möchte.
Film 2 ab!

> Am gestrigen Tag erst sprach man in Köln StudiVZ vom Vorwurf des
> Design- und Codeklaus bei Facebook frei
Genau DAS ist ja gerade nicht passiert. Davon abgesehen, dass es einen “Freispruch” nur im Strafrecht gibt und es sich um einen Zivilprozess handelte, hat das Gericht durchaus die Argumente von Facebook gewürdigt. Lediglich das Vorliegen einer Herkunftstäuschung wurde verneint.
Ich bin schon gespannt auf die Berufungsverhandlung.
Sehr sehr gutes Interview! Ungewohnt kritisch, gefällt mir sehr sehr gut!
Der Eindruck, den der neue Geschäftsführer hinterlässt ist allerdings nicht allzu gut. Das macht sich schon an den ganz einfachen Dingen fest: Körperhaltung, Sprache, Augenkontakt … und geht bei inhaltlichen Dingen weiter … (alles ist prima .. wir sehen mehr Abwanderungen bei Facebook) … wir haben absichtlich nicht so coole Features, APIs wie die … ROFL.
Wovon redet der Mann? Vielleicht hat er ja die Firmen verwechselt, aber dass StudiVZ so beliebt sein soll wie Twitter und beliebter als alle anderen Sozialnetzwerke kann ja wohl nur ein schlechter Witz sein! Ich seh auch keine Abwanderung bei Facebook, sondern in meinem Freundeskreis schimpft jeder über die VZs…
Und dass er dann auch noch gegen die Statusmeldungen bei Facebook pöbelt, aber selbst den Buschfunk einführt, bei dem man erst seit kurzem Inhalte ausblenden kann und den man sich wieder (immerhin mit witzigem Namen) abgeschaut hat, ist doch schon bald dreist.
Kann ich alles so nicht halten. Was man seiner Seite aber zugute halten muss ist der Umstand, dass sie schlicht und unkompliziert ist. Facebook überfordert manchmal. Und eigentlich scheint das Team bei StudiVZ auch recht fit… – trotzdem passen seine Aussagen nicht zur Realität.
Ich fand das Interview sehr gut gemacht. Ich habe vor einiger Zeit meine *VZ Accounts gelöscht, sonst wäre ich jetzt mal auf die Seite gucken gegangen.
Ich habe irgendwie nicht ganz verstanden was Facebook mit der Stasi zu tun hat. Hatte die Stasi eine API und Apps? Ich bin durcheinander.
Schade, aber die spannendste Frage ist unbeantwortet geblieben: wie will StudiVZ irgendwann Geld verdienen?
Bei der Bewertung des Unternehmens und einer entsprechenden Verzinsung des investierten Kapitals ergibt sich eine spannende Herausforderung. Bin gespannt …
Erstaunlich wie schlecht sich ein Manager der größten Website Deutschlands in der Öffentlichkeit präsentiert.
Wow. Der Typ lebt aber extrem in seiner eigenen, kleinen Welt, falls er denn tatsächlich das Zeug glaubt, dass er da von sich gibt: Sachen wie “Ich sehe Abwanderung bei Facebook” oder “wenn Du der Größte am Markt bist, dann heisst das, dass Du immer auch für alles, was negatives am Markt passiert, herhalten musst, weil Du das Vorzeigebeispiel bist” sind fast Comedy für jeden, der sich ein bisschen auskennt.
Tonqualität eine absolute Katastrophe. Interview führen und dann nicht laut sprechen können.”Journalistisch unterwegs”. Ja klar, dass man nicht lacht!
hey ihr schimpfer, niemanden kann man es recht machen. ich finde es sehr cool, das Marcus sich dem informellen dialog stellt. wollt ihr wirklich lieber bekrawttete konzern-heros haben, welche ohne ihre pr-abteilung nicht eimal ‘peip’ sagen? wäre ganz schön langweilig…
und wegen dem image vom VZ: ich glaube, hier haben viele von uns eine selektive wahrnehmung. VZ hat kein super image in der blogosphäre. aber das ist nur ein sehr kleiner teil der user, selbst, wenn ein paar meinungsmacher drunter sind… viel wichtiger ist das image bei den nutzern. und das ist offenbar ads gegenteil von schlecht… man schaue sich mal die zahlen an
Gutes Stichwort! Zahlen… taatttaaaaaaa:
http://trends.google.com/websites?q=studivz.net%2C+facebook.com&geo=DE&date=ytd&sort=0
Reality Check!
meines erachtens sind die vzler mehr als nur studivz und die zahlen in total sehen so aus … tütütütütü:
http://trends.google.com/websites?q=studivz.net%2C+facebook.com%2Cmeinvz.net%2C+schuelervz.net&geo=DE&date=ytd&sort=0
reality check part 2
boah ist der Typ langweilig
facebook gewinnt die schlacht so oder so
seiten wo ich erfahre wo ich jeden furz hinterlassen habe..gibt es wie sand am meer
soviel zu respekt @twitter
>Der Eindruck, den der neue Geschäftsführer hinterlässt ist allerdings nicht allzu gut.
