“Man sticht hier als StartUp einfach hervor!” – Interview mit René Kühn (Initiator Online Stammtisch Köln)
Letzten Mittwoch fand der 4. Online Stammtisch Köln statt, ein Stammtisch der mittlerweile nicht nur Rheinländer in die Medienmetropole zieht. Startete der 1. OSK in der kleinen VICBAR mit über 170 Personen, so waren es beim OSK 2.0 schon weit über 400 und beim OSK 3.0 sogar über 550 Personen. So haben es René Kühn, Christoph Nichau und Christian Linssen geschafft, ein Event in Köln zu etablieren mit einer guten Mischung aus willigen Gründern, Entscheidungsträgern und Venture-Capital-Gebern.
Gründerszene sprach mit René Kühn darüber, wie man solch ein effektives Event auf die Beine stellt und warum man unbedingt in Köln gründen sollte. Auch Verbesserungspotenziale und Social Media wurden thematisiert und zum Schluss gibt es noch einen Gründer-Tipp von René.
Film ab!
Über den Interviewer:

Für Gründerszene war diesmal der Gastinterviewer Christoph Beckmann in Köln unterwegs. Christoph arbeitet als Junior Consultant bei einem Kölner Consulting Unternehmen und wird zukünftig des öfteren Interviews für Gründerszene in der Rheinmetropole führen.
Er ist Gründer von lootogo (www.lootogo.com), einer Suchmaschine für öffentliche Toiletten, bei der man stille Örtchen finden und bewerten kann.



Einmal spontan den Namen vom Hitflip Online-Stammtisch geklaut. Absolutes Premium-Netzwerk.
Let’s face it: es gibt ein paar handfeste Gründe, warum Berlin mit riesigem Vorsprung Internet-Hauptstadt ist – und Köln es auch bis auf weiteres erst einmal nicht wird:
- sehr günstige und kurzfristig verfügbare Büro-Räumlichkeiten, zT sogar öffentlich gefördert (Stichwort Office-Sharing, Gründerzentren etc.)
- jede Menge junges, gutes geschultes IT-Talent (nicht wirklich die Stärke der Uni Köln und anderer hier in der Umgebung.. Auch Aachen ist halt eher Ing.lastig)
- eine sehr agile und risikobereite Kreativszene (Köln ist eher Medien- und Kulturstadt, hat aber nicht mehr die jungen verrückten Kreativen, weil die halt jetzt alle nach Berlin gehen)
- eine sehr aktive Business Angel und VC-Szene bzw. Networking- und Party-Szene.
Ich find die Aktivitäten von René um OSK herum super und sehr unterstützenswert, aber ich würde schlichtweg davor warnen, dass dann Internethauptstadt Köln zu nennen.. (So großkotzig ist ja nichtmal Düsseldorf!)
Darüber hinaus finde ich es mehr als fragwürdig, ob irgendwelche Konferenzen mit Parteiheinis, IHK und ähnlichem daran was ändern werden. Überzeugt lieber die örtlichen VCs, hier Inkubator-Gesellschaften aufzubauen, etabliert einen guten regelmäßigen und gemütlichen Stammtisch (monatlich) und sorgt dafür, dass die Stadt große und für Gründer finanzierbare Büroräumlichkeiten bereit stellt.
Grüße aus dem Kölner Süden,
M.
Kann Dir nicht ganz folgen. Ein lokaler Preisverfall bei Büromieten und Personal sowie ein Überangebot an leichtfüßigen Geschäftsideen macht, für mein betriebs- und volkswirtschaftlichen Verständnis, noch keine Stadt zu einer Hauptstadt.
Köln überzeugt aus meiner Sicht durch namhafte Internet-Unternehmen aber Städte wie Hamburg und München stehen Köln dahingehend auch in nichts hinterher.
Gefühlt ist Berlin für mich die Hauptstadt der Internet-Startups. Und das ist auch gut so!
@Peter: schau einfach mal auf http://www.internethauptstadt-koeln.de, dann verstehst Du, worauf ich mich im letzten Absatz bezogen hatte ;)
Jungs – Hauptsache ihr gründet und macht was für den Standort Deutschland im Allgemeinen ;)
Wir haben uns mit den Gründern von Käuferportal wahrscheinlich 10% unserer Zeit mit dem Standort des niemals gegründeten Unternehmens befasst und dabei ist dann eben auch kein Unternehmen rausgekommen.
Berlin war Mauerstadt, hatte niemals Industrie und natürlich wird daher jetzt verstärkt was für die Dienstleistungsbranche getan – besonders wenn nach die ganzen nach der Wende gebauten Büros leerstehen. Berlin ist einach ne extrem coole Stadt, die mir persönlich immer zu groß war.
Köln hingegen ist mit dem WDR, RTL und den ganzen old economy Internet Unternehmen im Rheinau Hafen definitiv eine Medienstadt und es gibt ne Menge nette Gründertreffen wie bspw. likemind jeden 3ten Freitag im Monat.
Letztendlich kommt es aber darauf an, wo ihr euch am wohlsten fühlt, denn nach 16 Stunden arbeiten sollte wenigstens die Stadt euch gefallen ;)
@ Christoph super beitrag! und versuch mal beim nächsten likemind vorbei zu schauen, dann kann ich endlich mal die versprochenen Intros machen http://tinyurl.com/likemindcgn
Tolles Interview @Rene und @Christoph!!
Die Diskussion im Bezug auf Internethauptstadt ist genauso überflüssig wie die Berlinisierung.
Wichtig ist, das die richtigen Entwicklungen angestoßen werden, egal in welchem Teil des Landes. Deutschland hat im Bezug auf Innovation und Bildung sehr viel nachzuholen. Das geht nur wenn man die Dinge “zusammen” antreibt und nicht sinnlos Gelder verballert, nur um in Berlin zu sein. Es kann genauso gut Gummersbach oder Lauenau sein.
Die Politik und Wirtschaft hat definitiv hier noch sehr viel zu leisten. Gründungen werden in Deutschland als Riskio gesehen und nicht als Chance. Entsprechend sind die Förderprogramme für Innovationen quasi nicht vorhanden. Lieber greift man auf Copycats zurück und überlässt dem Ausland die Federführung. Echt ein Trauerspiel…
Das ist noch sehr viel Musik bzw. Arbeit bzw. Luft drin!
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