Nachdem es schon seit längerem ungewohnt still um Ehssan Dariani geworden war, habe ich Ihn in Berlin zum Interview getroffen. Nach dem StudVZ-Exit hat er sich eine kleine Auszeit genommen, die Welt bereist und seine Freizeit genossen. Darüber hinaus hat bei einigen Start-Ups investiert und möchte dort neben Geld vor allem auch seine “kreativen Marketing-Ideen” einbringen.
Das StudiVZ sieht Ehssan unter der Führung von “CEO, dem Zweiten” Markus Ricke auf einem guten Weg – trotz latenter Facebook-Konkurrenz und eher langsam vorrankommender Internationalisierung.
Apropos StudiVZ: Am Rande des StartUp-Weekends hatte ich eine intensive Diskussion mit dem elektrischen Reporter Mario Sixtus. Anders als er war ich der Meinung, dass der Erfolg des StudiVZ (insbesondere bei noch studierenden Gründern) einer der wichtigsten Treiber der aktuellen (2.0)-Gründerwelle ist. Was meint Ihr? Wichtigstes Statement von Ehssan zum Thema Gründung: “Versuchen. Scheitern. Versuchen. Scheitern. Versuchen. Scheitern. Irgendwann klappt es dann!”
Film ab!

Also ich würde keine Interviews mehr auf dem Dach bei Wind machen…
Hallo Jan, studivz ist auf jeden Fall ein wichtiger Treiber der deutschen 2.0 Gründerwelle, wenn auch aus meiner Sicht nicht das beste Vorbild, weil zuviele Gründer aktuell noch glauben, dass sich über reine Community-Geschäftsmodelle noch das große Geld verdienen lässt.
Wir bekommen an unseren Standorten fast täglich eine neue StartUp Idee oder besser “Kopie” auf den Tisch, welche einfach die Zielgruppe der Community leicht differenziert und glaubt, das dies ausreichend ist.
Aber der Zug ist abgefahren, die Frage nach dem Geschäftsmodell dahinter, nach den Mehrwerten über die Communityfunktion hinaus, ist mittlerweile entscheidend, um einen wirtschaftlichen Erfolg wie bei studivz zu wiederholen, und hier fehlt es den aktuellen studentischen StartUp`s meistens an der passenden Antwort, weil auch Erfahrung (Distribution, Personal, Finanzierung usw.).
Das ist nicht besonders ermutigend. Können Startups immer nur nach mehreren Fehlversuchen funktionieren? Das mag kein Problem sein für studentische Gründer, bei denen es nicht so entscheidend ist, ob sie ein oder zwei Jahre länger auf Sparflamme leben. Ich bin schon ein paar Jahre weiter, und habe mich auch in ein Startup gewagt, bisher noch ohne Durchbruch. Und das mit einer Familie mit drei Schulkindern hinter mir. Ich habe nur einen Versuch, wenn der nicht klapp, habe ich eine ganze Familie in den Ruin getrieben.
Deshalb denke ich, muss es auch möglich sein, im ersten Versuch ein Startup zum Laufen zu bringen.
Cooles Interview. Irgendwann ist ja auch mal genug rumgehackt auf Ehssan. Ganz einfach: Viel Erfolg – viel Neid.
StudiVZ als Treiber des Web 2.0 würde ich nicht unterschreiben. Das klingt zu sehr nach technologischer oder konzeptioneller Genialität. Das würde Ehssan sicher auch nicht von sich behaupten.
Aber StudiVZ ist ganz sicher ein wesentlicher Treiber des aktuellen Gründungsbooms – durch seinen spektakulären Erfolg und den fetten Exit.
Michael: Natürlich kann man auch im 1. Anlauf Erfolg haben. Die Aussage würde ich eher dahin gehend interpretieren, dass man an sich glauben soll und nicht direkt mit dem ersten Windstoß umkippt. Drücke Dir die Daumen!
RW: Meiner Meinung nach ist das Problem vieler Communitys nicht die Monetarisierung, sondern die kritische Masse. Ich glaube viele Social Networks haben die Eintrittsbarrieren einfach unterschätzt.
Thomas: Sehe StudiVZ ebenfalls nicht als Treiber des Web2.0. Technisch ist es ja auch sehr rudimentär ausgestattet… An der Uni konnte man merken, dass sich -angestachelt vom hautnah miterlebten StudiVZ-Erfolg – deutlich mehr Leute als früher mit Entrepreneurship auseinandergesetzt haben.
