Lexikon

Abnutzbare Wirtschaftsgüter

Was sind abnutzbare Wirtschaftsgüter?

Abnutzbare Wirtschaftsgüter sind Wirtschaftsgüter, die buchhalterisch über einen längeren Zeitraum abgeschrieben werden können. 

Um den Begriff „Abnutzbare Wirtschaftgüter“ verstehen zu können, sollte man vorher einen Blick darauf werfen, was denn überhaupt unter dem Dach der Wirtschaftsgüter zusammengefasst wird. Generell fallen hierunter alle Bewertungsobjekte, die das Betriebsvermögen eines Unternehmens ausmachen. Generell gibt es keine feste Definition innerhalb des Steuerrechts, jedoch lassen sich gewisse Merkmale festhalten, die Wirtschaftsgüter definieren. So müssen beispielsweise Kosten bei der Anschaffung entstanden sein und das Gut muss als alleinstehende Einheit abzugrenzen sein. Darüber hinaus muss der Vermögenswert durch Veräußerung realisierbar sein.

Der Begriff „Abnutzbares Wirtschaftsgut“ an sich verrät schon, wobei es sich im Grunde bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern handelt: Um Güter in einem Unternehmen, die sich erst mit der Zeit abnutzen. Dementsprechend werden sie auch über den gesamten Zeitraum ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abnutzbare Wirtschaftsgüter, wie zum Beispiel der Fuhrpark und die Büroeinrichtung eines Unternehmens, gehören zum sogenannten Anlagevermögen eines Unternehmens. Dem gegenüber steht das sich ständig verändernde Umlaufvermögen, wie zum Beispiel der Waren- oder Kassenbestand eines Unternehmens. Das Umlaufvermögen ist hierbei Teil der nicht abzuschreibenden Wirtschaftsgüter. Darüber hinaus fallen beispielsweise auch Grund und Boden oder der Besitz von Wertpapieren. Sie sind nicht abnutzbar, da sie keinem regelmäßigen Wertverzehr unterliegen. Dementsprechend können sie auch nicht wie abnutzbare Wirtschaftsgüter über die Zeitspanne ihrer Nutzungsdauer hinweg abgeschrieben werden.

 

Die Abschreibung von abnutzbaren Wirtschaftsgütern


Die abnutzbaren Wirtschaftsgüter als Teil des Anlagevermögens verursachen zum Zeitpunkt ihrer Anschaffung Kosten. Jedoch können diese Kosten nicht sofort und auf einmal geltend gemacht werden. Zu einem festgeschriebenen Satz werden die Anschaffungskosten verteilt über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Dies geschieht mithilfe der sogenannten Absetzung für Abnutzung (AfA). Je nach "Haltbarkeit" sind die Zeiten der AfA unterschiedlich lang – ein Computer wird beispielsweise schneller abgeschrieben als eine Maschine.

Beispiel

Die zum Teil branchenspezifischen AfA-Tabellen können auf der Webseite des Bundesministeriums der Finanzen (Wirtschaft und Verwaltung) eingesehen werden.


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