Lexikon

Urheberrecht

Was ist ein Urheberrecht?

Das Urheberrecht beschreibt nicht nur den offiziell anerkannten Anspruch auf das persönliche Eigentum, sondern legt auch fest, wer dieses Eigentum in welchem Rahmen nutzen darf.

Ein Urheber ist ein Künstler bzw. Hersteller von literarischen, musikalischen oder wissenschaftlichen Werken. Er allein ist der rechtmäßige Eigentümer dieses Werkes und hat alleiniges Bestimmungsrecht, wie das Werk an Dritte weitergegeben und verwendet wird. Das Urheberrecht schützt somit das persönliche Eigentum eines Künstlers und sichert zugleich seine Vergütung für die geleistete Arbeit.

Welche Werke unterliegen dem Urheberrecht?

Unter anderem sind hier neben Büchern, Skizzen und Gemälden auch Computerprogramme und Applikationen (Apps) sowie Tanzchoreografien, Filme oder plastische Darstellungen in das Recht integriert. Es handelt sich also stets um Kreationen, die durch den eigenen Geist und Verstand entstanden sind.

Wann gilt ein Werk als veröffentlicht?

Wenn es über den privaten Nutzungsraum (im unmittelbaren Familie- und Freundeskreis) hinausgeht und an die breite Masse herangetragen wird, ist das Werk veröffentlicht. Oft geschieht dies mit der Absicht, Kommerz mit dem Werk zu erzielen. Die Veröffentlichung ist nicht rechtlich geltend ohne die Zustimmung des Urhebers und folglich ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

siehe auch: Copyright

Beispiel

Ein freischaffender Fotograf lädt eines seiner Fotos von einem Großbrand in der Berliner Straße auf seiner Website hoch. Die lokale Zeitung der Stadt landet während der Recherche zum Brand auf seiner Seite und nutzt das Foto ohne Zustimmung des Fotografen für die nächste Morgenausgabe. Das Urheberrecht des Künstlers wurde also hier verletzt und hat eine Klage vor dem Berliner Amtsgericht zur Folge.


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