Derzeit scheint die Internet-Szene auf eine App ganz besonders neugierig zu sein: Vamos. Was aber steckt hinter dem Smartphone-Progrämmchen? Die Webseite verrät außer dem Slogan “Vamos – knows what’s going on when you don’t” lediglich, dass man sich für die kommende Beta vormerken lassen kann. Grund genug für Gründerszene, sich von Vamos-Mitgründer und CEO Luis-Daniel Alegría die App, ihre Vorgeschichte und die Ziele ihrer Macher genau erklären zu lassen.

Vamos: “Wissen, was los ist”

Die Idee für Vamos (www.getvamos.com) sei an einem Donnerstag Abend in Amsterdam entstanden: Luis-Daniel Alegría und sein Freund und Mitgründer David Prentell hatten ein paar Stunden tot zu schlagen und suchten nach einem aufregenden Event – sicherlich würde eine Stadt wie die niederländische Hauptstadt vieles zu bieten haben. Weder die einschlägigen Apps wie Unlike (www.unlike.net), Time Out und Lonely Planet noch Google konnten weiter helfen, sagt Alegría. Noch am gleichen Abend beschlossen die beiden, selbst ein Progrämmchen zu entwickeln, dass alle möglichen Events auflisten kann.

Anders als die Konkurrenz wollen sich die Vamos-Macher, zu denen neben Alegría und Prentell noch Jens Dressler und Erik Collinder gehören, dabei auf das hier und jetzt konzentrieren. Dabei soll echter Mehrwert geboten werden: Wer von meinen Freunden geht wo hin? Wie komme ich am besten zu einem bestimmten Veranstaltungsort? Und wie sieht es dort aus? All diese Fragen will Vamos beantworten. Helfen sollen dabei neben Facebook etwa Fotos mit Geo-Informationen von Diensten wie Instagram oder Eye-Em oder auch Kartendaten von Google Maps.

Mehr als Parties und Strick-Abende

Gegen Mitte August soll die App, die sich gegenwärtig im geschlossenen Betatest befindet, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Technisch basiert Vamos auf allen öffentlichen Facebook-Veranstaltungen – noch zumindest, denn das Team will deutlich mehr bieten. Museen, Ausstellungen, Informationen von anderen Event-Plattformen, die Liste an möglichen Veranstaltungstypen ist lang. Auch an einer Einteilung nach Kategorien werde bereits gearbeitet, derzeit bietet Vamos lediglich eine recht unsortierte Liste an Events. Ein Einladungs-Mechanismus zwischen den Nutzern sei ebenfalls bereits in der Mache.

Geld verdienen soll Vamos, weil die vier Gründer auch auf Veranstalterseite durchaus einen Bedarf für eine vielseitige Event-App sehen. Gegenwärtig gebe es wenige Möglichkeiten, halbvolle Clubs um elf Uhr nachts mit Leben zu füllen. Vamos könnte hier durch hervorgehobene Veranstaltungshinweise eine elegante Lösung bieten. Wie schon für die Nutzer soll die Bedienung auch für die Veranstalter einfach gehalten werden, denn auf ein großes Sales-Team möchten die Vamos-Macher gerne verzichten. Bei all dem wird entscheidend sein, wie gut die App angenommen wird. Alegría & Co. sind optimistisch: In einem Jahr wollen die vier Vamos-Gründer eine Million Nutzer haben.

Und so sieht Vamos aus:

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