Nach einer etwas längeren Schaffenspause (Stichwort: Focus, CEO einer internationalen merchandising-plattform zu sein erfordert durchaus Aufmerksamkeit…) melde ich mich mit einem kurzen Eindruck von Amiando zurück.

Amiando ist ein Online-Tool mittels welchem man Einladungen für jegliche Events tätigen und verwalten kann. Sprich, wenn man eine Party machen möchte, hackt (oder improtiert) man die Mail-Adressen bei Amiando ein, wählt eine Einladungskarte und verschickt das ganze an die Zielpersonen. Diese können dann direkt auf der Plattform zu- oder absagen, sich über andere Gäste informieren, Nachrichten austauschen, etc.

Ich habe die Gründer Ende letzten Jahres kennen gelernt und war von Idee, Produkt und Team begeistert. Gemeinsam mit ein paar anderen Angels (u.a. Stefan Glänzer von last.fm, Kolja, Rodrigo von vpod.tv) habe ich in das Unternehmen investiert.

Meine Entscheidungskriterien waren dabei:

1. Team. Amiando besteht aus 5 Personen (siehe auch Amiando Blog) und deckt neben Unternehmergeist auch das technische intern ab. Die Jungs kennen sich schon seit mehreren Jahren. Sie sind ‘frisch von der Uni’ für Ihr Alter aber schon extrem erfahren und gut vernetzt – haben nebenbei schon sehr viel gemacht (=Indikator für Drive, Gestaltungswillen, Erfahrung). Auch wichtig: das Team hat daran gedacht, für den Fall der Fälle zu sorgen und entsprechende vertragliche Regelungen zu treffen, falls jemand aussteigen will oder es wegen Streit muss.

2. Produkt. Das Produkt hat einen klaren Kundennutzen. Zudem hat es eine virale Komponente – wenn jemand Einladungen verschickt, kommen die Eingeladenen automatisch mit der Plattform in Berührung. Zudem hat das Team sehr viel Fokus auf das Produkt – meiner Erfahrung nach ist das ein wichtiger Erfolgsfaktor. Auch ist das Team zahlenorientiert und denkt in ‘performance indicators’ – auch Erfolgsfaktor!

3. Vermarktungsfähigkeit. Das Modell ist klar vermarktungsfähig. Es gibt in den USA bereits ähnliche Angebote, welche erfolgreich waren und teilweise auch erfolgreich verkauft wurden (interessant hier: die Amiando Gründer haben keinesfalls abgekupfert sondern sind gleich mit dem Anspruch drangegangen, es besser machen zu wollen und unterscheiden sich somit auch an vielen Punkten. Ich sage nur: German Engeneering ;)
Siehe evite.com/ (interactive corp) und Meetup.com für die US Anbieter.

4. Chemie. Ich habe mich mit den Gründern auf Anhieb gut verstanden. Ein Ausfluss davon: die Bewertungsdiskussion wurde partnerschaftlich geführt. Schließlich geht es um Geld, also ein delikates Thema. Wenn man das offen diskutieren kann und partnerschaftlich löst, ist das m.E. ein sehr gute Basis für ein Vertrauensverhältnis – und mit einem solchen macht nicht nur eine Zusammenarbeit mehr Spass sondern ist auch Kriesensicher(er).

Viel Erfolg (und das nötige Quentchen Glück) den Gründern und Film ab:

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