Interview mit Alexander Artopé von Smava
Jüngst hatte ich die Gelegenheit Alexander Artopé von Smava zu interviewen. Smava ist ein ‘marktplatz für Kredite’ und Lesern, die schon länger dabei sind, wird es schon implizit bekannt sein, und zwar über das Interview mit Timm Langhorst, welches schon etwas länger her ist. Nunn ist auch klar, warum smava so lange im Stealth Mode und auch nicht immer Herr des eigenen Zeitplanes war – es ist ein Marktplatz für Peer-to-Peer-Kredite und in diesem Spiel spielt auch die Regulierungsbehörde BaFin mit.
Nun zu Smava, der Name stammt von der Abkürzung für ‘Smart Value’ und in bester New-Age-Internet Manier steht der Mensch im Mittelpunkt indem er entweder Geld leiht oder solches verleiht. Peer2Peer Kredite heisst das Zauberwort und an anderer Stelle wurde schon viel darüber geschrieben (zum Beispiel Thomas Wanhoff, im Webmaster Blog bei Robert Basic und Jochen Krisch. es gibt auch ein Interview im Interview Blog und auf digital:next ist auch eine Studie zum Social Lending verlinkt).
Ist recht interessant, ich habe gerade mal auf die SmaVa Homepage geschaut, aktuelle Kreditgesuche die man auf der Startseite sieht reichen von 500 EUR bis 8.000 und es sind so spannende Sachen dabei wie Kreditaufnahme für Geldanlage (ein Rentner möchte gegen 8% Zins Geld leihen um es Wiederrum in ausländische todsichere Anleihen zu investieren – hat er den Midas Touch? Die SmavA Community scheint noch nicht daran zu glauben, bislang hat noch niemand finanziert) oder die Finanzierung eines Umstiegs von PC auf Mac für welche ein User 1500 EUR leihen möchte und dafür 5% Zins bietet – 500 EUR sind schon zugesagt.
Wie auch immer, ich denke, ein recht spannendes Geschäftsmodell, welches in den USA bzw. UK auch schon mit einigem Erfolg betrieben wird (siehe prosper oder zopa). Ob der Markt wirklich in Deutschland wirklich funktioniert, wird sich noch zeigen müssen. Wenn es aber jemand schafft, dann meines erachtens smAva, denn das Team ist einfach sehr gut (neben Alex und Timm sind u.a. auch Bernd Hardes von Econa sowie Sebastian Rieschel mit von der Partie. Sebastian kenne ich noch aus alten Mundwerk Zeiten…).
I’ll stay tuned, zunächst einmal Alex über Smava, Datango, Gründungswellen, die Bafin, Kinofilme StudiVZ und mehr.
Film ab!
Über den Autor Lukasz Gadowski:
Lukasz Gadowski Lukasz hat in paderborn, Mannheim, Leipzig (HHL) und am Georgia Tech BWL und Wirtschaftsinformatik studiert.Er hat gemeinsam mit Matthias Spieß spreadshirt gegründet und groß gemacht. Ferner ist Lukasz auch Co-Founder von StudiVZ.Derzeit inkubiert/ investiert er in Internet Unternehmen in frühen Phasen.Unter anderem beteiligt an: amiando.de, imedo.de, hitflip.de, dawanda.de, brands4friends.com, absolventa.de uvm. (Deutsche Startups dürfte noch ein paar mehr gelistet haben und es einigermaßen aktuell halten...).Lukasz hat auch Gruenderszene.de gegründet. Er gilt somit als Vater der Gründerszene in Deutschland ;)



Auch auf digital:next gibt es ein Interview mit Alexander Artopé. Unter a href=”http://www.digitalnext.de/interview-mit-alexander-artope-von-smava/”> Interview mit Alexander Artopé kann man das Interview des Startup-Gründers nachlesen. :-)
[...] Den vollständigen Atikel inkl. dem Interview möchte ich natürlich niemanden vorenthalten, der weitere Informationen zum Thema “Social Lending sucht”, den Artikel inkl. Interview bei GRÜNDERSZENE gibt es HIER. [...]
Hier meine Meinung zum Thema Smava, Elolly, etc.
Im Grunde wäre ein echtes P2P-Kreditportal eine sinnvolle Sache. Bei Smava handelt es sich aber nicht um ein solches, denn der Anbieter einer Investitionsgelegenheit (auch dieser Begriff ist übertrieben, wenn man sich den Zweck der einzuwerbenden Mittel näher betrachtet) wird wie bei anderen Portalen auch eingestuft (Schufa, Einkommensnachweise oder Prüfung von Sicherheiten z.B.).
Das hebt den Sinn des Portals auf. Wer als Unternehmer/Selbständiger z.B. eine Finanzierung benötigt, kann oft weder Einkommensnachweis, noch Sicherheiten (würde der Gründer wohl selbst versilbern und in sein Unternehmen stecken, oder?) bieten. Daher sind die bürokratischen Richtlinien aus Unternehmersicht “typical bureaucratic Horseshit”!
Ein echtes P2P-Portal, bei dem wirklich 100% P2P stattfindet (sprich Prüfung des Angebots, Art und Weise der Vertragsabwicklung, etc. gehen zu 100% über diejenigen, die über das Portal zueinandergefunden haben) wäre eine mögliche Lösung für die Seed-Finanzierungs-Krise der deutschen Gründerlandschaft (im Sinne der Chancengleichheit, denn oft haben innovative Köpfe weder selbst, noch über die naheliegenden FFF-Möglichkeiten genügend Freiraum, um z.B. internationale Schutzrechte anzumelden, Prototypen zu entwickeln, etc.).
