Auren Hoffmann ist Anfang 30 und ein Serial-Entrepreneur aus der Umgebung von San Francisco. Sein erstes Unternehmen hat er mit 21 gestartet, sein aktuelles, Rapleaf, letzten November. Rapleaf ist ein Service, mit dem Nutzer Leute im Internet bewerten können. Als Grundlage dienen E-Mail-Adressen, die dann ähnlich dem Prinzip von eBay dazu dienen, andere Leute zu bewerten.
Auren Hoffmann über das Konzept von Rapleaf
Rapleaf hat eine Reihe interessanter Investoren und über einen gemeinsamen Kontakt zählt auch Lukasz Gadowski zu den Geldgebern der ersten Runde – eine Finanzierung, bei der die Nachfrage höher war als das Angebot. Lead-Investor ist Peter Thiel, ein Name, den man sich merken sollte.
Das Konzept von Rapleaf und die dahinter stehende Philosophie ist durchaus interessant und es bleibt abzuwarten, wie gut es umgesetzt wird. Auren Hoffmann und sein Team scheinen top motiviert und in einem ersten Interview erzählt Auren Hoffmann, was er mit Rapleaf vor hat.
Film ab!
Auren Hoffmann war ‘zwischen’ seinen StartUps übrigens auch etwas politisch aktiv – wie man anhand diverser Bilder sieht, unter anderem auch eines zusammen mit dem US Präsidenten George W. Bush. Auren Hoffmann hat diese Aktivitäten aber zunächst mal eingestellt, um sich auf Rapleaf zu konzentrieren. Zumal er nebenbei auch noch als Angel-Investor aktiv ist, unter anderem bei Edgeio und Brightroll. In einem zweiten Teil des Interviews geht es daher um das Silicon Valley und Unternehmertum im Allgemeinen.


Während Rapleaf den Focus auf Lieferant und Einkäufer gelegt hat, nimmt http://www.ikarma.de alle Bereiche ins Auge.
Wie steht des denn mit Deinem iKARMA?
Ich hab da so meine Zweifel. Möchte ich wirklich, dass andere Personen mich online bewerten. Also ehrlichgesagt nicht und wenns mir schon so geht, dann sehr vielen anderen erst recht. Es hat zwar was und ist auch eine gute Idee aber in drei Jahren redet keiner mehr drüber – glaub ich ;-)
also, ich freue mich in jedem fall darauf, in 2-3 jahren mal alle comments von stefan durchzugehen und zu sehen, wie richtig er mit seinen weißsagungen lag :)
Da freu ich mich auch drauf, das machen wir bei einem guten bier – mir schwant das wird ein lustiger Abend ;-)
Hatte das Interview schon vor einer Woche auf sevenload entdeckt und es ist mir im Nachhinein wirklich bitter aufgestossen, was Mr. Hoffmann zu sagen hatte.
Zusammengefasst heißt es “Drinking a couple of beers and coming up with something that makes people more >>ethical
hmmm, ich finde da nichts schlimmes daran beim bier darüber nachzudenken, wie man die welt verbessern könnte. wenn ich mir die alternativthemen anschaue, die man beim biertrinken sonst so hat, ist es eigentlich sogar recht positiv.
also, ehrlich gesagt muss ich bei diesem geschäftskonzept ständig an “big brother is watching you” denken….. ich weiss nicht ob die “totale datenerhebung” wirklich die welt verbessert.
ich muss stefan recht geben.
Mein urspr. Kommentar war länger-zu lang. Zusammengefasst: Das Konzept stösst bitter auf, daß jeder nach seinem Gusto jedem “fürs ganze Leben” seine Note aufdrücken kann. Naiv zu denken, das ist ethisch und was raus kommt ist beängstigend-Schubladen für alle! Stichwort: “Self Fullfilling Prophecy”. (& nix gegen Bier & Ideen!)
Warum das nicht funktioniert: Entweder man kann die Bewertungen anderer löschen, dann gäbe es nur noch gute Bewertungen und man könnte unterscheiden zw. Leuten, die viele guten Bewertungen haben und Leuten, die wenige haben. Oder aber man kann die Bwertungen anderer nicht löschen, dann würde aber erstens viele nicht mitmachen und zweitens wäre so ein systematisches abwerten durch andere einfach und drittens und das ist das m.M.n. entscheidende: Wie du mir so ich Dir. Ergo: Die Bewertungen sind wertlos, weil man selber ungern negativ bewertet, aus angst der andere rächt sich. Das ist das gleiche Spiel wie bei Ebay…. Gegenargumente?
ich bin leider kein e-bay heavy user. falls das hier welche mitlesen, würde es mich interessieren, welche erfahrungen mit dem e-bay bewertungssystem gemacht wurden. ist es nützlich? welche zwei drei dinge sind richtig gut an dem system, welche zwei drei dinge stören oder bergen risiken?
Bin ich auch nicht (130 Bewertungen), aber nur als Beispiel: Habe X gekauft, bekam Y geliefert. 3 Wochen Diskussion hin und her. Irgendwann wurde es mir zu dumm und ich habe neg. bewertet. Keine 5 Minuten später hatte ich auch eine mit dem Argument ich hätte nicht gezahlt. Mir wurde vorher auch “gedroht”, dass dies so passieren würde. Jetzt könnte man glaube ich bei Ebay eine Erklärung abgeben, dass die neg. Bewertung des anderen inhaltlich falsch sei…. und dann löscht Ebay die Bewertung. Und nachdem ich ein paar Wochen verstreichen lies war meine neg. Bewertung bei ihm tatsächlich verschwunden ;-) Mit anderen Worten: Ich vertraue weder den Ebay-Bewertungen, noch den Amazon Rezensionen und erst recht nicht irgendwelchen persönlichen Bewertungen wie Rapleaf. Ich bin ein absoluter optimist, aber hier denke ich einfach das diese Sachen einfach nicht funktionieren werden und selbst wenn Leute mitmachen ist die Aussagekraft sehr eingeschränkt, oder? Trotzdem: Wie immer super Interview. Ich liebe diesen Blog, weil man mal die Menschen hinter den Services kennen lernt – zumindest virtuell. Weiter so!