Home » Interviews

Wohin mit dem Geld (II): Ehssan und Michael von StudiVZ

9. Februar 2007 von 15Kommentare

Und weiter geht’s mit einem noch unveröffentlichten DLD-Video, StudiVZ. Katharina schreibt:

Die Zauberlehrlinge Ehssan und Michael haben vor ziemlich genau einem (!) Jahr angefangen, das Studentennetzwerk StudiVZ aufzubauen. Wie bekannt, wurde StudiVZ dann Ende November 2006 im bisher größten Web-2.0-Deal in Deutschland von Holtzbrinck für gerüchteweise zwei Milliarden … OK… geschätzte 50-100 Millionen Euro übernommen. Damit haben die Gründer viel Spielgeld für Herrendüfte und weitere Ventures.
Im Interview beim DLD zeigen Ehssan und Michael, dass es neben den StudiVZ-Hauptgeschäftsbereichen eStalking, Sicherheitslöcher und Karteileichen (diesen Eindruck bekommt zumindest, wer nur die Presse liest) eigentlich auch noch andere Themen für die Zukunft dieses viel versprechenden Unternehmens gibt.
Film ab!


Link: sevenload.com

Vielen Dank Katharina & Dank an Michael und Ehssan für das Interview! Kurze Anmerkung von mir noch zu dem Thema: vor allem in der Blogosphäre gab es ja viel Wind um StudiVZ und deren Macher. Am Ende blieb bei manch einem wohl der Eindruck, dass da einfach jemand ein US Vorbild genommen hätte und ohne grosse Kompetenz damit erfolgreich gewesen wäre – ein Kinderspiel, sozusagen. “Das hätte ich auch gekonnt.” Hierzu kann ich nur sagen: es war nicht annährend so einfach StudiVZ erfolgreich zu machen wie es von aussen erscheinen mag. Die Gründer haben ein sehr grosses Verständniss für die Zielgruppe (& intuitiv auch für communitybuilding) und viele entscheidende Ideen gehabt und umgesetzt, für die es keine Vorbilder gab. Sie waren zu Beginn auch nur mit sehr sehr geringen finanziellen Mitteln ausgestattet gewesen – manch ein Wettbewerber war da wesentlich besser aufgestellt und trotzdem nicht annährend so erfolgreich. Deswegen & mit Kenntniss einiger Interna ziehe ich wirklich den Hut vor der unternehmerischen Leistung von Dennis, Michael & Ehssan. Dieser Erfolg war nicht zufällig.

Bei dieser Gelegenheit gleich noch ein unveröffentlichtes Video, welches ich Ende letzten Jahres in San Francisco mit Mark Zuckerberg, dem Gründer vom Facebook gedreht habe. Leider verwackelt und am Ende abgeschnitten (Batterieprobleme der Sony T7). Im Schlussteil äußert sich Mark auch zu Konkurrenzangeboten… leider wie gesagt nicht mehr ganz drauf. Technisch ist das Video sicher ein weiterer Tiefpunkt ;) aber für interessierte gibt es dennoch denke ich einen guten Eindruck von Mark… Film ab…


Link: sevenload.com

Über den Autor :

Du hast Spaß an Interviews mit Webgründern und -Investoren? Halte Dich mit dem Gründerszene Newsletter auf dem Laufenden. Werde bei Facebook ein Fan oder folge uns auf Twitter.

Sponsoren

Trackback Adresse des Beitrages

15 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag
  • Andreas (easn.de)

    Wow, wieder super interessante Eindrücke!

  • Florian

    - “Ende November 2006″?

  • Tefik

    Schade, ausgerechnet bei Zuckerberg muss das passieren. Hätte gern gehört wie genau seine meinung darüber ist.

  • Rafael Kugel

    Schade, schade, dass die Batterie bei Marks Interview schlapp gemacht hat!!! Bitte ab sofort IMMER mindestens 2 aufgeladene Ersatzbatterien dabei haben… ;-)
    Ansonsten: Macht einfach Spass, dieses Blog zu lesen! Weiter so!
    Rafael

  • Marc

    Also ich hoffe, dass die Interviews auch in Zukunft zum Mehrteil von Lukasz Gadowski gemacht werden, ich finde die besser, siehe das von Mark Zuckerberg im Vgl. mit studiVZ.
    Ich vermute das liegt daran, weil ihm die Leute auf Augenhöhe begegnen und er nicht zuerst fragt, was aus den privat gescheffelten Millionen “denn nun wird”. Ich glaube da viele Menschen sofort die Schotten dicht und das Interview ist zu Ende.
    Aus rein egoistischen Gründen, nämlich der Qualität dieses super blogs, hoffe ich, dass es dabei bleibt, dass “der Kameramann” auch weiterhin die Fragen stellt.

