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Das Unternehmensnetzwerk – in der Gründungsphase oft vernachlässigt – kann schnell zum Problem werden, wenn das Unternehmen wächst. Es muss schnell, sicher, flexibel und leicht bedienbar sein. Nachdem Gründerszene erklärt hat, wie Startups ihr Unternehmensnetzwerk aufbauen, wird Cisco-Manager Thomas Peuthert konkret und zeigt die Vorteile ganzheitlicher Kommunikations-Lösungen.

Netzwerkstrukturen nach Anforderungen ausrichten

Marco W. hat sich als Programmierer selbstständig gemacht. Als Ein-Mann-Unternehmen braucht er kein Netzwerk, denkt er. Doch weit gefehlt: Wie kommen die Informationen von seinem Schreibtisch-PC auf das Notebook, wenn er beim Kunden unterwegs ist? Und wie von dort auf das Smartphone? Selbst Kleinstunternehmen besitzen heute mehrere Geräte, die ihre Daten untereinander austauschen müssen.

Gründer sollten daher von Anfang an die Struktur ihres Netzwerks auf die zu erwartenden Anforderungen ausrichten. Sonst wird ein Umbau oder eine nachträgliche Erweiterung schnell teuer.

Die richtige Technik für einen reibungslosen Datenaustausch

Zuerst ist zu klären, welche Aufgaben das Netzwerk hauptsächlich bewältigen muss. In der Regel wird dies im ersten Schritt die Verbindung zur Außenwelt, mit Kunden und Geschäftspartnern sowie der ersten Mitarbeiter untereinander sein. Router sind die Verbindungsgeräte nach außen, indem sie die Firma ans Internet anbinden. Deshalb wird mindestens ein Router benötigt. Dabei sollte auf jeden Fall ein Businessmodell gewählt werden, da sich Router für Privatanwender oft nicht so umfassend konfigurieren lassen und nicht die Sicherheitsfunktionen der Profi-Geräte besitzen. Extrem wichtig ist, dass der Router das neuste Internetprotokoll IPv6 unterstützt, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Mitarbeiter im Heimbüro oder externe Dienstleister erhalten über einen Router Zugang zu Informationen im Firmennetzwerk.

Für die Vernetzung innerhalb des Büros hingegen sind Switches zuständig: Sie verbinden PCs, Server, Drucker und andere Geräte, miteinander. Das bedeutet, dass eine Firma mindestens einen Router und einen Switch benötigt. Für verschiedene Anwendungsszenarien gibt es maßgeschneiderte Lösungen. Weiß ein Firmengründer von vornherein, dass er seine Unternehmung auch zukünftig ohne weitere Mitarbeiter betreiben will, reicht ihm ein Business-Router mit integriertem Switch, wie der Cisco RV220W. Sollte ein separater Switch angeschafft werden, empfiehlt sich ein Modell mit PoE-Protokoll wie die Switches der 300er-Serie. PoE steht für Power over Ethernet und bedeutet, dass der Switch über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden kann und kein separates Stromkabel nötig ist.

Ein weiterer wichtiger Hardware-Aspekt ist Quality of Service (QoS). Im Geschäftsumfeld sind Störungen und Ausfälle im Netzwerk oder der Verlust von Datenpaketen bei der Übermittlung nicht hinnehmbar, gerade wenn übertragungsempfindliche Daten wie Sprache über VoIP geht. QoS ist eine Kombination mehrerer Techniken, um Netzwerkressourcen optimal zu verwalten und wichtig für ein professionelles Firmennetz.

Das geistige Eigentum wird durch hohe Sicherheit geschützt

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Expandiert das Unternehmen, ermöglichen Wireless Access Points eine drahtlose Nutzung von Notebooks, Tablets oder Smartphones im gesamten Gebäude. Außerdem können Gäste oder Kunden sicher auf freigegebene Bereiche des Netzwerks zugreifen oder das Internet nutzen.

Um das geistige Eigentum zu schützen, ist eine umfassende Sicherheitslösung für das Netzwerk von Nöten. Integrierte Firewalls, erweiterte Verschlüsselung sowie Authentifizierungsoptionen sichern das Firmennetzwerk optimal ab und gewährleisten, dass Informationen nicht über Sicherheitslücken im WLAN in die falschen Hände geraten. Das klingt kompliziert – ist es aber nicht, denn diese Funktionen sind in professionellen Netzwerkprodukten für Unternehmen bereits integriert.

Produktiv und effizient arbeiten

Je mehr Mitarbeiter im Unternehmen sind, desto wichtiger werden effiziente Prozesse. Die zentrale Voraussetzung für eine produktive Zusammenarbeit ist eine schnelle Kommunikation. Daher bietet Unified Communications – die Kombination von Telefon, E-Mail, Kurznachrichten und Videokonferenzen – entscheidende Vorteile: Sie ermöglicht ortsunabhängigen Zugriff auf Informationen über alle Geräte und Netzwerke. Auch die inzwischen deutlich vergrößerte Firma von Marco W. profitiert davon: Nun können zum Beispiel spontane Meetings mit externen Kollegen über Videokonferenz durchgeführt werden, wenn kurzfristig ein großes Projekt umzusetzen ist.

Muss Marco W. dringend einen Mitarbeiter sprechen, sieht er über Präsenzinformationen, wie dieser aktuell am besten zu erreichen ist, per Telefon am Arbeitsplatz, Handy oder Chat. Und ruft ein Kunde an, sieht er sofort dessen aktuelle Aufträge und die Korrespondenz auf dem PC. Die Integration verschiedener Kommunikationskanäle, die sich ergänzen und miteinander kombiniert werden können, ist der große Vorteil einer professionellen Unified Communications-Lösung. Im Gegensatz zur Nutzung verschiedener Applikationen für zum Beispiel Messaging, Telefonie und Video-Calls sind die Funktionen einer Unified Communications Lösung ideal aufeinander abgestimmt. Die lästige Installation und Administration verschiedenster Anwendungen entfällt damit.

Flexibilität ist Trumpf

Vor allem in der Startphase ist schwer abzuschätzen, in welche Richtung sich ein Unternehmen entwickeln wird. Daher sollte das eingeführte Netzwerk in jedem Fall flexibel erweiterbar und schnell skalierbar sein. Damit sind Startups langfristig für alle Eventualitäten gerüstet.