StudentSN? Klingt wie StudiVZ. Klingt wie: nicht noch ein Social-Network! Wie verrückt muss man sein, um in Europa der VZ-Gruppe oder Facebook Paroli bieten zu wollen? “Nicht verrückt, sondern intelligent”, kontert StudentSN-Geschäftsführer Ibrahim Tarlig im Gründerszene-Interview. Für ihn sind die Branchenriesen keine Konkurrenz, sondern mögliche Kooperationspartner. Man würde dem Mann wahrscheinlich Größenwahn unterstellen, aber er trägt seine Vision so gefasst vor, dass man ihm Glauben schenken möchte. Er ist ein Stratege, der Märkte in die Tiefe analysiert und gut vernetzt ist, jemand, der nicht ohne Konzept ein so großes Projekt wie StudentSN angeht.

StudentSN ist auch kein Neuling. Seit 2007 existiert das Unternehmen bereits in der Türkei und hat sich, dort mit mittlerweile 600.000 aktiven Nutzern, als größte soziale Internet-Plattform für Studenten etabliert. Täglich kommen 1.000 neue Benutzer hinzu und man versteht plötzlich, warum Ibrahim Tarlig so optimistisch in die Zukunft blickt. Für den deutschen Ableger setzt man ganz auf Paid-Content. “Man muss der richtigen Zielgruppe, wertvolle Dinge anbieten” – StudentSN versteht darunter den Verkauf von Hausarbeiten, Apps und SMS zu Kampfpreisen. Bis zum Jahresende möchte das Unternehmen damit bereits der führende Service-Anbieter für digitalen Content in Europa sein. Ein hohes Ziel. Vielleicht zu hoch? Für die deutsche Seite des Student-Services-Network gibt es bisher lediglich eine Preview. Noch neun Monate bis zum Jahresende…

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