Spitzen- Manager werden sich niemals die Karriere dadurch versauen, indem sie später immer wieder mit dem StudiVZ- Desaster in Verbindung gebracht werden…
Mich wundert auch, dass bei StudiVZ niemand Klartext redet, sondern immer nur BWL- Floskeln abgespult werden.
Einfach mal anzufangen, das VZ- Ding umzukrempeln und zu retten, was noch zu retten ist, wäre der bessere Weg.
Prinzipiell ist es wirklich gut, dass sich der Chef persönlich diesem Interview stellt. Seine Ausführungen sind allerdings eher unterdurchschnittlich und vermitteln bei Weitem nicht das Bild eines jungen, aufstrebenden Unternehmens.
Kommentar zu meinem Freundeskreis (nein, ich komme nicht aus der Blogosphäre!): In den letzten Monaten gibt es einen eindeutigen Schub hin zu Facebook und zwar auch bei den Leuten, die nicht unbedingt zig Freunde im Ausland haben…
Die Kommentare hier sind ja schon genauso schlimm wie bei DS.
Halbwissen gepaart mit der puren Lust am Meckern braucht kein Mensch. Das ist genauso wie Fußball gucken und meinen, man weiß alles besser als der Trainer.
Das man das ganze Wireframe zu Anfangstagen von Facebook geklaut hat ist wohl kaum zu übersehen, allerdings muss man sagen: StudiVZ hat sich gewandelt und ist letztendlich für mich eine billige Anpassungscommunity, doch gerade das macht StudiVZ so beliebt. Die meisten Menschen sind keine Vorreiter. Twitter wird beliebter ->StudiVZ macht den Buschfunk….Was mir auffällt. Immer mehr Leute wechseln zu Facebook. Persönlich konnte ich mich mit Facebook auch noch nicht wirklich anfreunden. Da ist mir schon zu viel Schnick-Schnack vorhanden. Twitter und Myspace benutze ich persönlich am meisten.
Fernab der ewigen Gretchenfrage, ob Plagiat oder nicht. Die *VZ’s “funktioniert”. Wie viele Otto-Normal-User interessieren sich für API und massig Gadgets? im gegenteil, meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist Facebook dabei sich zu überladen. Getreu der Devise einfach ist einfach besser, spricht der alltägliche Lauf der Dinge der Schlichtheit oft den größern Erfolg zu. Und: Nein, ich bin kein VZ-Befürworter, mein Account ist seit einigen Mondwechseln gelöscht…weil ich’s einfach nicht mag!
@Sebastian und @Peter Meier Google-Trends hat in dieser Beziehung ja wohl Null Aussagekraft. Entscheidend sind die Unique-Visitors etc. und nicht die via Google erhobenen/aufbereiteten Suchanfrage-Statistiken.( Birnen mit Äpfeln verglichen) …wenn, dann schon IVW-Zahlen.
@markus:
>Fernab der ewigen Gretchenfrage, ob Plagiat oder nicht. Die *VZ’s “funktioniert”.
Die *.vz’s funktionieren eben aus Sicht der Eigentümer NICHT!
Sie sind eine massive Geldverbrennung, und die Eigentümer haben offensichtlich keinen anderen Plan, das zu ändern, als die CEO’s zu tauschen!
@Markus
Google “Trends for Websites” (nicht zu verwechseln mit dem normalen Trends) basiert nicht auf der Anzahl der Suchanfragen. Google hat zur Methodik einiges veröffentlicht.
Der IVW vertraust Du mehr? Hast Du mal geschaut, wo die Zählpixel überall eingebaut werden?
@Peter Maier
Die Charts der VZs lassen sich aufgrund der Überschneidungen nicht einfach addieren. Bei Studi und Schueler sieht man deutlich fallende Trends. MeinVZ ist noch nicht “mature” genug … da wird sich diese Entwicklung aber imho wiederholen. Den Usern wird das System auf Dauer einfach langweilig.
@Olaf: es funktioniert insofern, als dass die mitgliederzahl beachtlich ist. (meine meinung:) alles “hypt” und stagniert um den asymptotischen realwert herum ;o) , respektive pegelt sich ein. ist dieses nicht-wachstum marktwirtschaftlich auch einem fiasko gleichzusetzen, könnte holzbrink dennoch, mit dem im interview angesprochenen – noch auststehenden – “geschäftsmodell”, reichlich abschöpfen. vorausgesetzt es gelingt die user zu halten. …blablabla..was möchte ich damit sagen? wir wissen doch alle selbst wie der hase läuft.