Die Krise der Seedfinanzierung wird übrigens auch nicht über ein paar an einer Hand abzählbare High-Tech-Leuchtturme per HTGF abgedeckt. Das ist ebenso Sand in die Augen.
Nur ein echtes P2P-Kreditvermittlungsangebot für Macher würde Abhilfe schaffen (sprich gezielt für diejenigen, die etwas bewegen wollen, Arbeitsplätze schaffen wollen, Innovationen entwickeln, Visionen umsetzen wollen und hierfür eine Unterstützung bei der FFF-Finanzierung benötigen, weil Papa keine Firma, Porsche und Villa als Sicherheiten mit in die Wiege gepackt hat). Gerade damit Innovationen -besonders hier vor Ort, wo auch nach Arbeitsplätzen auf hohem Niveau gejammert wird- auf den Weg gebracht können, bräuchte man ein “Ermöglicherportal”, das Freunde der Innovation mit Kapitalsuchenden zusammenbringt. Auf FFF-Basis. Damit Innovationen nicht wie bisher liegenbleiben und dann wenige Jahre später aus China hier importiert und reichlich als tolle Innovation beklatscht werden. (“und warum kam die Erfindung nicht von hier…?”)
Ein wirklich 100%iges P2P-Portal würde hier Abhilfe schaffen, denn es würde verhindern, dass Anbieter und Nachfrager in ein starres Vorgabenkorsett nach bestimmten Kreditrichtlinien eingezwängt werden, sondern z.B. ihrerseits völlig eigenständig die Art eines finanziellen Engagements definieren können (z.B. auch in Form gemischter Varianten Darlehen/Beteiligung/Genussrecht).
Smava ist leider wie auch seine Schwestern und Brüder aus dieser Sicht ein unbrauchbarer Mist, und leider viel zu sehr “me too”, anstatt wirklich Neuigkeiten auf den Tisch zu bringen! Über den Sinn, in einem Portal Finanzierungen für Reisen, den neuen DVD-Player/TV, etc. zu vermitteln, kann man sich sicher streiten. Die Probleme, die die Bankfinanzierung mit sich bringt, ändern sich durch diese (gut gemeinten und schlecht gemachten) Portale nicht.
Sorry für das Posting, aber man kann doch schlecht an nem Hundehaufen vorbeigehn und sagen “na das ist aber ein lecker Pudding”. Schlimmer ist allerdings elolly, das laut Angaben der Verbraucherzentrale NRW wohl die Adressen der Angemeldeten vercheckt. Solche Schweinereien machen gute Ideen leider schon im Ansatz kaputt, jedoch muß der Kunde selbst wissen, was er sich auswählt. Die Freiheit sollte ihm gelassen werden, auch vom Verbraucherschutz, der plump mit Panikmache (“wenn Sie einen Kredit vergeben, kann das Geld weg sein”, bzw. “wenn Sie einen Kredit aufnehmen, müssen Sie möglicherweise auch zurückzahlen und verschulden sich hierbei”).
Schaut man sich die Zielgruppe der gängigen “P2P-Kreditportale” an, dann ist das aber möglicherweise die richtige Sprache für die Zielgruppe. Für Selbständige, dort wo wirklich Wertschöpfung gestartet werden kann, was volkswirtschaftlich sinnvoll wäre, jedoch völlig ungeeignet.
Möglicherweise zieh ich selbst ein Portal hoch, das für diejenigen geeignet sein wird, die “es schaffen wollen”, bzw. “etwas bewegen wollen”, und hierfür Hilfe benötigen. So etwas ist meiner Meinung nach nämlich sehr viel sinnvoller und dringender nötig!
Viel Erfolg an smava!
Wird Zeit, dass die festgefahrene Finanzbranche ein wenig Dynamik bekommt.
Günstigere Kredite gibts nicht: smava.de…
Übersichtlichkeit: ausgezeichnet
Informationsgehalt: gut
Aktualität der Website: stündlich
Anzahl der User: >6000
Seriosität des Anbieters: sehr hoch
Kredite von privat zu privat. Das ist das erfolgreiche Konzept von smava.de. Je…
@Alexander
“…Ein echtes P2P-Portal, bei dem wirklich 100% P2P stattfindet (sprich Prüfung des Angebots, Art und Weise der Vertragsabwicklung, etc. gehen zu 100% über diejenigen, die über das Portal zueinandergefunden haben) wäre eine mögliche Lösung für die Seed-Finanzierungs-Krise der deutschen Gründerlandschaft…”
Gerade das unterscheidet doch Smava von Elolly und dem anderen Kram: Die Sicherheit auch für Geldgeber, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Smava richtet sich ja in erster Linie an Privatverbraucher und nun zeig mir auch mal nur einen Verbraucher, der eigenständig mit einem anderen einen hieb- und stichfesten Darlehensvertrag aushandeln kann bzw. der einem völlig fremden überhaupt Geld leiht. Der Weg, den Smava geht, ist schon richtig.
Ich unterstütze die Meinung meines Vorredners. Der Weg den smava geht ist wirklich gut. Die Resonanz der Enduser, welche ich über meine Portale erfahre, ist durchweg positiv. Jetzt gilt es für smava nur noch die kritische Masse an Kreditsumme zu erreichen, damit sich das gesamte Modell trägt.
Kommentar verfassen
Redakteur
mehr Informationen
Du willst auch für Gründerszene ein Interview führen? Dann melde dich bei Joel
Sponsoren