Geld vernebelt die Kreativität !
Jan: Danke.
Ja der Ton ist mies wegen dem Wind aber das verwundert eigentlich gar nicht weil der Ton von “Blog-Video-Interviews” ist eigentlich immer mies.
Vielleicht wäre da eine kleine Schulung angebracht?
Lustig, habe neulich ein Interview mit Zuckerberg gesehen, war der Ton auch mies.
Vielleicht braucht man also für den Ton die alten Medien doch noch.
Hi Jan,
guter Beitrag.
Zum Thema Fehlversuche: Ich glaube, dass wenn man über langjährige Erfahrung, am besten in Managementpositionen, Unternehmensberatungen oder Start-Ups, fundierte Branchenkenntnisse und das entsprechende Netzwerk verfügt, die Wahrscheinlichkeit in die richtige Idee zu investieren und diese erfolgreich umzusetzen stark steigt. Außerdem kann man so leichter Investoren überzeugen, womit laut Gründungsforschung Konkursgrund No. 1, nämlich zu geringes Eigenkapital und zu geringe Liquidität, ausgeschaltet werden können.
Und schaut man sich die Gründerbiographien von Jan, Ehssan, Lars Hinrichs etc. an, wird deutlich, dass sie alle diese Kriterien erfüllten, wie Netzwerk, Branchenexpertise und durch bereits durchgeführten Gründungen auch eine gewisse Erfahrung!
Doch vielen studentischen Gründern oder Leute, die jetzt einfach mal so schnell vom Gründungsfieber infiziert wurden, fehlt es einfach an allem, weshalb die Wahrscheinlichkeit nicht zu scheitern extrem sinkt.
Naja und die richtige Geschäftsidee zu haben, war eben auch schon immer wichtig.
Ihr kennt ja sicher das web2.0 Sammelalbum bei http://www.web2null.de? Mittlerweile sind dort über 1850 Start-Ups vermerkt! Eine wirklich unique Geschäftsidee zu finden, wird da auch nicht einfacher!
Auf der einen Seite is vieles jedoch auch einfach nur Müll, und man muss sich wirklich fragen, wer all diese Plattformen nutzen soll?
Der User ist ja keine 24h im Internet und die 2h die er Zeit hat, ist er bei StudiVZ oder Youtube. Der braucht die XY-Community gar nicht!
Auf der anderen Seite glaube ich, dass man mit dem richtigen Konzept auch immer noch im Web2.0 erfolgreich sein kann, weil ich immer mal wieder eine Idee finde, die mich wirklich umhaut, die ein wirklich überzeugendes und durchdachtes Geschäftsmodell aufweist und einen tatsächlichen Kundennutzen bietet!
Jan, prüf doch mal den Quellcode hier, da muß eine Sicherheitslücke sein. Etliche Englische Links sind “versteckt” ganz unten.
[...] Der Gründer von StudiVZ, Ehssan, hat sich auf Gründerszene zu Wort gemeldet (hm, täuscht es mich oder ist dieser junge Mann reifer gworden?) Link: sevenload.com [...]
ich muss jetzt eins mal wirklich kritisch anmerken, didaktisch leigt das interview mit den mehr als hundert “ähms” auf dem nullpunkt, der rest ist ok, da musst du echt mal ein wenig an dir arbeiten.
ein prof wäre in der uni mehr als negativ valueiert worden mit solcher didaktik
wie kann sich jemand, der einfach nur eine amerikanische seite kopiert (wie es hierzulande so viele machen) nur einfalsreich finden; auch wenn sie das reich macht, macht sie das nicht kreativ.
10 Gründe, warum StudiVZ so erfolgreich war
Können wir Deutsche unsere Erfolgreichen auch einfach mal genießen, von ihnen lernen? Vielen Dank Ehssan, dass du dieses Interview gegeben hast!
nein es ist kein treiber es web 2.0 eher das original facebook. studivz ist geklaut und keine besonders innovative leistung
Sympathisches Interview, wenn auch etwas ernüchternd. @Laura, ja da kann ich mich nur anschließen, die Jungs haben hart dafür gearbeitet und sicherlich eine emotionale Achterbahnfahrt hinter sich, aber die Leistung wurde belohnt und das zu recht…
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