interview, lifeaction,michael schiemann, augmented reality, ar, lbs, location based service, mobile, augmented reality games, augmented reality spiele

Augmented-Reality (“erweiterte Realität”) ist seit Jahren ein Hypethema. Dank immer leistungsstärkerer Smartphones dringt diese Technologie, welche virtuelle Informationen in ein Kamerabild projiziert, nun auch verstärkt in den Bereich Mobile ein. Nichts weniger als “ein weltweit spielbares, mobiles Augmented-Reality-Rollenspiel, das Millionen von Spielern begeistert” zu entwickeln, hat sich die Berliner Spielefirma Lifeaction (www.life-action.eu) auf die Fahne geschrieben. Lifeaction-Gründer und -CEO Michael Schiemann im Interview zum Produkt und der Zukunft von Mobile, Augmented-Reality und Location-Based-Services.

Hallo Michael, stelle dich bitte kurz vor.

Hallo ich bin Michael Schiemann, ich bin 30 Jahre, komme ursprünglich aus Bautzen, einer kleinen Stadt in Sachsen, und bin CEO von Lifeaction Games. Ich bin bei Lifeaction für die Produktentwicklung und das Business-Development verantwortlich. Ich sorge dafür, dass wir mit unserem Team unsere Vision von Augmented-Reality-Spielen verwirklichen und in diesem Bereich ganz vorne mit dabei sind.

Was macht ihr mit Lifeaction?

Lifeaction sprengt die Grenzen der Realität! Wir entwickeln die Zukunft der mobilen Spiele und machen erstmals Computerspiele und Filme mit modernster Augmented Reality-Technologie live erlebbar. Unser erstes Produkt sind digitale Live-Rollenspiele (von uns intern “eine Action” genannt), bei denen man eine spannende Geschichte zusammen mit seinen Freunden live erleben kann. Das Ganze funktioniert im Rahmen von großen Spiele-Events, die wir zusammen mit Eventagenturen in den großen Städten Deutschlands durchführen.

Teilnehmer schließen sich in Gruppen zusammen, kommen zu einer von uns festgelegten Uhrzeit zur Startlokation (meistens ein Kino), bekommen von uns ein iPad sowie ein Action-Pack mit Spielutensilien, schauen mit Hunderten anderer Teilnehmer einen Einführungstrailer und das Spiel beginnt. Während eines drei- bis vierstündigen Spieles navigieren die Spieler mit GPS an verschiedene Orte einer Stadt, lösen Rätsel, treffen echte Schauspieler, interagieren durch Augmented-Reality auf dem iPad mit virtuellen Avataren, benutzen die Gegenstände in ihrem Action-Pack, schauen Videos und lösen die Geschichte wie in einem interaktiven Adventure-Computerspiel.

Unser Live-Produkt eignet sich dabei für die unterschiedlichsten Zielgruppen: Jeder, der einmal etwas Besonderes erleben will, für Familienausflüge, Studenten, Touristen und sogar für Unternehmen im Rahmen von Mitarbeiterveranstaltungen. Wir wollen damit ein Alternativangebot zu bestehenden Produkten im Live-Entertainmentbereich anbieten.

Ein zweiter Bereich bei uns sind mobile Augmented-Reality-Spiele als App, die Nutzer unabhängig von unseren Events jederzeit und überall spielen können. Ende des Jahres planen wir unser erstes Augmented-Reality-Spiel als App in deutsch- und englischsprachigen Ländern zu veröffentlichen.

Wie hebt ihr euch damit von der Konkurrenz ab?

Mit unseren digitalen Live-Rollenspielen bringen wir ein Erlebnis-Produkt auf den Markt, das es so in dieser Form unseres Wissens nach noch nicht gibt. Es gibt zwar indirekte Konkurrenz durch zum Beispiel Theater, Musicals, Kino, Geocaching und viele andere Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und Erlebnisevents, aber die wenigsten davon sind wirklich aktiv, technisch innovativ, kombinieren Spiel mit Story und ermöglichen gleichzeitig ein Teamerlebnis, so wie dies bei Lifeaction der Fall ist. Langfristig werden wir uns durch unsere kreativen Spielinhalte und eine fortschrittliche Technologie auszeichnen, die wir fortwährend weiterentwickeln.

Eure Zielgruppe ist sehr spitz. Wieso habt ihr euch dafür entschieden?

Wir haben uns im Bereich der digitalen Live-Rollenspiele zunächst ganz bewusst für einen konkreten Fokus bei der Zielgruppe entschieden. Dadurch können wir relativ kostengünstig unser Produkt in den Markt bringen und im Laufe unserer Geschäftstätigkeit die Zielgruppe Step by Step erweitern. Weiterhin ist ein solches Spiel relativ aufwändig in der Produktion und somit für den Anfang nicht unbedingt für jeden Kinogänger erschwinglich, sondern ein ganz besonderes Erlebnis-Event.

