“Manche Kinder würden vielleicht sagen, dass wir etwas zu konservativ sind”, sagt Kay Kühne und der Stoff-Panda wackelt sein Grinsegesicht in die Kamera hinein. Zusammen mit seinem Partner Moritz Hohl hat er Panfu (www.panfu.de) gegründet – Gründerszene traf die beiden zu einem Interview in ihrem Büro in Berlin-Mitte.
Kay Kühne und Moritz Hohl zu Panfus Performance
Konservativ – dieses Attribut geben sich Kay Kühne und Moritz Hohl nur, weil sie viel in die Sicherheit ihrer “jungen und schutzbedürftigen Zielgruppe” investieren: Chatprotokolle werden gesichtet, durch die Filter schaffen es nicht einmal jene Schimpfwörter, die “mit S oder A beginnen.” Die Kosten für Support und Moderation bei Panfu belaufen sich so auf einen fünfstelligen Betrag.
Das Gamingportal für Kinder ab sechs Jahren gibt es seit Dezember 2007. Seit Anfang 2009 sei das Portal profitabel, sagen die Gründer. Die Spieleplattform monetarisiert sich durch ein Freemium-Modell mit kostenpflichtigem Zusatzangebot im Abonnement. Genaue Zahlen wollen sie aber nicht nennen – vielleicht in einem Jahr.
Zwei Millionen Unique-Visitors bei Panfu?
Zwölf Millionen registrierte User zählen die beiden aktuell bei Panfu, 4,2 Millionen davon in Deutschland. Googles Ad Planner – der zumindest für einen Richtwert gut ist – zählt nach Abfrage aller aktiven Domains (.com; .de; .fr; .es; .nl; .pl; .se) etwas über zwei Millionen Unique-Visitors. Interne Zahlen wollen die Panfu-Chefs nicht verraten, laut einer Pressemitteilung vom Juni registrieren sich aber täglich 15.000 neue Jungspieler. Ein sehr guter Artikel zu virtuellen Welten für Kinder findet sich übrigens auch bei GameBizz.
Im Interview mit Joel Kaczmarek berichten Kay Kühne und Moritz Hohl von ihren positiven Erfahrungen mit Investoren und Business-Angels und geben einen Einblick in die Prozesse bei Panfu. Für Gründerszene schauen die beiden auch in die eigene Zukunft und geben einen Ausblick, was noch so von Panfu erwartet werden darf.
Film ab!


Interessant und an sich auch ein gutes projekt. Aber krass zu wissen, wie gut es läuft – und auch zu wissen, was für hungerlöhne sie dann neuen mitarbeitern zahlen wollen (weiss ich aus eigener erfahrung). nee, sowas finde ich dann ein insgesamt unschönes gründer-projekt, wenn ein erfolgreiches produkt damit einhergeht, dass die mitarbeiter schlecht bezahlt werden.
Zwei sympathische Visionäre – wer hätte denn am Anfang gedacht, dass sich dieses Geschäftsmodell zu so einem Renner entwickelt?
Habe auch dort gearbeitet. Meine Erfahrungen waren
* Projekt-Management: nicht vorhanden.
* Qualitätssicherung: was ist das?
* Langfristig planen: Bei Panfu doch nicht!
* Die Entwicklungsabteilung stand stets kurz vor der Meuterei
* Die 2 haben das Geld mit offenen Händen aus dem Fenster geworfen, bis dem von Ausserhalb eine Ende gesetzt wurde und die halbe Belegschaft gefeuert werden musste. Deshalb wird auch Bolly Kids nicht mehr weiterentwickelt.
Fazit: Ich weiß, dass es in einem Startup nicht so sein muss. Glaubt mir. Wäre ich Investor, würde ich die 2 erstmal feuern.
@suse: Schau Dir andere Unternehmen an, wie z.B. LIDL, WALMART etc., Sie fahren alle sehr hohe Gewinne ein und das Erfolgsrezept liegt stets darin begründet, die Mitarbeiter schlecht zu bezahlen und gleichzeitig unter Druck zu setzen. Funktioniert prächtig in unserer Gesellschaft.
Aber zurück zum Video. Sehr interessant, allerdings wenig Details zu Zahlen, schade eigentlich. Aber ansonsten Respekt für die erfolgreiche Umsetzung des Geschäftsmodells.
Zitat “Panfu läuft nicht wegen der Gründer so gut, eher TROTZ der Gründer”
-Verfasser bekannt
es stimmt leider was über panfu erzählt wird. ich war auch dort.
die Gründer haben um ein haar ein elfmeter ohne torwart komplett in den sand gesetzt. die vorgabe war einfach, clubPenguin.com mit Pandas nachbauen, aber dank kühne und hohl ist einiges den bach runter gegangen.
ALLE senior angestellten haben mittlerweile entgeistert das unternehmen verlassen.
“Panfu läuft nicht wegen der Gründer so gut, eher TROTZ der Gründer”
Da ist leider einiges dran…
Bilanzen bei http://www.ebundesanzeiger.de und nach Young Internet GmbH suhen.
sie sind idioten.
Programmierer sind in polen und india (!), support in süd amerika, 20 Praktikanter…
Geld verdienen mit Kindern, alles klar
Ich hab mich schon immer gefragt ob sie das nicht selber schlimm frinden einfach eine Plattform von Walt Disney zu kopieren und einfach fast nur die Farben und Tiere auszutauschen. Und auch die Minigames sind alle von anderen Flashgames kopiert.
Schade finde ich es auch wie schlecht sie scheinbar immer noch mit dem Personla umegehen. Andererseits ist es auch erstunlich das sie trotdem immer noch Leute finden die sich so behandeln lassen wollen.
Zu meiner Zeit bei Panfu haben aber auch alle Mitarbeiter die Geschäftsabteilung gehasst aber neimand hat sich getraut was zu sagen.. Sehr Schade.
[...] http://www.gruenderszene.de/interviews/wir-sind-sehr-streng-interview-mit-den-panfu-grundern-kay-kuh... [...]
Ich finde Panfu sehr sympatisch, mein Sohn spielt viel dort, ich helfe ihm auch beim bloggen auf seiner Panfublogseite.
Leider finde ich das Problem mit den Schimpfwörtern im chat nach wie vor nicht sehr gut gelöst – ich gehe selber oft mit dem Golpanda meines Sohnes online, und bin schon unzählige Male gebannt worden, weil irgendeines der Wörter die ich sagte (und von denen sicherlich keines ein Schimpfwort war) auf der Blacklist stand – leider erfährt man im Falle eines Bannes auch nicht welches Wort nun genau der Grund des Banns war, so dass man dies in Zukunft vermeiden könnte.
Das passiert mir leider wie gesagt mehr als sporadisch, und ich bekomme auch über den Blog mit dass es bei den Kindern für ziemlich viel Frust sorgt – insofern finde ich die Idee mit dem Schutz zwar im Prinzip gut, aber so schlecht umgesetzt dass es mehr schadet als wirkt.
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