Geiz ist geil. Sparen, sparen, sparen. Mehr Brutto vom Netto. An dem was die Bundesregierung nicht schafft, versuchen sich in letzter Zeit immer mehr Internetportale. Das weltweite Netz wird momentan geflutet von Live-Shopping-Angeboten, Deals, Lifestyle-Couponing und Gutscheinen. Daniel Engelbarts ist Gründer und Geschäftsführer von Sparwelt (www.sparwelt.de), einem Portal das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Premiumschnäppchen für seine Nutzer zu finden und auf der eigenen Seite zu präsentieren. Daniels Sparwelt gehört zur Econa-Gruppe (www.econa.com), die nun mit Abowelt (www.abowelt.de) noch ein weiteres Schnäppchenportal – diesmal für Zeitschriftenabonnements – auf den Markt bringt. Neben den ersparten Prozenten ist der wirklich interessante Aspekt hierbei aber vor allem, wie diese zustande kommen. So erfolgt das Ersparnis für das Abo einer gewünschten Zeitschrift ganz einfach über das Werben der eigenen Person.
Daniel Engelbarts über Schnäppchen, Sparwelt und das Prinzip hinter Abowelt
Das Ganze erscheint auf den ersten Blick wie eine moralische und vor allem rechtliche Grauzone. Dass dieser Blick nicht ganz trügt, gibt Geschäftsführer Daniel Engelbarts im Interview mit Joel Kaczmarek offen zu. Warum man das Risiko eingehender Abmahnungen trotzdem eingeht, welche Rolle dabei das Econa-Portal Spickmich (www.spickmich.de) spielt, beantwortet Daniel ebenso wie die Frage, ob sich ein Unternehmen durch das Aufzeigen von Schnäppchen und das Kassieren von Provisionen bei vermittelten Aufträgen über Wasser halten kann. Er gibt einen Ausblick auf das kommende Halbjahr und erzählt, wie er überhaupt zu Econa, zur Sparwelt sowie zur Abowelt und zum Sparen im Allgemeinen gekommen ist.
Film ab!


Cooles Interview. Gerade das Abosystem war interessant
Was mich wirklich stutzig macht: Warum haben die ihren Break-Even immer noch nicht erreicht? Die Seite gibt es immerhin schon seit fast 2 Jahren und weist hat nach Angaben des GF rund 2 Mio Visits im Monat auf. Das dürften mind. 3 Mio Pageviews sein. Bei einem eCPM von 50 Euro (was wirklich konservativ im Affiliatebereich gerechnet ist) kommen wir auf Einnahmen vor Steuern von mind. 150.000 Euro im Monat. Realistisch sollte der Wert wesentlich über 200k/Monat liegen.
Demgegenüber sind die Investitionen und Kosten eines Schnäppchen-Blog doch wirklich überschaubar. Man nehme: einen guten Webhoster, ein WordPress-Blog (bzw. eine Eigenentwicklung), zwei bis drei Redakteure und ein paar Praktikanten sowie ein günstiges Büro (in Berlin).
Wozu hier überhaupt ein “Investor” einsteigen muss, ist doch auch fraglich. Immerhin können solche geringen Investitionen doch schon über einen (Gründer-)Kredit bzw. Zuschüsse gestemmt werden.
Vielleicht habt ihr ja mehr Infos bzw. Ideen!
@Der Nick
Wieso, er erwähnt doch, dass sie bereits das Darlehen zurückzahlen. Scheint also nicht mehr all zu weit vom Break-Even zu sein. Bei einem Hausbesuch auf deutsche-startups.de konnte man dort schon einige Leute zählen und die Adresse in Berlin-Mitte ist sicherlich auch nicht die schlechteste (und somit auch wohl ein wenig teurer).
Ich drücke den Jungs die Daumen, dass sie weiterhin so erfolgreich sind! Deutschland kann von solchen Unternehmern mehr gebrauchen…
Mein Ausblick sieht ja wie folgt aus (mit doppelten Augenzwinkern) ;)
mydealz (Start April 2007) – sparwelt (Start August 2008)
abosgratis (Start März 2009) – abowelt (Start Juni 2010)
Ausblick
Couchjockey (Start November 2009) – spielwelt (März 2011)
Dealspwn (Start April 2010) – spielevergleichswelt (Juli 2011)
@Fabian: Keine Sorge, wir starten durchaus noch das ein oder andere Portal in DIESEM Jahr. ;-)
Glückwunsch, Daniel, und gutes Gelingen!
Einer muss es immer vor machen damit die anderen Nachbauen können ;)
Ich denke es kommt dabei immer auf die Details und Umsetzung an. Sparwelt & MyDealz unterscheiden sich recht deutlich.
Das Abosystem wurde wirklich prima erklärt. Eine Ergänzung aber noch, die wichtig ist: Es ist m.E. zu befürchten, dass der Abo-Schnäppchen Markt in sich zusammenfällt, wenn immer mehr Portale aus dem Boden empor schiessen. Der Kunde wird immer irritierter, vor allem wenn zusätzlich Webseiten wie quipu (und andere) entwickelt werden, die mit Cadhbacks werben. Hoffen wir mal das beste :-)
Genau aus diesem Grund ziehen inzwischen einige Advertiser die Provisionen aus dem CashBack Bereich raus oder reduzieren die Ausgaben.
Bei den Abos gab es sogar Zusammenschlüsse um CashBack für Abos zu unterbinden damit die Provisionen stabil bleiben.
Der CashBack Markt dürfte im kommenden Jahr wieder mit ein paar Einschnitten rechnen.