@Sebastian&Peter: sorry, da hab ich wohl zu lange nicht bei google-labs vorbeigeschaut! (wie genau(!) google an die daten kommt bleibt außen vor!? bezweifel, dass ivw von denen beerbt wird… wie auch immer, der trend wird schon stimmen.)
Mein Tweet zu Facebook & StudiVZ:
#Facebook will nur in die DE Medien! Die müssten sonst neben #Studivz auch Vkontakte.ru & xiaonei.com verklagen http://bit.ly/vBlYX #fail
Was man auch noch anmerken kann, dass StudiVZ sich wenigstens noch die Mühe gemacht hat, die Farbe zu wechseln. Vkontakte.ru & xiaonei.com haben das nicht gemacht :)
Ich merke auch, dass sich viele meiner Freunde jetzt auch bei Facebook anmelden, aber ich sehe auch wie schnell die die Finger wieder davon lassen. Die Otto-Normal-Internetnutzer sind von den News-Feed-System total genervt, genauso wie von dem Buschfunk bei StudiVZ. Schafft Facebook das nicht geschickter von einander zu trennen, dann sind die Nutzer aus DE auch wieder in Null-Koma-Nix weg. Es sind nicht alle Leute Studenten (ich bin Student) und Informationsfreaks / Mitteilungsbedürftige-Junkies (Blogger, Twitterer, etc.) wie die meisten, die sich hier tummeln. Denkt mal an die Leute, die eine normale Arbeit nachgehen wie Handwerker, Verkäufer, Büroangestellte, etc. die eigentlich nur Fotos & Termine austauschen wollen, damit die wissen was am Wochenende los ist. Dafür braucht man die Spielereien nicht. Ich selbst mag die zwar, weil ich mich mit dem Netz außerordentlich beschäftige, aber das machen die wenigstens Leute in DE.
Na ja, ich bin gespannt – wie es weitergehen wird. Denkt mal an Friendster.com. 2002 um den Dreh war das der totale Hype und war mehrere Hundert-Millionen wert. Heute bekommste für die Bude nicht mehr mal ne Kiste Apfelsinen. Nutzer kommen und gehen, vor allem im Internet. Der nächste Wettbewerber ist nur ein Klickweit entfernt. Das ist nicht so wie in einer Stadt oder in einem Dorf, wo das Angebot beschränkt ist. Ich glaube, dass vergessen viele. Vieles ist auch einfach nur eine Hype-Sache…
Ach ja, ich wollte mich jetzt nicht für irgendein Netzwerk hier aussprechen. Ich nutze beide, StudiVZ und Facebook, und ich habe an beiden meinen Spaß bzw. Nutzen. Der Nutzen kann sich aber auch verschieben, ich denke, das sollte man nicht ausschließen. Bzw. generell mal den Fokus auf den Nutzen legen. Bei Studivz und Facebook fehlen mir viele wichtige Sachen, die ich gerne anstelle eines News-Feeds oder Buschfunk hätte.
So, jetzt ist Ende – ich wünsch allen, egal was ihr macht, GL & HF!!! ;-)
Einfach ein wirklich super Interview
berger wird auf jeden fall noch monetarisieren müssen bevor facebook den hauptteil der nutzer in deutschland für sich gewonnen hat und VZ ganz schnell schrumpfen wird.
und ich glaube, in den nächsten 12 monaten wird genau das passieren. die samwers waren schon nicht dumm, ihr geld auch noch in FB zu stecken und bergers neuen job zu lancieren. immerhin kann man ja bei seiner bisherigen laufbahn davon ausgehen, dass er weiß wie das geht. ich hoffe nur, ihm fällt noch was anderes als abos bzw. premium accounts ein. gezielte werbung hat er zumindest in diesem interview ja scheinbar nicht wirklich auf dem plan, schade.
Interessant. Selten binnen weniger minuten soviel zur unternehmenskommunikation gelernt.
Sehr geehrte Redaktion,
liebe Interviewer.
Youtube look & feel war mal ganz nett. Ein Tischstativ und ein externes mic passen fast in ein Sakko. So konsequent dilettant produziert trifft es aber durchaus den ein oder anderen nerv. Annehmbare audio spur und weniger seegang schaffen ja selbst die youporn uploader ;-)
Lustige Aussagen:
Der Studivz-Nutzer ist nicht an jedem Furz interessiert, den seine Freunde machen (sinngemäß).
Wozu haben die dann den Buschfunk eingeführt?
*kopfschüttel*