Mit dem eigenen Unternehmen die Welt verbessern – was pathetisch klingt, nennt sich Social-Entrepreneurship. Niels Billou ist Experte auf diesem Gebiet. Im Gründerszene-Interview verrät er, was genau soziales Unternehmertum bedeutet und welche Firmen es heute schon richtig machen.
Niels Billou über den Bedarf an Social-Entrepreneurship
Social-Entrepreneurship – ein Begriff, der nicht nur in der Gründerszene immer mal wieder auftaucht. Das mit “sozialem Unternehmertum” etwas holprig übersetzte Geschäftsmodell erschließt sich nicht jedem. “Während es im traditionellen Entrepreneurship um finanzielle Rendite geht, strebt das Social-Entrepreneurship nach einem sozialen Ergebnis”, sagt Niels Billou. Er ist Professor für Entrepreneurship und Innovation an der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin.
Grund und Bedarf für Projekte, die nicht hauptsächlich auf Gewinn aus sind, gibt es genug, meint Billou – die Motivation, etwas mit tieferem Sinn zu schaffen, habe schließlich jeder in sich. Dabei ist Social-Entrepreneurship kein Gebiet für Entwicklungshelfer in Entwicklungsländern, Bedarf gebe es mehr als genug, auch in Deutschland.
Alles was es braucht, sei eine Mission – den Rest könne jedes StartUp mit den gewöhnlichen Mitteln des klassischen Entrepreneurships angehen. Beispiele für gelungenes soziales Unternehmertum sind für Niels Billou etwa Betterplace, Social Stock Exchange und VisionSpring, das Genisis Institute und GEXSI. Ein fast schon pathetischer Aufruf für eine bessere Gesellschaft – im Interview mit Joel Kaczmarek.
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