  • Sascha

    Jeder der/die sagt, “das hätte ich auch gekonnt” dem sei doch einfach gesagt, dann mach doch. Es gibt noch geschätzte 2 Mrd. Ideen aus denen noch kein Unternehmen geworden ist.

    UND es gibt jetzt wieder ein paar mehr die das finanzieren können.

    Letztens hab ich irgendwo gelesen, das die Menschen sich nicht durch das unterscheiden was Sie können sondern das was sie tun.

    “Mut ist die kürzeste Verbindung zwischen Haltung” Seneca

  • Sascha

    und Handlung :-))

  • Feliks Eyser

    “..führendes netzwerk für studenten, schueler und teenager..”

    Domain: schuelervz.de

    [Holder]
    Type: ORG
    Name: StudiVZ Ltd

    dahin geht die reise also?!

    bin sehr gespannt wie sich das entwickelt, zumal der teenager-markt schon von vielen kleineren, lokalen webseiten bedient wird. ich glaube nicht, dass es möglich ist, so einen starken lock-in-effekt wie bei studiVZ nochmal hinzukriegen – aber ich lasse mich auch gern vom gegenteil überzeugen :)

  • Saturday

    “… und viele entscheidende Ideen gehabt und umgesetzt, für die es keine Vorbilder gab.”

    Die da wären?

  • Thomas

    Sorry, nichts gegen Katharina, aber deine selbstgeführten Interviews sind eindeutig besser, Lukasz.
    Und wenn du ja doch weiterhin selber filmst und einen Großteil der Fragen stellst, seh ich auch nicht so recht den Aspekt der Arbeitserleichterung…!?
    Ins Netz stellen kann Katharina die Videos ja gern und auch die dazugehörigen Beschreibungen, aber mach die Interviews doch bitte weiterhin selbst!!!
    Danke!

  • RSC

    RSC wrote: Endlich! Lukasz, so sehr ich dich, deine Arbeit und die daraus resultierenden Erfolge schätze, aber war diese öffentliche Positionierung nicht längst fällig?! Ich warte seit den Anfängen der versuchten!! „Hexenverbrennung“ des Herrn Meyer, dass ihr klar Position bezieht, und der Profilierungssucht des Herrn Meyer wenigstens ein wenig entgegenwirkt.

    Lukasz, ich bin noch nicht wirklich dahinter gestiegen, welche „Vorgeschichte“ dich mit Herrn Meyer -mit der er ja gerne mal kokettiert- „verbindet“. Eigentlich auch egal, denn was euch früher auch mal „verbunden“ haben könnte, kann es nicht Wert gewesen sein, dass ganze zum Selbstläufer des Profilierungssüchtigen werden zu lassen.

    Lukasz wrote:

    @RSC: die verbindungen zu Rainer sind denke kein Geheimniss. Nach Binichsexy.de war dotcomtod.com unser zweiter grosser Kunde und R. stark in der Community vertreten. Als es irgendwann einmal bei dotcomtod nichts im sinne des ursprünglichen konzeptes nichts mehr zu schreiben gab (denn alle dotcoms waren schon gestorben) hatten wir auch ideen ausgetauscht, wie man die ausrichtung der plattform ändern könnte. ist aber bei einem gedankenaustausch geblieben.

    ausserdem habe ich das liquide buch gelesen – eine empfehlenswerte lektüre, sehr gut geschrieben – von da habe ich übrigens auch ein paar ideen, wie RM auf sein pseudonym gekommen ist :)

    Lukasz, natürlich sind deine Verbindungen zu Rainer kein Geheimnis –wie gesagt- Herr Meyer kokettierte ja oft genug damit. Darum ging es aber auch nicht, sondern um „…aber war diese öffentliche Positionierung nicht längst fällig?!“. Jeden Tag wartete ich, dass K. und du, zu dem Massiv-Lügen-Bashing des Herrn Meyer zumindest eure Meinung darstellt.

Kommentar verfassen