Am Rande der internationalen Medienwoche in Berlin habe ich Paulus Neef, den Gründer von Pixelpark getroffen. Derzeit bewirbt sich Paulus mit einer neuen Firma in Kooperation mit Burda und Holtzbrinck um die Lizenz zum Aufbau eines Mobile-TV-Netzes auf dem DVB-H-Standard. Darüber hinaus steht er Gründern auch als Business Angel zur Verfügung um neben Kapital auch Mehrwert z.B. in Form seiner weitreichenden Medienkontakte einzubringen.
Im Interview spricht er u.A. über persönliche Learnings seiner 15 jährigen Unternehmerkarriere, die Entwicklung des mobilen Internets in Asien und Unterschiede der heutigen Gründerwelle zum New-Economy-Boom.
Film ab!
[jan]
Link: sevenload.com

Sehr interessantes Interview (wie immer).
Herr Neef übertreibt allerdings in einem Punkt sehr stark.
Nicht alle Menschen in Asien (ich rede jetzt mal als Wahl-Japaner) fahren hier 2 Stunden zur Arbeit.
Dazu leben außerhalb von Seoul, Tokyo und Osaka noch genügend Menschen, die NICHT mit der U-Bahn ins Büro fahren und somit ihr Handy-TV kaum benutzen.
Dazu kommt, daß man in Japan mobil zwar sogar Digital-TV empfangen kann (mit der entsprechenden hervorragenden Qualität übrigens). Jedoch ist der Empfang sehr oft gestört oder unmöglich, was zT bereits innerhalb von normalen Wohnhäusern gilt.
Innerhalb den von Herrn Neefs genannten Zügen gilt diese Einschränkung sogar noch stärker.
Es ist also auch in Asien (noch) nicht alles Gold, was glänzt – auch wenn im Vergleich der Westen in Sachen Mobile Internet und Mobile TV z. Zt. abgeschlagen ist.
Sehr interessantes Q&A!
Grüße aus Köln
Vielen Dank für die Insider-Infos… aus Tokyo? Welche anderen Gründe für den Mobile-Vorsrpung siehst Du sonst noch vor Ort?
LG aus Münster nach Japan und Köln,
Jan
Hallo Jan,
Ja, ich lebe seit einigen Jahren in Tokyo.
Der Hauptgrund liegt IMHO in der Technik-Affinität der Japaner, die ja auch Europäern bekannt ist. Diese schlägt sich auch auf die Innovationstätigkeit japanischer Ingenieure nieder, die IMHO einfach viel mehr ausprobieren und auf den Markt bringen (Soft und Hard). Das bekommen im Westen nur kaum Menschen mit.
Hier genießen die Japaner den Vorteil, daß Japaner in Sachen Technik eben nicht “Geiz ist geil” folgen und für neue Handys sehr viel Geld auszugeben bereit sind. Ich selbst habe bereits in 2000 in Farbe Internet auf meinem Handy genießen können (via Docomo’s “i-mode”).
Aber Handy-Digital-TV krankt wie gesagt am Empfang. Ein paar normale Hauswände reichen zT schon….
Da könnte ich einen Roman schreiben ;).
Paulus sagt was!…
Das lässt mich aufhorchen! Paulus Neef sagt was. Allen unverbesserlichen Pixelpark fans und 15.100.100-T-Shört-Trägern zum Ankieken empfohlen!
Aber seine besagte Firma ist nun nicht wirklich neu. Maximal im Gesamt-PP-Kontext gesehen. Sjahl!
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