Durch unsere technologischen Entwicklungen planen wir es zu ermöglichen, dass in einem Jahr bereits über 800 Menschen an einem Spiel gleichzeitig mitmachen können. Das gibt uns auch mehr Spielraum beim Preis und somit auch der Zielgruppe.

Mit unseren AR-Spiele-Apps sprechen wir gezielt auch jüngeres Publikum an.

Augmentes-Reality und Location-Based-Services sind schon lange gehyped. Warum, glaubst du, ist die Marktreife jetzt erreicht?

Nun, gehyped sind viele Bereiche, die etwas mit der Zukunft zu tun haben, und das wird auch immer ein Stück weit so bleiben. Im Bereich Location-Based-Services denke ich, dass durch die zunehmende Verbreitung leistungsstarker mobiler Endgeräte einfach grundsätzlich viel Potenzial da ist. Und die Zahlen sprechen für sich. Welches Modell am Markt funktioniert, ist eine andere Frage, das entscheiden die Nutzer.

Im Bereich Augmented-Realtiy (AR) ist es so, dass die Vision einer solchen Tech bereits vor mehreren Jahrzehnten entstanden ist (siehe auch Star Wars-Filme). Ich denke aber, dass die Technologie erst jetzt anfängt richtig zu reifen und langsam auch kundenfreundliche, mobile AR-Produkte entstehen. Kein Mensch hat Lust, sich mit einem wackelnden Charakter zu unterhalten, nur weil der Prozessor des Tablets oder Smartphones nicht hinterherkommt. Heute haben wir leistungsstarke Tablets und Smartphones die bereits gute, mobile AR-Ergebnisse erzielen. Daher setzen wir bei unseren Spielen bereits jetzt auf diese Technologie.

Wie schätzt du die Entwicklung des Bereichs Mobile im Allgemeinen ein?

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo es noch keine Handys gab, ja sogar, wo es noch kein Internet gab. Jetzt gibt es Handy und Internet in einem. Die Entwicklungen in diesem Bereich sind blitzschnell. In den nächsten zehn Jahren wird nahezu jeder Mensch so ein Gerät besitzen, davon bin ich überzeugt. Weiterhin bin ich überzeugt, dass die Endgeräte unser Verhalten nachhaltig beeinflussen werden.

Gibt es weitere Trends, die du im Bereich Mobile oder im Internet allgemein siehst?

Das ist ein sehr breites Feld. Die Zukunft liegt aus meiner Sicht in einer Konvergenz. Die Grenzen zwischen den Betriebssystemen werden verschmelzen. Allgemein, denke ich, werden wir zunehmend immer und überall miteinander verbunden und online sein, beziehungsweise die Möglichkeit dazu haben.

Was kann man von Lifeaction in Zukunft erwarten?

Neben unseren digitalen Live-Rollenspielen, die wir in den nächsten zwei Jahren in großen Städten Deutschlands sowie in den größten europäischen Metropolen etablieren wollen, ist unser mittelfristiges Ziel ein Free-To-Play Mobile-Augmented-Reality-Rollenspiel, welches von Millionen Nutzern weltweit gespielt werden kann. Mit diesem Spiel wollen wir unser lokales Spielekonzept schließlich globalisieren.

Michael, vielen Dank für das Gespräch!

Vielen Dank, Georg.

So sieht Lifeactions Augmented-Reality-Game aus

Wer mit dem Begriff “Augmented Realtiy” bisher nichts anfangen kann, dem sei Lifeactions Video mit detaillierten Spielinformationen ans Herz gelegt.

Gewinnt ein cooles Teamevent

Startups mit Interesse an einem coolen Teamevent  aufgepasst: Lifeaction verlost für ein Startup-Team (bis zu 5 Personen) das Spiel “Da Vinci Code und die Suche nach dem heiligen Gral” in Berlin. Dafür einfach unter diesem Artikel kommentieren, warum gerade euer Fünfergespann gewinnen sollte.

GD Star Rating
loading...
Hype Augmented-Reality: Lifeaction lässt Hunderte Spieler real miteinander spielen, 3.7 out of 5 based on 3 ratings
Alle Bilder in diesem Artikel unterliegen der Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung-Keine Bearbeitung, CC BY-ND; Link zum rechtsverbindlichen Lizenzvertrag). Ausgenommen sind anders gekennzeichnete Bilder unter anderem von Panthermedia, Fotolia, Pixelio, Morguefile sowie Pressefotos oder verlagseigenes Bildmaterial.