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Betahaus Köln in vorläufiger Insolvenz

Als Anfang des Monats ein Hilferuf aus dem Betahaus die noch junge Kölner Startup-Szene in Aufregung versetzte, hatte die Mit-Gründerin Anu Beck bereits die Türen zum Co-Working-Space für Gründerszene geöffnet. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war es schon auffällig, dass längst nicht alle Kapazitäten ausgeschöpft werden – anders als beim Berliner Pendant. Wohl auch, weil es neben dem Betahaus (www.koeln.betahaus.de) mit dem Clusterhaus, dem Startplatz, der Gasmotorenfabrik, dem Solution Space, dem Colabor und dem UFA Lab weitere Hubs gibt, in denen sich Startups tummeln.

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Bei der Erstveröffentlichung dieses Artikels waren die Ausmaße der Probleme des Kölner Betahauses noch nicht öffentlich. Von Seiten Anu Becks erfuhr die Redaktion nun, dass sich das Betahaus in einem vorläufigen Insolvenzverfahren befindet.

„Höchste Priorität hat das Finden einer neuen Immobilie, damit das Betahaus eine Perspektive hat“, so Beck.

Auch gebe es einen Sanierungsplan. Sollte das Betahaus dann eine neue Grundlage haben, würde sie auch den Weg freimachen für ein neues Führungsteam. „Wir alle wollen das Betahaus unbedingt fortführen, auch wenn die Situation gerade schwierig ist“, sagt Beck kämpferisch.

Im Gründerszene-Video aus dem Januar erzählt sie,  dass sie zur Anfangszeit des Betahauses vor zwei Jahren dachte, dass ihr besonders Freelancer die Türe einrennen würden. „Doch plötzlich erwuchs etwas, das eine ernsthafte Kölner Gründerszene wurde“, erinnert sie sich zurück. Immer mehr Startups bevölkerten das Betahaus. Scheinbar waren es aber jetzt nicht genug, damit sich das Betahaus an Ort und Stelle selbst trägt. Schade.